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Wie Robotik, Laser und Digitalisierung die Kataraktchirurgie revolutionieren

Die femtosekundenlaser-assistierte Kataraktoperation stellt die modernste Form der operativen Therapie bei einen Grauen Star dar. Eine Kataraktoperation wird durchgeführt, wenn die körpereigene Linse in Folge des Grauen Stars so stark getrübt ist, dass starke Sehkrafteinschränkungen die Folge sind. Dies passiert bei etwa 50% der weltweiten Bevölkerung ab einem Alter von 60 Jahren. In einem kurzen chirurgischen Eingriff von etwa zwanzig Minuten wird die getrübte Linse aus dem sogenannten Kapselsack im Auge entfernt und durch eine künstliche Linse ersetzt.

Unser leitender Arzt Dr. Kermani beleuchtet in seiner Publikation im AugenSpiegel1 die Besonderheiten der Kataraktchirurgie mit dem Femtosekundenlaser. Zwar sei diese Technik mit höheren Kosten und einer etwas längeren Behandlungszeit verbunden, jedoch liegen die Vorteile klar auf der Hand. Die wichtigsten Vorteile sind ein deutlich schonenderes Verfahren für den Patienten, eine Präzision und Reproduzierbarkeit (Wiederholbarkeit) wie Sie die Menschenhand nie erreichen kann und damit verbesserte Resultate insbesondere in Bezug auf die Sehfehlerfreiheit nach dem Eingriff.

Femtosekundenlaser

Behandlungsablauf

Bevor die getrübte Linse entfernt werden kann, muss diese zunächst zerlegt werden. Bei der herkömmlichen Methode geschieht dies mithilfe einer Ultraschallsonde. Durch die Ultraschallenergie wird die Netzhaut des Auges und die Innenschicht der Hornhaut (Endothelzellen) jedoch strapaziert. Die technisch ausgereiftere Alternative zur Ultraschallsonde stellt der Femtosekundenlaser dar. Dieser wird eingesetzt, um den harten Linsenkern innerhalb seiner Kapsel berührungsfrei präzise und schonend zu fragmentieren und zu öffnen. Es werden im Mittel um die 80% weniger Energie im Auge freigesetzt. Die Kapselöffnung ist zudem perfekt rund und auf die zu implantierende Linse optimal abgestimmt.

Die IOL-Implantation erfolgt dann über einen Zugang, der bei der herkömmlichen Variante zunächst durch einen händischen Schnitt des Chirurgen mit Hilfe eines Skalpells herbeigeführt wird. Bei der Femto-Phako wird zunächst ein Bild der Kornea mittels Kohärenztomographie (OCT) erzeugt. Daraus erzeugt das Lasersystem dann ein Design des vom Laser anzulegenden Zugangs. Nach Bedarf wird dieses Design durch den Chirurgen abgeändert und individuell auf das Auge des Patienten angepasst. Der Femtosekundenlaser realisiert im Anschluss die vorher festgelegte Tiefe, Länge, Lokalisation und den speziellen Winkelgrad des Schnittes mit höchster Präzision.

Der genauen Positionierung und dem perfekten Sitz der Linse wird für die finale Sehleistung allgemein eine enorm hohe Bedeutung beigemessen. Die Technik des Femto-Lasers ermöglicht in diesem Zusammenhang eine genaue Vorhersagbarkeit der Ergebnisse und bietet somit eine höhere Sicherheit als die konventionelle Methode. Vor allem moderne IOLs, die durch ihre besonderen optischen Eigenschaften eine Reihe von Vorteilen bieten, wie bspw. die Korrektion bestehender Hornhautverkrümmungen, sind sehr anfällig für Dezentrierungen. Durch eine genaue Berechnung der Breite und Tiefe des Kapselsacks und einer dementsprechenden Anpassung des Femto-Lasers kann die Linsenpositionierung exakt bestimmt werden. Mögliche Komplikationen können so gezielt im Voraus vermieden werden. Im Ergebnis zeigt sich eine zielgenaue Einstellung der Sehstärke des Patienten in der Nähe, sowie in der Ferne.

