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Frage vom 29.09.2011 - Patientenforum-Archiv

monovision

hallo, mir (41 jahre) wurde vor 2 wochen aufgrund einer katarakt im LA erfolgreich eine torische iol implantiert. zudem bin ich kurzsichtig (RA -4,25) und wünsche mir brillenfreiheit. deshalb verfolge ich die strategie der monovision. das bereits versorgte LA wurde für den nahbereich mit -1 dioptrien ausgestattet; das RA (mein führungsauge) soll in 2 wochen auf „null“ gelasert werden. das konzept erscheint zunächst schlüssig. allerdings kann ich mit dem LA im nahbereich nur bei etwa 80 cm verhältnismäßig scharf sehen. das ist für mein empfinden zu fern um ein buch zu lesen oder berufsbedingt feine arbeiten auszuüben. jetzt stelle ich mir die frage, wie das LA den nahbereich komplett übernehmen soll, wenn auf dem RA künftig die alterssichtigkeit einsetzen wird. ich war in dem glauben monovision bedeute grundsätzliche brillenfreiheit. ein bekannter (anfang 60) lebt und arbeitet, auch im nahbereich, seit 3 jahren mit monovision. danke für eine aufklärung.

Antwort vom 05.10.2011

Alles vollkommen richtig, nach einem Linsenaustausch mit einer Monofokallinse und einer Kurzsichtigkeit von -1 dpt können Sie leider keine optimale Sehleistung im absoluten Nahbereich erwarten.   Wenn Ihre eigen Augenlinse am rechten Auge altersentsprechend funktioniert, werden Sie damit nach der Laser-OP eine bessere Nahsehleistung erzielen als mit dem linken Auge. Später, vielleicht in 10 Jahren, wird die Nahsehleistung rechts dann eher schlechter sein als links, am linken Auge wird sie ja wahrscheinlich stabil bleiben.   Manchmal haben auch Ältere mit ihren natürlichen Linsen noch eine recht gute Akkomodationsleistung. Möglicherweise ist deswegen Ihr Bekannter mit der Monovision noch brillenfrei.   Viele Grüße Karl Schmiedt
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