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Frage vom 21.09.2006 - Patientenforum-Archiv

Lasik und Hornhautdicke

Guten Tag! Ich denke schon seit einiger Zeit über eine Lasik-OP nach und habe inzwischen eine Voruntersuchung machen lassen. Die Werte sind folgende: re: -4,0 -1,25 (172 Grad) li: -4,5 -1,5 (168 Grad) Hornhautdicke : re 0,499 und li 0,495 Sind diese Werte nach Ihrer Erfahrung für eine Lasik ausreichend? Es soll mit dem Zeiss Mel 80 und Wavefront-Verfahren gelasert werden. Allerdings kein Femto-Schnitt, sondern das herkömmliche Verfahren (mit Flap von 130). Im Zusammenhang mit einer anderer Untersuchung (bei einen anderen Arzt)ist interessanterweise eine Hornhautdicke von 0,483 (re) und 0,482 (li) gemessen worden. M.E. wurde das gleiche Verfahren angewandt (Pachy? – Hornhautdicke wurde beide Male im Zushg. mit Erstellung einer Topographie der Hornhaut gemessen). Warum unterschiedliche Werte gemessen wurden, konnte mir nicht erklärt werden (Da streiten sich die Gelehrten). Haben Sie eine Erklärung? (Ich gehe davon aus, dass sich die Hornhautdicke nicht innerhalb von 2 Monaten verändert und auch nicht tagesformabhängigist – ?)Wenn ich die niedrigeren Werte zu Grunde lege, komme ich auf eine Resthornhautdicke von 0,274 (re) und 0,262 (li). Ist dies ausreichend? Ein Nachlasern dürfte damit jedenfalls nicht mehr möglich sein. Wie ist man eigentlich auf eine Mindestresthornhautdicke von 0,250 gekommen? Das sind immerhin weniger als 50% der normalen Hornhautdicke. Von einigen wenigen Ärzten werden 0,300 oder gar 0,330 empfohlen (zumindest im Internet – ich bin Laie und kenne die wissenschaftliche Literatur dazu nicht). Sind die 0,250 ein Erfahrungswert oder ist dieser Wert getestet worden (wenn ja, an wem?)? Für mich als Laien ist es schwer vorstellbar, dass eine um 50% verdünnte Hornhaut die gleiche Stabilität aufweisen kann, wie eine normale Hornhaut (zumal der Flap m.W. nichts zur Stabilität beiträgt). Wie sieht die Stabilität etw. bei hohem äußeren Druck aus (etwa beim Tauchen)? Ist bekannt, welche Auswirkungen der natürliche Alterungsprozess auf eine dünne Hornhaut hat? Bleibt die notwenige Stabilität erhalten? Kann (etw. zur Behandlung des Grauen Stars) im Alter noch eine Kunstlinse eingesetzt werden? Entschuldingen Sie bitte, dass ich Sie mit Fragen bombardiere. Aber zu den o.g. Punkten habe ich bisher (leider) noch keine befriedigende Antwort bekommen. Ich würde mich sehr freuen, von Ihnen zu hören. Mit freundlichen Grüßen Rainer Schmitz

Antwort vom 24.09.2006

Sehr geehrter Herr Schmitz,   bei Hornhautwerten unter 0.5 mm Dicke würden wir grundsätzlich ein Oberflächenlaserverfahren (PRK, LASEK oder Epi-Lasik) als erste Wahl empfehlen. Wenn unbedingt die Lasik aber gewünscht wird, dann sollten Sie eine Femto-Lasik machen lassen, das garantiert einen max. dünnen Flap mit brauchbarer Restdicke.   MfG   Dr. Kermani
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