Zusätzlicher Nutzen

Zusätzlich wird der Femtosekundenlaser auch bei Refraktiv-Patienten im Rahmen der Femto-LASIK genutzt. Ziel ist es, durch die Einbringung von Laserenergie eine Hornhautlamelle (den sogenannten Flap) zu erzeugen, um das darunterliegende Gewebe für die weitere Behandlung offen zu legen. Durch eine genaue Berechnung der Hornhaut und die individuelle Einstellung des Femto-Lasers kann der Flap sehr präzise und schonend ausgeführt werden und ist somit auch für Patienten mit dünner Hornhaut geeignet.

Der Femtosekundenlaser bedient sich modernster Infrarot-Lichtimpulstechnik. Er erreicht, aufgrund der Vorhersagbarkeit der Ergebnisse und der hohen Sicherheit durch die strategische Vermeidung von Komplikationen, zielgenaue refraktive Ergebnisse.

In der Augenklinik am Neumarkt arbeiten wir schon seit 2017 mit dem Femtosekundenlaser und haben bereits über 2.000 Patienten erfolgreich therapiert.

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1Quelle:

Kermani, O. (2012). Femto-Laser in der Katarakt- und IOL-Chirurgie. AugenSpiegel. Ausgabe 6/2012. S. 26-33.

Weltweit gemeinsam gegen vermeidbare Blindheit

Nahaufnahme_Senior_Auge

Heute möchten wir einmal auf eine wichtige und weltweite Aktion aufmerksam machen und zwar auf „VISION 2020 – das Recht auf Augenlicht“.

Die Kampagne beschäftigt sich intensiv mit dem Thema der Blindheit. Weltweit gibt es rund 39 Millionen blinde Menschen. Bei ca. 80 Prozent dieser Menschen hätte man die Sehfähigkeit noch retten können. Das bedeutet, dass durch entsprechende Vorsorge die Blindheit vermeidbar gewesen wäre. Und genau darum geht es bei der Aktion VISION 2020 – die unnötige und vermeidbare Blindheit nachhaltig zu besiegen. Ein erstrebenswertes Ziel! (1)

Wie genau soll das umgesetzt werden?

Zunächst einmal geht es darum, das Bewusstsein für vermeidbare Blindheit zu stärken. So soll für das Thema sensibilisiert werden, indem über Augenkrankheiten und die Behandlungsmöglichkeiten aufgeklärt wird. Jeder Mensch, nicht nur in Deutschland, sollte zudem Zugang zu augenärztlicher Früherkennung und Vorsorgeuntersuchungen haben und die Möglichkeit, nach einem Sehverlust entsprechende Rehabilitationsmaßnahmen zu erhalten. Außerdem wünschenswert wäre eine Steigerung der Investitionen in die ophthalmologische Forschung. So sind zumindest die Forderungen der VISION 2020 an die deutsche Gesundheitspolitik.

In den Entwicklungsländern gestaltet sich dies jedoch etwas schwieriger. Dort sind Sehbehinderungen sowohl Folge als auch Ursache für Armut. Der erste Ansatz ist hier die Aufklärungsarbeit. Essenziell zur Hilfe vor Ort sind Spenden, welche lokale Programme zur Prävention und Behandlung von Blindheitsursachen unterstützen. Durch Kooperationen mit deutschen Kliniken sollen zudem Augenspezialisten vor Ort besser ausgebildet werden. Das langfristige Ziel ist der Ausbau einer flächendeckenden und qualitativen augenmedizinischen Versorgung auch in den ärmsten Ländern.

Status Quo

Ein Blick auf aktuelle Zahlen zeigt, es führt kein Weg vorbei an den Forderungen von VISION 2020.

