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Sehverschlechterung nach Grauer Star-OP - 2. Anfrage

19.11.2014
Sehr geehrter Herr Dr. Schmiedt,
vielen Dank für die Beantwortung meiner Fragen vom 5. und 7.11.14. Ich wende mich noch einmal an Sie, weil ich noch immer um meinen Vater besorgt bin.
Ausgangssituation war:
Mein Vater (74) hat auf beiden Augen den grauen Star, ist kurzsichtig mit -3,25 Dioptrien und hat auf dem linken Auge eine Hornhautverkrümmung. Sehkraft von 25%.

Vor drei Wochen wurde sein linkes Auge operiert (Klinik in Wuppertal) und seine Linse gegen die künstliche Multifokallinse „Tecnis Symfony“ ausgetauscht.
Das Ergebnis ist bis heute unverändert:
Lesen geht mit dem Auge gar nicht, in die Ferne sehen geht auch nicht gut. Lediglich eine leichte Verbesserung hatte sich nach ein paar Tagen eingestellt und das ist der Stand bis heute. 2 Tage nach der OP betrug die Sehkraft 15%, vorher 25% - den jetzigen Wert kennen wir nicht.
Inzwischen wissen wir, dass meinem Vater keine torische Linse eingesetzt wurde (was angeblich aber immer sein muss, wenn eine Hornhaut-verkrümmung vorliegt). Der Arzt meinte auf Rückfrage dazu, dass die Hornhautverkrüm-mung so geringfügig ist, dass eine torische Linse nicht not-wendig war. Die Falte auf der Hornhaut, die sich durch die OP gebildet hat und sich von alleine anlegen soll, ist auch noch da. (Falte, keine Schwellung der Hornhaut)

Der Arzt versteht nicht, warum mein Vater nicht gut sehen kann. Alles sieht in Ordnung aus. Allerdings versteht er auch nicht, warum aus den -3,75 Dioptrien durch die OP -0,75 Dioptrien geworden sind. Das Auge sollte jetzt im + - Bereich liegen, wenigstens aber bei Null sein (so die Aussage). Ferner meinte der Arzt, dass er an dem Auge nichts mehr machen wird, bis nicht auch das zweite Auge operiert ist. Das zweite Auge wird morgen operiert und wir haben natürlich große Angst davor, dass das Ergebnis ähnlich schlecht ist wie bei dem ersten Auge.

Meine Fragen:

Ist es tatsächlich in Ordnung, auf eine torische Linse zu verzichten, wenn eine Hornhautverkrümmung vorliegt (auch wenn sie geringfügig ist)?

Bildet sich deshalb eine Falte auf der Hornhaut, wenn bei einem solchen Eingriff die Hornhaut oder eine darunter liegende Augenhautschicht nicht glatt oder straff genug gezogen wurde?

Kann sie operativ geglättet werden und falls ja, mit einem „richtigen“ erneuten Eingriff oder kann das gelasert werden?

Was ist wahrscheinlicher als Grund für das schlechte Ergebnis: Die Linse, weil sie nicht torisch ist oder die Falte auf der Hornhaut? Falls es eher an der Linse liegt, wie sieht dann die Lösung aus? (Künstliche Linsen sind schwieriger zu entfernen, habe ich gelesen und werden im Auge zerschnitten – eine schreckliche Vorstellung.)

Wie kann es sein, dass das Auge nicht mehr lesen kann, wenn die Kurzsichtigkeit immerhin derart wenig geworden ist? Für mich hört sich das unlogisch an und ich würde das sehr gerne verstehen.

Leider ist die Kommunikation mit dem Arzt meines Vaters schwierig, weil er nicht gerne Fragen gestellt bekommt und sehr sehr überheblich ist. Menschliches Geschick und Gespür studiert man ja leider nicht mit, wenn man Arzt werden möchte. Umso wichtiger ist es für mich, von Ihnen Antworten zu erhalten, auch wenn natürlich keine Ferndiagnose möglich ist.

Ich danke Ihnen vorab noch einmal herzlich für Ihre Mühe hier und Ihre Zeit.

Eine noch immer besorgte Tochter

Antwort vom 20.11.2014

Bitte entschuldigen Sie, dass ich nur 1-2 mal in der Woche dazu komme, die Fragen im Forum zu beantworten.

Ist denn der betreuende und der operierende Augenarzt derselbe?

Falls nicht, würde ich an Ihrer Stelle um eine Untersuchung durch den Operierenden bitten, das wird man Ihnen sicherlich nicht verwehren.

Falls ja, steht es Ihnen natürlich auch zu, im Zweifelsfall eine Untersuchung und Beurteilung durch einen Zweiten einzuholen.

Eine geringe Hornhautverkrümmung braucht nicht mit einer torischen Linse korrigiert zu werden, und auch eine dreiviertel Dioptrie Rest-Kurzsichtigkeit ist recht wenig. Damit kann man im Meterbereich eine sehr gute Sehleistung erreichen und braucht dann halt eine Lesebrille, weil diese Kurzsichtigkeit für Nähe zu gering ist. Das scheint nicht das Problem zu sein.

Solch eine Hornhautfalte kann in der Tat eine Einschränkung der Sehleistung bewirken, und ja, diese Falten gehen normalerweise von selbst zurück. Sie sind eine Reaktion des Auges auf die OP.

Es gibt aber noch viele andere mögliche Gründe für eine Einschränkung der Sehleistung. Ist es denn sicher, dass Ihr Vater früher mit diesem Auge genauso gut gesehen hat wie mit dem anderen?

Besser kann ich Ihre Fragen leider nicht beantworten.

Viele Grüße

Karl Schmiedt

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