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Frage vom 28.11.2005 - Patientenforum-Archiv

Folgewirkungen einer Lasik

Wie sieht es mit möglichen Nachwirkungen einer Lasik aus? Ich hörte, dasss es zu Einschränkungen im nächtlichen Sehen gekommen ist, einem „NebelKranz“ um eine Lichtquelle herum (Autofahren!). Ist die LAsik eine dauerhafte Lösung? Kann es zu einer Überempfindlichkeit unter geringer Luftfeuchte (Flugzeug) oder Kabinendruck kommen? Wie sieht es aus, wenn sich das Sehvermögen im Alter verändert?Ich hörte, dass eine Kurzsichtigkeit dem späteren Lesevermögen „zugute“ kommt? Vielen Dank für Ihre Antwort!

Antwort vom 29.11.2005

In den ersten Wochen nach LASIK oder PRK berichten die meisten Patienten über sog. Halos (Lichtkränze). Zu dieser frühen Zeit ist die Ursache in dem noch sehr instabilen Tränenfilm zu sehen. Nach dem 3. Monat geben nur noch 3% der behandelten Patienten solche Nachtsehstörungen an. Mit den modernen Abtragprofilen (asphärische Ablationsprofile) können Nachtsehstörungen weitgehend verhindert werden. Fortbestehende s.o. Nachtsehstörungen sind auf einen Restsehfehler, einen inhomogenen Abtrag oder eine Dezentrierung zurückzuführen. Wenn diese Störung sehr stark ausgeprägt ist kann eine Nachbehandlung das Problem beheben. Die LASIK ist eine dauerhafte Lösung. Die Regression (Rückbildung) nach dem 3. Monat beträgt weniger als 1%. Die Nachbehandlungsrate bis zum 5. Jahr nach LASIK liegt bei 5% aller Fälle. Die LASIK trägt zur Stabilisierung der Augen bei. In der Flugzeugkabine verhalten sich die Augen nicht anders als unbehandelte Augen. Nachbenetzung mit künstlichen Tränen ist immer eine Erleichterung. Hat sich jemand mit LASIK behandeln lassen und ist normalsichtig, so muss er/sie mit ca. 45 Jahren die erste Lesebrille tragen wie jeder andere Normalsichtige auch. Eine leichte Kurzsichtigkeit ist insofern von Vorteil, als dass dann eben auch ohne Brille in der Nähe alles erkannt wird. Die meisten Menschen möchten aber in der Ferne ungetrübt sehen können. Bei älteren (ab 45 Jahren) LASIK Patienten testen wir vor einer LASIK die sog. Monovision aus. Hier wird das dominante Auge auf die Ferne eingestellt und das nicht-dominante Auge wird etwas in der Kurzsichtigkeit gehalten (ca. -1.0 D). Die Akzeptanz der Monovision liegt bei 90%. Eine Nachkorrektur des leicht kurzsichtigen Auges bei Unzufriedenheit ist immer möglich, dann muss der Betreffende eben Lesebrille tragen.   mfG   Dr. Kermani
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