Dreiviertel der Sehbehinderungen und 55 Prozent der Blindheit weltweit sind von Grauem Star oder unkorrigierter Fehlsichtigkeit verursacht und Augenerkrankungen durch Diabetes sind um 25 Prozent gestiegen. Die International Agency for the Prevention of Blindness (IAPB) verweist außerdem darauf, dass derzeit schon ein Drittel der Weltbevölkerung kurzsichtig ist. Dieser Wert wird aber mit hoher Wahrscheinlichkeit wegen der veränderten Lebensgewohnheiten bis 2050 auf 50 Prozent ansteigen. (2)

Fazit

Mit diesen Zahlen vor Augen gilt es alles daran zu setzen, dass sich Politik, das Gesundheitswesen und jeder Einzelne mit diesem Thema auseinandersetzt und dafür sensibilisiert.

Gerade wir als Augenklinik fordern nachdrücklich, jedem Menschen das Recht auf Augenlicht zu zukommen zu lassen! Wir dürfen täglich erleben, welche Steigerung der Lebensqualität Patienten z.B. nach Abschluss einer Kataraktbehandlung (Grauer Star) erfahren!

Schon Kinder leiden unter dieser Art von Augenerkrankungen, oft in den ärmeren Regionen dieser Welt. Unser Ärzteteam, allen voran unser Dr. Kermani, hat in der Vergangenheit durch Einsätze vor Ort das Leiden der Kleinsten und Schwächsten unserer Gesellschaft lindern können.

Darum werden wir auch weiterhin unseren Teil dazu beitragen, indem wir immer wieder auf das Thema aufmerksam machen werden, über Augenkrankheiten und Behandlungsmöglichkeiten ausführlich informieren und Ärzte ohne Grenzen unterstützen.

1) Quelle Zahlen: www.vision2020deutschland.de

2) Quelle Zahlen: www.iapb.org

Für die Durchführung einer LASIK Behandlung muss zunächst geprüft werden, ob die LASIK für Sie die richtige Methode der Sehfehlerkorrektur ist. Dies passiert bei verschiedenen Messungen im Rahmen eines Voruntersuchungstermins in unserem Haus. Sind Sie mindestens 18 Jahre alt und die Messungen weisen folgende Werte auf,  ist eine LASIK i.d.R. durchführbar.

  • Kurzsichtigkeit bis -8 dpt (Grenzbereich bis -10 dpt)
  • Weitsichtigkeit bis +4 dpt (Grenzbereich bis 6 dpt)
  • Hornhautverkrümmung bis 6 dpt (Grenzbereich bis +4 dpt)

Diese Werte werden durch die Kommission Refraktive Chirurgie (KRC) des Berufsverbandes der Augenärzte Deutschlands e.V. (BVA) und der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) vorgegeben (http://www.aad.to/krc/qualit.pdf)

Haben Sie sich dann für die Behandlung entschieden, wird zunächst ein Termin zur Voruntersuchung vereinbart, bei dem Ihr Auge individuell und hochpräzise in mehreren Schritten vermessen wird. Nach dem persönlichen Gespräch und der detaillierten Aufklärung durch einen unserer Fachärzte, wird auf Ihren Wunsch die OP terminiert.
Der Eingriff an sich dauert nur wenige Minuten. Durch eine lokale Betäubung in Tropfanästhesie ist die LASIK zudem vollkommen schmerzfrei.

 

Doch was genau passiert eigentlich bei dem Eingriff?

 

Bevor es losgeht wird ein Interface auf das Auge aufgesetzt, damit es während des Eingriffes  nicht zu unkontrollierten Bewegungen kommen kann. Der eingesetzte Lidhalter ermöglicht dem Operateur einen einfachen und freien Zugang an das zu operierende Auge.

Dann erfolgt der eigentliche Eingriff. Zunächst wird eine Hornhautlamelle, der sogenannte Flap, erzeugt. Dies geschieht durch einen Femtosekundenlaser, der durch seine spezielle Technik hochpräzise Ergebnisse erzielt.

Durch das Einbringen der Laserenergie in einer definierten Hornhauttiefe ist die Flap-Geometrie genau vorhersagbar – auch bei sehr dünner Hornhaut. Auf diese Weise können Komplikationen gezielt im Voraus vermieden werden.

Der erzeugte Flap wird dann aufgeklappt, damit im nächsten Schritt mit einem weiteren Laser, einem Eximer-Laser, das individuelle Ablationsprofil in das darunter liegende Hornhautgewebe gelasert werden kann.

