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Frage vom 05.08.2005 - Patientenforum-Archiv

Grauer Star und Lasik

Vielen Dank für Ihre Antwort auf meine Anfrage bezüglich der Relasik. Da ich jetzt bezüglich des behandelnden Arztes doch auf einen Kunstfehler schließe, meine Frage: Gibt es eine Schiedsstelle, an die ich mich in meinem Zusammenhang wenden kann? Schon am Tag der Lasik wurde bei der letzten Voruntersuchnung eine hauchige Linsentrübung festgestellt. Kann man hieraus keine Prognose über die Entwicklung des grauen Stars abgeben. Es wäre schade, wenn der Arzt nur auf das Lasikhonorar aus gewesen wäre.

Antwort vom 06.08.2005

Ich galube nicht, dass Ihr Arzt es in erster Linie auf das Honorar abgesehen hat. Er hätte ja auch direkt das Auge am grauen Star operieren können. Manchmal ist es schwierig zu differenzieren ob eine dikrete Trübung der Linse schon krankheitswert hat. Die Trübung ist erkennbar, dennoch ist die Sehschärfe noch gut. Wenn dann ein Sehfehlerkorrigierender Eingriff durchgeführt wird und sich im Laufe der Wochen danach eine Sehverschlechterung einstellt kann tatsächlich eine Koinzidenz von Ereignissen vorliegen. Merkwürdig bleibt aber, dass eine Nachbehandlung durchgeführt wurde, hier hätte man ev. schon erkennen müssen, dass die Linsentrübung zwischenzeitlich fortgeschritten ist. Ich empfehle die Anrufung der Schiedsstelle der zuständigen Ärztekammer und damit die Offenlegung der Befundlage. Möglicherweise ist ein aussergerichtlicher Vergleich möglich, wenn sich tatsächlich herausstellen sollte, dass die Nachbehandlung fehlerhaft indiziert worden ist. Vermeiden Sie den Gerichtsweg, das wird Sie jahrelang beschäftigen, der Ausgang ist offen.   mfG   Dr. Kermani
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