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Refraktive Chirurgie passt die Lichtbrechung im Auge an

Der englische Ausdruck refraction entspricht der deutschen "Lichtbrechung". Die refraktive Chirurgie befasst sich dementsprechend mit Eingriffen, welche die Brechungskraft der Augen des Patienten modifizieren. Hierdurch lässt sich bei Weit- wie auch bei Kurzsichtigkeit die ohne Sehhilfe erreichte Sehkraft deutlich erhöhen. Refraktive Maßnahmen kommen zum Einsatz, um Fälle von Ametropie (gelegentlich als "Fehlsichtigkeit" bezeichnet) zu behandeln.

Refraktive Chirurgie im Lauf der Geschichte

Die Entdeckung, dass sich durch eine Veränderung der Lichtbrechung eine bessere Sehschärfe erreichen lässt, geht bis auf die Erfindung der Brille im 13. Jahrhundert zurück. Augen-OPs, die sich diesen Sachverhalt zunutze machen, existieren jedoch erst seit Beginn des 20. Jahrhunderts. Frühe Verfahren basierten auf mechanischen Einschnitten in der Hornhaut, was diverse Komplikationen mit sich brachte. In den 1980er Jahren wechselte der Fokus der refraktiven Chirurgie hin zur Lasertechnologie, die – nach ausgiebiger Weiterentwicklung – auch heute noch den operativen Standard darstellt.

Refraktive Chirurgie – moderne Behandlungsmethoden

Die laserbasierten Behandlungsverfahren der refraktiven Chirurgie, die heutzutage angewendet werden, lassen sich in drei Gruppen einteilen:

     

  • Bei PRK, LASEK und EPILASIK wird oberflächlich Hornhautgewebe abgetragen, um darunter die Laserbehandlung durchzuführen. Je nach Methode wird das Gewebe entweder permanent entfernt oder nach der Behandlung als eine Art organischer Wundverband wieder auf dem Auge platziert.
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  • Bei einer LASIK hingegen schneidet der Chirurg eine aufklappbare Lamelle in die Hornhaut, unter der anschließend gelasert wird. Bei dieser Vorgehensweise treten in der Regel keine postoperativen Schmerzen auf und der Patient kann innerhalb von kürzester Zeit wieder scharf sehen.
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  • Das vergleichsweise junge Verfahren der Femtosekunden-Lentikelextraktion schneidet mittels eines speziellen Lasers ein Stück des inneren Hornhautgewebes aus. Dieses wird anschließend entfernt, um ein besseres Sehvermögen zu erzielen.
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Neben der Laserbehandlung besteht die Möglichkeit, Implantate in die Augen einzusetzen, die ähnlich wie permanente Kontaktlinsen wirken. Diese können entweder in der vorderen oder in der hinteren Augenkammer platziert werden. In der Regel ergänzen die Implantate die natürliche Augenlinse, in einigen Fällen können sie diese aber auch vollständig ersetzen.

Zu erwartende Effekte und Risiken refraktiver Eingriffe

In vielen Fällen erfahren Patienten, die sich mittels refraktiver Chirurgie behandeln lassen, eine deutliche Verbesserung ihrer Sehstärke – idealerweise auf weniger als 0,5 beziehungsweise -0,5 Dioptrien. Allerdings gibt es viele Faktoren, die das Ausmaß des zu erwartenden Operationserfolgs beeinflussen. Daher sollten sich Patienten in jedem Fall eingehend von ihrem Augenarzt beraten lassen.

Wie bei jedem chirurgischen Eingriff können auch nach einer Augen-OP gewisse unerwünschte Effekte auftreten. Hierzu zählen etwa eine schwächere Sicht bei Dämmerlicht, reduzierte optimale Sehschärfe mit Brille, Infektionen sowie eine permanente Schwächung der Hornhaut. Die Risikofaktoren lassen sich allerdings durch sorgfältige Auswahl der geeigneten Operationstechnik sowie durch die Expertise des behandelnden Chirurgen minimieren.

Phake Intraokulare Zusatz-Implantlinsen (IOL) werden vor die körpereigene Linse in das Auge eingesetzt.

Intraokulare Linsenimplantate (IOL) werden in das Auge eingesetzt.

Die Augenklinik am Neumarkt ist mit dem LASIK-TÜV ausgezeichnet. 
Dieses unabhängige Gütesiegel wird nur an Einrichtungen vergeben, die den höchsten Qualitätsstandards entsprechen. Darüber hinaus ist unser OP-Bereich nach DIN EN ISO 9001:2008 zertifiziert.