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Frage vom 09.08.2006 - Patientenforum-Archiv

Keratektasie und Resthornhautdicke

Liebes Kölner-Ärzteteam, ich wurde Anfang Juni mittels Lasek und Mitomycin-Behandlung gelasert, da meine Hornhaut relativ dünn (500µm) war, kam Lasik nicht in Frage. Gute Aufklärung in deutscher Klinik gehabt! Ich bin 36 Jahre alt und meine Werte waren relativ stabil. Nach Epithelabtrag (ca. 40-50µm) wurden mir links 60µm = 4 dpt. und rechts 45µm = 3 dpt. Durchmesser 6-6,5 mm (?) abgelasert. Die stabile Resthornhautdicke ca. 400µm. Die Pachymetrie ergab: linke Auge mit Epithel 433µm rechte Auge mit Epithel 456µm Die Hornhaut ist ohne! Narbenbildung verheilt, finde ich gut. Habe zw. 100-120% Sehleistung auf beiden Augen, selbst wenn die Myopie nochmals leicht fortschreiten sollte, bin ich mit einer leichten Brille nicht unglücklich. Reichen diese Werte aus, um stabil durch das Leben zu kommen oder muss ich mir Sorgen zwecks Keratektasie und Keratokonus machen, ganz auszuschließen ist das ja nie. Meine Volleyball-Partnerin hat sich vor einiger Zeit mit 560µm und -7 dpt. per Lasik in der Türkei lasern lassen, es blieben ca. 295µm stabil stehen und nun ist das passiert, was man Horror nennt, Keratektasie von fürchterlichem Ausmaß, es hilft auch keine Kontaktlinse mehr, nur noch perforierende oder lamelläre Keratoplastik, Termin in deutscher! Klinik steht schon fest. Deshalb habe ich jetzt einen moralischen Knick, den trotz Mut machen und Sportlergeist, gibt es unser Team so nicht mehr, das schmerzt. Also ganz ehrlich!!! muß ich mir nun auch einige Sorgen machen? Liebe Grüße Claudia.

Antwort vom 11.08.2006

Liebe Claudia,   ich habe in der Literatur nur eine Fallbeschreibung einer Keratektasie nach einer LASEK (von -15 Dioptrien !) gefunden, das ist also extrem unwahrscheinlich und noch seltener als nach LASIK. Die Gewebsreaktion nach LASEK trägt eher zur Stabilisierung der Hornhaut bei, es werden sogar Oberflächenbehandlungen mit dem Excimerlaser zur Behandlung des Keratokonus, also bei von Natur aus instabiler Hornhaut durchgeführt. Sie müssen sich absolut keine Sorgen machen.   Der Fall Ihrer Volleyball-Partnerin ist ja wirklich schlimm. Ich kann ihn natürlich nicht ernsthaft von hier aus beurteilen und nur spekulieren: Kann ich davon ausgehen, daß es sich bei diesen 295µm um einen tatsächlich gemessenen und und nicht etwa nur um einen bei der Planung der Behandlung errechneten Wert handelt? Wenn das so ist, wäre dieser Verlauf nur durch eine individuelle Veranlagung zur Hornhautschwäche zu erklären, die eigentlich bei der Voruntersuchung festgestellt werden kann.   Solche Fallberichte zeigen uns Ärzten, daß wir bei den Voruntersuchungen und der OP-Planung sehr gründlich sein müssen.   Viele Grüße und alles Gute für Ihre Sportpartnerin   Karl Schmiedt
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