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Frage vom 19.05.2005 - Patientenforum-Archiv

Epi-Lasik

Leider wurde bei mir eine zu dünne Hornhaut festgestellt. Habe -9 und -8,5 Dioptrien. Mir wurde daraufhin die Epilasik empfohlen. Welche Erfahrungen haben sie mit dieser Form der Lasik? Wie oft wurde sie bei Ihnen im Haus schon durchgeführt? Und welche genauen Vorteile hat die Epi-Lasik? Kann man wirklich dadurch so viel HH sparen? Viele Fragen… Danke für eine Antwort

Antwort vom 19.05.2005

Epi-LASIK, LASEK und PRK sind prinzipiell gleichartige Verfahren, bei denen die Hornhaut direkt an der Oberfläche gelasert wird ohne dass vorher eine Lamelle gschnitten wird. Bei der PRK wird das Epithel (Deckhäutchen) ganz entfernt, bei der LASEK wird das Epithel mit Alkohol "mürbe" und beweglich gemacht, dann wie ein Flap zur Seite gelegt und nach der Laserung wieder zurückgelegt, bei der Epi-LASIK wird das Epithel mit einem mechanischen Hobel stumpf, aberähnlich wie bei der LASIK, ohne Alkohol freipräpariert zur Seite gelegt und nach der Laserung zurückpositioniert. In Bezug auf die Wundheilung unterscheiden sich die drei Verfahren prinzipiell nicht, da auch bei LASEK und Epi-LASIK das zurückgelegte Epithel nicht lebensfähig ist und daher binnen weniger Tage von neuem Epithel ersetzt wird. Wir haben mit allen drei Verfahren gearbeitet und führen heute fast nur noch die PRK durch, da das Epithel nach LASEK und Epi-LASIK eher störend ist und die Wundheilung verzögert. Dies ist unsere Erfahrung, es kann sein, dass andere Kollegen andere Erfahrungen gemacht haben. Grundsätzlich würde ich aber von einer Oberflächenlaserung über 6 dpt hinaus abraten, da die Gefahr der Narbenbildung zu hoch ist. Es gibt die Alternative der Linsenimplantation. Die Erfahrungen hiermit sind sehr gut, Sie haben kein langfristiges Risiko bezügl. einer Hornhautektasie (Ausbeulung) und auch die optische Qualität ist der Laserung deutlich überlegen bei diesen Werten.   mfG   Dr. Kermani
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