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Operation und Augentropfen

06.01.2006
Sehr geehrte Dres. Kermani, Gerten und Schmiedt,

zunächst einmal möchte ich Ihnen zu Ihrer gelungenen Website gratulieren und Ihnen für Ihre Aufklärungsarbeit sehr danken! Das nenne ich einmal kompetente Patientenbetreuung!

Nun wende auch ich mich mit einer Frage an Sie, in der Hoffnung auf Ihren Rat:

Meine Tochter plant sich in 2 Wochen in Istanbul einer Lasik-Operation zu unterziehen. Allein dieser Umstand erfüllt mich bereits mit nicht geringer Sorge, da ich mir nicht über die dort eingesetzte Technologie im klaren bin und ebenfalls keine Gewährleistung für eine umfangreiche Nachsorge sehe. Nun habe ich zudem erfahren, dass die Voruntersuchung und auch die Operation an ein und demselben Tag erfolgen sollen. In Ihrer Antwort vom 4.1. auf eine diesbezügliche Patientenfrage gaben Sie an, dass eine Operation unter keinen Umständen unter weit gestellten Pupillen durchgeführt werden soll. Nun hat meine Tochter (sie hat die Werte -7 und -7,5) aber schon immer das Problem gehabt, dass sie sehr stark auf die pupillenerweiternden Tropfen anspricht und tatsächlich noch über eine Woche später vergrößerte Pupillen hatte! Ich bin nun sehr besorgt, dass man sie in Istanbul trotzdem behandeln könnte und hätte deshalb gern von Ihnen gewußt: Was kann eine Operation unter noch vergrößerten Pupillen für Auswirkungen haben? Gibt es evtl. eine Möglichkeit, die Pupillen mit "Gegentropfen" vor der Operation wieder zu verkleinern? Sollte bei der Operation tatsächlich etwas schief gehen, sind deutsche Augenärzte dann verpflichtet meine Tochter im Folgenden zu behandeln?

So viele Fragen... Für Ihre Antwort wäre ich Ihnen unendlich dankbar!

Mit freundlichen Grüßen,
Ihre Heide Jommers

Antwort vom 07.01.2006

Hallo Frau Jommers,

 

die Behandlung sollte nicht bei weitgestellter Pupille durchgeführt werden weil a) das Starhlnachführsxstem des Lasers bei weitgestellter Pupille nicht funktioniert b) der Patient nicht fixieren kann und der Arzt die Sehachse bzw. Pupillenmitte nicht lokalisieren kann und c) weil die Lichtbelastung für die Netzhaut zu gross ist. Es gibt Gegentropfen gegen die Weitstellung, diese wirken aber auch nur verzögert und reizen das Auge sehr stark. Sollte etwas schief gehen, dann werden die Kosten für Komplikationen in Deutschland von den Kassen übernommen. Sollte aber eine Nachlaserung erforderlich sein zahlt die Krankenkasse nichts. Ein möglicher Schaden ist aber natürlich nicht nur ein finanzielles Problem. Allein der Umstand, wie dort verfahren wird, sollt zu denken geben. Fragen Sie Ihre Tochter, ob Sie ins Ausland fahren würde um ein Kind auf die Welt zu bekommen oder aber einen Blinddarm operieren zu lassen ? Wieso lässt Sie sich also die Augen dort operieren. Wegen der Kosten ? Das ist sehr kurzfristig gedacht.

 

mfG

 

Dr. Kermani

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