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Femto wirklich besser? Bitte Artikel des IORC kommentieren

PatientenforumFemto wirklich besser? Bitte Artikel des IORC kommentieren
Anonym fragte vor 14 Jahren
Hallo, nach intensiver Recherche im Internet bin ich dann doch etwas durch die sehr unterschiedlichen Aussagen zu dem neuen Femto-Laserverfahren verunsichert. Ich war bei Ihrem Infoabend und dort wurde der Femto als sicherer dargesellt ohne nachteile gegenüber dem bisherigen verfahren (schnitt). ich bin jetzt etwas ratlos…. Was sagen Sie denn zu dem Artikel des IORC: ———— Femto-LASIK: neue Technik, neue Probleme Ausgangssituation Bei der LASIK muss vor der eigentlichen Laserung eine Lamelle von der Hornhaut geschnitten werden, die 100 bis 150 Mikrometer dick ist. Dafür werden gegenwärtig Mikrokeratome genannte Instrumente benutzt, die mechanisch arbeiten. Für die Dauer des Schnittes wird das Auge durch Ansaugung für etwa 20 Sekunden festgehalten. Mit speziell kalibrierten Einmalklingen beträgt die Standardabweichung der Lamellendicke etwa 10 Mikrometer. Gegenwärtige Femtosekunden-Lasertechnik Der Laserschnitt wird durch eng aneinander liegende Mikroexplosionen erzeugt, die alle in einer Ebene und nach einem festen Muster positioniert werden müssen. Dafür muss das Auge natürlich auch festgesaugt werden. Bei einer Wiederholfrequenz des Lasers von 10 kiloHertz dauert dieser Schnitt bei eher schlechter Schnittqualität etwa 100 Sekunden, während derer am Auge ein hoher Überdruck entsteht, der die Durchblutung des Auges zum Stillstand bringt. Damit ist das kritische Feld des Laserschnittes schon umrissen: Für einen Schnitt, der die Qualität des Mikrokeratoms erreicht, braucht man zur Zeit noch mehr als 2 Minuten – deutlich zu lang, da in dieser Zeit das Auge nicht durchblutet wird. Um diese Zeit auf 30 Sekunden, die das Auge gut verträgt, zu reduzieren, müsste die Laserfrequenz auf über100 kiloHertz gesteigert werden. Dies liegt technisch weit ausserhalb des Möglichen bei vertretbar finanziellem Aufwand. Gegenwärtig verfügbare modernste Lasersysteme arbeiten mit nur 20 kiloHertz und der Laserschnitt dauert 60 Sekunden. Der Laserschnitt hat eine schlechte Qualität und muss mit einem Spatel vervollständigt werden. Die oft gelobte Schnittdickenpräzision ist nicht besser als ± 10 Mikrometer. Wir von der IROC arbeiten zur Zeit mit Partnern aus der Industrie an einem verbesserten Lasersystem mit deutlich höheren Frequenzen und neuen Schnittalgorithmen mit dem Ziel einer Schnittqualität, die der von Mikrokeratomen gleichkommt, und einer Behandlungszeit von 30 bis 40 Sekunden. Neue Probleme Neben allen Nebeneffekten, die bei der LASIK auftreten können, ist bei Verwendung des Femtosekundenlasers eine neue Komplikation dazugekommen: das Transient Lightsensitivity Syndrome (TLS). Dabei habe Patienten in bis zu 20% der Fälle ein scharfes Sehvermögen, sind aber extrem lichtempfindlich. Sehr unangenehm ist die Dauer der Beschwerden – im Durchschnitt dauern sie 133 Tage. Mit hochdosierten Kortisontropfen können die Beschwerden gemildert werden. Die starke Lichtstreuung beim TLS kommt wahrscheinlich durch die schlechte Schnittqualität, möglicherweise auch durch eine Reizung der Iris durch die lange Ansaugung zustande. Zusammenfassung Die zur Zeit leider schon am Patienten angewandten Femtosekundenlaser sind noch nicht weit genug entwickelt um klinisch akzeptabel zu sein: entweder wird das Auge zu lange mit überhohem Druck belastet oder die Schnittqualität ist schlecht. Gegenwärtige Kompromisse führen bisher leider zu keinem Vorteil für den Patienten. Prof. Dr. Dr. T. Seiler Dr. H.P. Iseli PD Dr. F. Hafezi Zürich, im Februar 2005
1 Antworten
lberger Mitarbeiter beantwortet vor 14 Jahren
“ Unsere Bilanz nach 12 Monaten Femto-LASIK lesen Sie hier nach: http:www.augenportal.deview.php?nid=1253 Dort finden Sie die PDF zu einem Artikel den Dr. Kermani im Augenspiegel hierzu veröffentlicht hat. Die Kritik in dem Brief ist nicht objektiv abwägend und beruht auch nicht auf eigene Erfahrungen sondern nur auf theoretische Betrachtungen, die in dem aufgeführten Kontext auch nicht frei von Eigeninteressen sind.   MfG   Dr. Kermani „

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