Das Abtragen der Hornhaut in der im Vorfeld präzise berechneten Form verbessert die optischen Eigenschaften des Auges. So wird die gewünschte optimale Lichtbrechung erzielt.

Anschließend wird das gelaserte Areal gespült, der Flap zurück geklappt und verwächst sich dort wieder mit der Hornhaut.

Nach der Behandlung sollte das Auge geschont werden. Dazu bekommen Sie von uns eine Maske, die das Auge angenehm kühlt, sowie Augentropfen, die die Regeneration unterstützen. Bereits am nächsten Tag ist der Erfolg der Behandlung festzustellen. 100% Sehkraft – und das ganz ohne Brille.

Weitere Informationen rund um die Femto-LASIK, sowie die Abläufe am Voruntersuchungstag, dem OP-Tag und dem Tag der Nachkontrolle finden Sie hier.

Sie sind sich noch unsicher und wünschen eine persönliche Beratung? Wir helfen Ihnen gerne und beantworten alle Ihre Fragen. Sie erreichen uns wie gewohnt telefonisch unter 0221 650 7220.

Blog_Kontaktlinsen

Grundsätzlich gilt, dass das Tragen von Kontaktlinsen eine sichere und wirksame Methode der Sehkorrektur ist. In Zeit in den wir allerdings darauf achten, einen möglichst hohen Hygienestandard einzuhalten, stellt sich natürlich die Frage, ob für Kontaktlinsen-Träger ein erhöhtes Infektionsrisiko besteht und welche Maßnahmen beachtet werden sollten. Im Nachfolgenden möchten wir Ratschläge geben, um das richtige Tragen und die richtige Pflege von Kontaktlinsen auch während der Corona-Krise zu gewährleisten.

Halten Sie eine gute Hygiene ein

Kontaktlinsenträger sollten beim Umgang mit Kontaktlinsen stets auf eine gute Hygiene achte. Beim Einsetzen und Herausnehmen der Linsen berühren Sie ihr Gesicht und ihre Augen. Über diese Berührungen können sich die Keime verbreiten.

Anatomie_Corona

Achten Sie auf richtiges Händewaschen

Wenn man Kontaktlinsen oder eine Brille trägt, sollte man sich die Hände mindestens 20 Sekunden lang sorgfältig und gründlich mit Wasser und Seife waschen und anschließend mit unbenutzten Papiertüchern abtrocknen. Dies sollte vor jedem Einsetzen und Herausnehmen von Kontaktlinsen erfolgen. Es sollte vermieden werden, das Gesicht, einschließlich Augen, Nase und Mund, mit ungewaschenen Händen zu berühren.

Desinfizieren Sie Kontaktlinsen

Achten Sie auch unbedingt darauf, dass Sie Ihre Tageslinsen vor dem Schlafen gehen entsorgen. Sollten Sie Montas- oder Wochen-Linsen nutzen, desinfizieren Sie diese regelmäßig und beachten hier bitte die Anweisungen des Herstellers.

Setzen Sie das Tragen von Kontaktlinsen bei Krankheit aus

Sollten sich an einer Erkältung oder an grippeähnlichen Symptomen erkrankt sein, stellen Sie das Tragen von Kontaktlinse bitte ein.

Alternative Möglichkeiten zur Sehfehlerkorrektur

Sie wollen auf das Tragen von Kontaktlinsen verzichten und auch dauerhaft keine Brille mehr tragen? Dann gibt es die Möglichkeit einer dauerhaften Sehfehlerkorrektur durch eine Augenlaserbehandlung. An der Augenklinik am Neumarkt führen wir bereits seit über 25 Jahren Augenlaserbehandlungen durch und bieten unseren Patienten neben jahrelanger Erfahrung auch modernste Technologie und die neusten Verfahren an. Zu den beliebtesten Verfahren der operativen Sehfehlerkorrektur gehört die Femto-LASIK Methode. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Augenlaserzentrum.

