Haben Sie Fragen? Rufen Sie uns an! +49 (0)221-650 722-0

Frage vom 06.09.2006 - Patientenforum-Archiv

Eye-Tracking und Iriserkennung

Hallo liebes Ärzteteam, ich hatte hier bereits eine Anfrage gestellt, welche Voraussetzungen ein Laser besitzen sollte, damit eine Hornhautverkrümmung von -1, die nach der Lasik geblieben bzw. entstanden ist (vor der OP waren es -0,5 HHV) erfolgreich behoben werden kann. Darauf antworteten Sie mir, dass der Laser idealerweise eine Iriserkennung haben sollte. ich habe jetzt in meinem Institut nachgefragt, der eingesetzte Esiris-Laser besitzt keine Iriserkennung, aber Eye-Tracking und das wäre ausreichend. Nun weiß ich nicht, was ich glauben soll. Reicht ein simples Eye-Tracking aus, um die richtige Achslage des Zylinders zu finden, oder wäre eine topographiegesteuerte Lasik mit Iriserkennung besser? dafür müsste ich in ein anderes Institut gehen, wo ich dann noch mal 2.500€ für die 2. OP zahlen müsste (das nachlasern im Institut meiner ersten OP kostet 300€). ich würde das machen, wenn ein Eye-Tracking nicht ausreicht. allerdings versteh ich dann nicht, dass man mir vor der 1. OP gesagt hat, dass die HHV (von -0,5) behoben werden kann. Ist der Vorteil einer Iriserkennung wirklich so ausschlaggebend gegenüber einem Eye-Tracking? Danke schon einmal für Ihre Antwort A. Fischer

Antwort vom 07.09.2006

Einfaches Eye-Tracking reicht nicht aus. Der Laser wird hierbei lediglich in der Sehlinie fixiert und nachgeführt. Bei der Korrektur eines Hornhautzylinders muss aber sichergestelt sein, dass die Achse des korrigierenden Laserabtrages (Zylinderabtrag) mit dem Hornhautzylinder in Bezug auf die Rotation übereinstimmen. Ansonsten kann ein neuer Astigmatismus entstehen oder aber eine Unterkorrektur erfolgen. Voraussetzung für die Topographiesteuerung ist auch die Iriserkennung, bei der Korrektur eines einfachen Zylinders braucht man aber keine Topographieanbindung. Die Ergebnisse der Zielgenauigkeit ist mit Iriserkennung um etwa 10% besser. Je höher die Hornhautverkrümmung desto wichtiger die Iriserkennung. Bei Werten von weinger als 1.0 kann schlimmstenfalls der Zylinder nur halbiert werden, also bei -0.5 landen. Damit kann man immer noch eine hervorragende Sehschärfe erzielen. MfG Dr. kermani
Quick-Check

Vereinbaren Sie jetzt eine kurze unverbindliche Beratung in der Augenklinik, bei der wir feststellen, ob eine Sehfehlerkorrektur möglich ist.

Suche