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Frage vom 08.08.2006 - Patientenforum-Archiv

Narbe nach Hornhautentzündung

Mein Sohn (7 Jahre) wird seit einem halben Jahr wegen einer Hornhautentzündung (vermutlich Verletzung der Hornhaut durch Reibung) behandelt. Die Symptome zu Beginn der Behandlung (extrem starke Lichtscheu, tränendes Auge, Schmerzen) sind deutlich besser geworden, jedoch macht mir nun folgendes Sorgen: In unregelmäßigen Abständen bereitet ihm das betroffene Auge plötzlich heftige Beschwerden, es tränt stark und verursacht ein Fremdkörpergefühl, wie er sagt. Dann ist er einige Stunden beschwerdefrei, bis er wieder das Auge zukneift. Derzeit wird mit OPATANOL AT behandelt, anfangs wurde auch Kortison verabreicht. Die behandelnden Ärzte erklären diese Beschwerden mit einer Vernarbung im Auge. Meine Frage ist: Könnte hier eine Laserbehandlung in Betrag kommen?

Antwort vom 09.08.2006

Zunächst sollte eine chronische Infektion durch Keime, Pilze oder Viren ausgeschlossen werden. Der Vorgeschichte zufolge kann es sich um eine sog. rezidivierende Erosio der Hornhaut handeln. Hierbei kommt es zu spontanen, oft nur mikroskopisch kleinen, Defekten des Hornhautdeckhäutchens (Epithel). Ursache ist eine initiale Verletzung, meistens durch Pflanzenäste oder andere organische Fremdkörper. In der Folge entsteht eine Störung der Basalmembran des Deckhäutchens, welches nicht mehr richtig haftet. Sollte die Diagnose bestätigt werden, kann eine phototherapeutische Behandlung mit dem Excimer Laser wirksam sein (PTK). Das Verfahren ist sehr sicher und auch wissenschaftlich anerkannt. Die Krankenkassen übernehmen einen grossen Teil der Kosten.   MfG   Dr. Kermani
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