Unser Team berät Sie gerne ausführlich Vorort, vereinbaren Sie gerne einen unverbindlichen Beratungstermin.

Oft stellen Patienten die Frage, warum sich Augenärzte eigentlich nicht lasern lassen und stattdessen selbst häufig eine Brille tragen. Wir können sagen, dass stimmt so nicht – Denn bei uns wurde unser Klinikleiter und Augenarzt Dr. Kermani selbst zum Patienten und hat sich in unserer Klinik einer Augenlaser-Operation unterzogen. Am Tag seiner Operation hatte Dr. Kermani zuvor noch wie gewohnt seine eigenen Patienten behandelt und gelasert, bevor er sich dann als letzter Patienten des Tages selbst unter den Laser gelegt hat.

Durchgeführt wurde eine Femto-LASIK Behandlung mit einer Monovision. Das heißt, dass die Augen jeweils auf unterschiedliche Distanzen eingestellt werden. Das eine Auge wird für das Sehen in der Ferne korrigiert, das andere Auge für das Sehen in der Nähe. Durch die Maßnahme lässt sich hervorragend die Altersweitsichtigkeit behandeln.

Nach der Operation konnte unser Klinikleiter direkt ohne Brille scharf sehen. Ein komplett neues Lebensgefühl! Den gesamten Erfahrungsbericht könnt ihr hier sehen:

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Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin Reker!

Ich wende mich mit einem Appell an Sie. Als Arzt und Bürger treibt mich natürlich auch die Frage um, wie kommen wir aus der gegenwärtigen Krise wieder heraus? Alle wissen: Wir müssen die Ausbreitung des Corona Virus wirksam aufhalten. Gegenwärtig steckt jeder Infizierte zwei gesunde Personen an. Wenn es uns gelingt, diese Zahl zu halbieren, dann haben wir die exponentielle Zunahme der Erkrankungen gestoppt.

Wie soll das gelingen?

Die bisherigen Maßnahmen greifen nicht. Es sei denn, es kommt zum totalen Shutdown und Ausgehverbot wie in Mailand oder Madrid. Es gibt nur eine einzige Chance, die wir haben, das zu umgehen. Die Oberbürgermeisterin und die Stadt Köln müssen dafür sorgen, dass das Tragen von Atemschutzmasken (Stoff, Papier, FFP2) im öffentlichen Raum per Verordnung für alle Bürger verpflichtend wird.Für uns in der täglichen medizinischen Praxis ist das selbstverständlich.
Augen- und HNO-Ärzte sind die am stärksten betroffenen Berufsgruppen in Wuhan gewesen. Zahnärzte nicht. Die sind es von je her gewohnt, sich mit Maske und Brille zu schützen. Wir mussten das erst lernen. Heute ist es normale Praxis und nur so können wir die Versorgung unserer Patienten sicherstellen. Die Politiker und Meinungsbildende streuen den Bürgern Sand in die Augen, wenn sie jetzt von Exit-Strategien faseln. Sie haben keine Ahnung, was da auf uns zu kommt. In zwei bis vier Wochen wird da kein Mensch mehr von reden. Da zählen wir die Toten wie in Italien und Spanien.

Handeln Sie bitte jetzt. Werden Sie initiativ. Beraten Sie sich mit Ihrem Expertenteam. Recherchieren Sie und Sie werden die These bestätigt sehen. Länder, die konsequent im öffentlichen Raum das Tragen von Schutzmasken vorgeschrieben haben, sind deutlich unbeschadeter durch die Krise gegangen. Warum soll das, was für uns Ärzte gilt, nicht auch für den einfachen Bürger gelten? Die Maske ist der wirksamste Schutz.

