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Frage vom 13.01.2010 - Patientenforum-Archiv

Hinterkammer- oder Vorderkammerimplantat

Sg. Ärzteteam! Ich bin 26 Jahre alt und leide bereits seit meiner Geburt an hochgradiger Myopia alta (ca. -22 Dioptrien bds.) – ich trage seit meinem 5. Lebensjahr harte Kontaktlinse. Innerhalb der letzen 5 Jahren leide ich an trockenen Augen, wodurch es mir unmöglich erscheint, weiterhin Kontaktlinsen zu tragen. Auf das Anraten meiner Augenärztin, mich über eine Linsenimplantation zu informieren, begab ich mich in insgesamt drei Universitätskliniken in Österreich. Zwei davon einigten sich auf eine Vorderkammerlinse (ausreichend große Vorderkammer, relativ dicke Hornhaut) – die andere Klinik sah zweifellos ein Hinterkammerimplantat als die beste Option. Ich habe allerdings gehört, dass es bei Hinterkammerimplantaten (bei Erhalt der körpereigenen Linse) dazu kommen könnte, dass die eigene Linse eintrübt. Auch bei Vorderkammerimplantaten ergeben sich bei mir Problematiken, da meine Pupille von Haus aus relativ groß ist. Für welche Linse sollte ich mich entscheiden? Herzlichen Dank!

Antwort vom 15.01.2010

Auch wir haben einige wenige Fälle gehabt, bei denen es mit den Hinterkammerlinsen zu einer Eintrübung der natürlichen Linse gekommen ist, und bevorzugen daher die Vorderkammerlinsen. (Diese Linsentrübung lässt sich zwar durch einen erneuten Eingriff beseitigen, ist aber natürlich trotzdem eine unerwünschte Komplikation.)   Bei einer großen Pupille kann es sein, dass bei Dunkelheit ein Teil des Lichts durch den Randbereich der Linse oder an der Linse vorbei in das Auge gelangt und dadurch Störungen verursacht, dieser Effekt ist aber bei den (relativ kleinen) formstabilen Kontaktlinsen viel stärker als bei den Vorderkammer- oder Hinterkammerlinsen.   Viele Grüße Karl Schmiedt
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