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Frage vom 21.12.2011 - Patientenforum-Archiv

Multifokallinsen

Sehr geehrte Herren, ich habe mich zu einer Untersuchung in einem Düsseldorfer Krankenhaus entschieden mit der Fragestellung ob das Einsetzen von Multifokallinsen sinnvoll für mich wäre. Beide Augen haben -2,5 Dioptrien, sind ansonsten gesund und die Linsen ohne Makel. Ein Eingriff wurde vehement abgelehnt. Ich würde gerne brillenfrei leben und auf Grund einer endgültigen Lösung sagt mir der Gedanke multifokale Linsen einsetzen zu lassen ausgesprochen zu. Bin jetzt aber sehr verunsichert. Wie fällt Ihr Urteil aus? Ich bin 48 Jahre alt.

Antwort vom 22.12.2011

Bei dieser Ausgangskonstellation würde ich angesichts des noch recht niedrigen Lebensalters auch zunächst ans Lasern denken.   Bei den meisten Menschen ist rechts das dominante Auge, dann also eine leichte Unterkorrektur auf -0.5 oder -0.75 dpt am linken Auge. Wenn Sie Kontaktlinsen tragen, können Sie das ja einmal testen, indem sie am LA -1.75 oder -2.0 tragen und rechts die volle Stärke.   Mit diesem Konzept lässt sich bei einem 48jährigen meist noch eine passable Nahsehleistung erreichen, ohne dass die beidäugige Sehleistung für die Ferne wesentlich nachlässt.   Das liegt daran, dass bei einem 48jährigen die Funktion der Augenlinse, nämlich die Akkomodation, also das Scharfstellen für die Nähe, im Vergleich zum 38Jährigen zwar eingeschränkt, im Gegensatz zum 58Jährigen aber durchaus noch vorhanden ist.   Auch die künstlichen Multifokallinsen sind nicht perfekt, ermöglichen aber eine gute Sehleistung für den Nahbereich und für die Ferne. Würde ich nicht rundweg ablehnen.   K.S.
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