Ich appelliere an Sie, Frau Reker. Prüfen Sie meinen Vorschlag und wenn Sie zu dem Ergebnis kommen, dass da etwas dran ist, dann nutzen Sie Ihre Chance und werden Sie initiativ. Geben Sie den Menschen die Hoffnung auf Normalität zurück und gehen Sie mit gutem Beispiel voran. Sie und der Stadtrat können zum Vorbild werden für ein ganze Stadt. Das ist etwas ganz konkretes und einfaches. Die Bürger sind bereit, Ihrem Beispiel zu folgen,wenn es ein Stück weit zur Normalität führt. Im übrigen ist es für Sie ganz persönlich der wirksamste Schutz. Sie reisen viel, Sie treffen viele Menschen. Tun Sie es für sich und für die Bürger dieser Stadt.
Wir haben die Wahl.
Freiheit und Bürgerrechte mit Maske oder Isolation und wirtschaftlicher Niedergang ohne Maske.
So einfach ist das.

Dr. med. Omid Kermani,
Augenklinik am Neumarkt,
MVZ Artemis Köln Dres. Kermani & Gerten GmbH

Wie schädlich ist Virtual Reality dauerhaft für die Augen? Was passiert, wenn man 48 Stunden in Virtual Reality verbringt? Kann man in Virtual Reality leben? Diese Fragen hat sich der erfolgreiche YouTuber Marius Angeschrieben gestellt, und will diese Fragen in einem ultimativen Selbsttest beantworten.

Dr. Kermani und das Team der Augenklinik am Neumarkt hat den Selbstversuch begleitet und aufgepasst, dass das Experiment nicht „ins Auge geht“.

Die Vorbereitungen & die Voruntersuchung

Bevor das Experiment starten kann, müssen erst einmal alle Vorbereitungen getroffen werden. Von der Anschaffung eines VR Headsets bis zur Ausmessung des Raums mittels spezieller Sensoren.  Außerdem wollen wir ja wissen, wie sich VR auf die Gesundheit unserer Augen auswirkt. Dafür hat Marius uns in der Klinik besucht und zahlreiche Messungen und Tests mitgemacht. Wir wollen schauen, wie sind die Wert vorher und nachher. Außerdem hat unser Klinikleiter Dr. Kermani im Vorfeld noch mit Marius alle Gefahren und Risiken besprochen.

Die Vorbereitungen und den Besuch in unserer Klinik hat Marius natürlich mit seiner Kamera begleitet, und könnt ihr euch hier ansehen:

Video: Kann man in Virtual Reality leben?

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Los geht´s – Das Experiment kann starten

Alle Vorbereitungen sind abgeschlossen. Es kann losgehen. Nachdem sich Marius an seine neue Umgebung gewöhnt hat, und auch gelernt hat, wie es mit dem Essen und Trinken in der Virtual Reality klappt, wurden alle 2 Stunden ein Gesundheitscheck gemacht. Neben dem Puls und Blutdruck wurden auch Symptome wie Kopfschmerzen, Übelkeit und Schwindel dokumentiert.

Nach 32 Stunden war Schluss

Die ersten 24 Stunden gingen gut, doch dann kam langsam die Wendung. Die Schmerzen in den Augen wurden zu stark, das Experiment musste vorzeitig abgebrochen werden. Auf Grund der zu hohen Lichtbelastung, ist es zu einer Verblitzung der Augenoberflächen mit typischen Symptomen gekommen. Sandkorngefühl, Brennen, Tränenfluss und Lidkrämpfe sowie Lichtscheu. Das allgemeine Befinden war zudem mies und Schwindel und Übelkeit nahmen zu.

Unser Fazit: 1 Stunde am Tag mit der VR Brille, mehr solltest Du deinen Augen nicht zumuten!

Die Eindrücke aus dem Experiment und den abschließenden Besuch in unserer Klinik könnt ihr euch hier ansehen:

Video: 48H in Virtual Reality leben – Das ist passiert

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astronaut

Viele Astronauten, die nach langen Missionen im Weltraum zur Erde zurückkehren, weisen eine Herabsetzung der Sehleistung auf. Tritt keine Besserung der Beschwerden ein, kann dies im schlimmsten Fall zu einer Erblindung führen.

Nach jahrelangen Spekulationen und Studien glauben die Forscher nun, die Ursache endlich gefunden zu haben: Die Flüssigkeit, die das Gehirn umgibt, sammelt sich an Stellen an, an denen sie sich nicht ansammeln sollte, und verursacht offensichtlich eine dauerhafte Abflachung des Augapfels.

Die Erkrankung wird als VIIP-Syndrom (visual impairment and intracranial pressure syndrome) bezeichnet und tritt bei fast zwei Drittel der Astronauten auf, die längere Zeit im Weltall verbracht haben.

Die NASA identifizierte das mysteriöse Syndrom erstmals, als die Sehkraft des Astronauten John Phillips nach sechs Monaten im Orbit von 100% auf 20% sank.

Spezielle diagnostische Untersuchungen ergaben, dass die Augäpfel des Astronauten flacher geworden waren, wodurch sich die Blutversorgung der Sehnerv herabgesetzt  wurde oder aber auch entzündliche Prozesse den Sehnervenkopf in Mitleidenschaft gezogen haben Die Augenärzte der NASA wussten, dass etwas den Druck auf die Augen der Astronauten erhöhte, konnten die Ursache aber nicht ganz genau bestimmen. Die führende Theorie ist, dass dies mit der Umverteilung von vaskulären Flüssigkeiten (Blut und Lymphe) in der Mikrogravitation zusammenhängt.

Will man also Astronauten auf lange Reisen schicken, z.B. zum Mars, dann wird wahrscheinlich man nicht umhin kommen das Raumschiffinnere mit einer künstlichen Schwerkraft auszustatten.

Lumithera-AMD.png

Was ist die trockene altersbedingte Makuladegeneration?

Bei der trockenen altersbedingten Makuladegeneration (kurz auch AMD) kommt es zur einer altersbedingten Veränderungen der unter der Netzhaut liegenden Gewebeschichten, welche wichtig für die Ernährung und Sauerstoffversorgung der Netzhaut sind. Auf Grund der wichtigen Funktion dieser Gewebeschichten kommt es schleichend zu krankhaften Veränderungen der Netzhaut selber. Durch die Veränderung kommt es zu einem langsamen Funktionsverlust der Photorezeptoren. Der Betroffene sieht Jahr für Jahr schlechter. Nach einigen Jahren kann die Erkrankung zu einem bleibenden Verlust der zentralen Sehschärfe führen. Bei 15% der Erkrankten entwickelt sich aus der trockenen AMD die gefürchtete feuchte AMD.

Wie häufig ist die trockene AMD?

In der Gruppe der 60- bis 70-Jährigen sind 5% erkrankt. Von den 70- bis 80-Jährigen leiden 10% an einer trockenen altersbedingten Makuladegeneration. Und bei den über 80–Jährigen sind es bereits 20%.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Bisher konnte einzig die Einnahme bestimmter Nahrungsergänzungsmittel empfohlen werden. Diese Vitamin- und Mineralstoffkombinationen konnten das Fortschreiten der Erkrankung jedoch nur verlangsamen. Eine Stabilisierung des Befundes oder gar eine Sehverbesserung konnte damit nicht erreicht werden.

Was ist die Lumithera-Therapie der trockenen AMD?

Durch eine Behandlung der Netzhaut mit definierten Wellenlängen des natürlichen Spektrums wird die Stoffwechselaktivität der Zellkerne der Sinneszellen erhöht. Die verwendeten Wellenlängen verstärken die Leistung der Mitochondrien. Die Mitochondrien stellen sozusagen die „Kraftwerke“ einer jeden Zelle dar und ihre Funktion ist entscheidend für die Gesundheit und Funktionsfähigkeit der Zelle.

Wie läuft die Behandlung mit der Lumithera-Therapie ab?

Bei der Behandlung schaut die Patientin oder der Patient für knapp 5 Minuten in eine Lichtquelle, die die Netzhaut mit wechselnden, definierten Wellenlängen beleuchtet. Ein Weitstellen der Pupille mit Augentropfen ist nicht erforderlich. Diese Behandlung erfolgt 9-mal innerhalb von 3 – 4 Wochen. Sollen beide Augen behandelt werden, so kann dies am gleichen Tag geschehen.

Welche Verbesserung bringt die Lumithera-Therapie?

Studien belegen, dass die Behandlung mit dem Lumithera-System zu einer Verbesserung der Sehkraft um ca. 10% führen kann. Die Netzhaut wird stabilisiert. Die Wirkung zeigt sich bereits 3 Wochen nach Beginn der Therapie und hält für etwa 6 Monate an. Eine Wiederholung der Therapie nach 6 Monaten führt zu einer erneuten Sehverbesserung.

In der Augenklinik am Neumarkt bieten wir diese neue Therapie zur Behandlung der altersbedingten Makuladegeneration an. Sollten Sie an einer trockenen AMD leiden und Interesse an dieser Therapie-Form haben, dann sprechen Sie uns gerne an – direkt vor Ort oder telefonisch unter 0221-650722-0.

Dr. Birgit Böhm - Ein neuer Therapieansatz bei trockener AMD | Adventssymposium 2019

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Gorilla_Zoo_Sandiego.jpg

Die Anatomie des Auges beim Menschen und Gorilla sind sich sehr ähnlich, sodass Mediziner in den USA bei einem Gorillaweibchen den Grauen Star erfolgreich operativ behandeln konnten.

Beim Grauen Star, auch Katarakt genannt, kommt es zu einer Trübung der Linse im Auge. In Folge dieser Linsentrübung kommt es zu einer starken Beeinträchtigung beim Sehen. Beim Menschen tritt diese Krankheit üblicherweise erst im hohen Alter auf und lässt sich gut behandeln. Auch Tiere können an einem Grauen Star erkranken, so auch das 3 Jahre alte Gorillaweibchen im Zoo von San Diego, bei der die Erkrankung vermutlich durch eine Verletzung ausgelöst wurde.

Was beim Menschen zu einem der häufigsten medizinischen Eingriffe gehört, ist bei einem Gorilla eher eine Seltenheit. Der behandelnden Augenarzt Dr. Heichel hat diesen Eingriff bereits mehrere tausend Mal beim Menschen durchgeführt, aber noch nie zuvor bei einem Gorilla. Dr. Heichel berichtet, dass die Operation ohne Komplikationen verlief und Gorilla-Dame Leslie gute Chancen hat, für den Rest ihres Lebens gut zu sehen.

myopie_kinder

Kurzsichtigkeit oder Myopie ist eine angeborene oder erworbene Fehlsichtigkeit des Auges. Bei Kindern, die unter Kurzsichtigkeit leiden, ist der Augapfel zu lang. Dadurch liegt der Brennpunkt des Auges nicht genau auf der Netzhaut, sondern davor. Beim Kind sowie auch beim Erwachsenen entsteht dadurch ein unscharfes Bild auf der Netzhaut. Objekte in der Nähe sind klar erkennbar, Gegenstände die weiter weg sind, werden mit zunehmender Entfernung jedoch immer unschärfer.

In welchem Lebensalter entsteht Kurzsichtigkeit?

Die meisten Kinder sind bis zum Ende des Kindergartens normalsichtig oder leicht weitsichtig. Häufig beginnt die Kurzsichtigkeit bei Kindern nach dem Schulbeginn zwischen dem 6. bis 15. Lebensjahr. Hierbei handelt es sich um eine sogenannte „Schulmyopie“. Zum Ende der Grundschulzeit sind in Deutschland aktuell ca. 15% aller Kinder kurzsichtig.

Welche Arten von Kurzsichtigkeit gibt es?

Im Kindesalter wird in 90% der Fälle eine Achsenmyopie diagnostiziert. Hierbei ist der Augapfel genetisch bedingt verlängert, der Brennpunkt des Auges liegt zu weit vorne. Da sich die Symptome meistens im schulpflichtigen Alter bemerkbar machen, spricht man in diesem Zusammenhang oft auch von einer Schulmyopie.

Deutlich weniger verbreitet ist die Brechungsmyopie. Die Länge des Augapfels ist normal, die Brechkraft der Hornhaut und Linse sind jedoch zu stark. Auch hier liegt der Brennpunkt vor der Netzhaut und es wird ein unscharfes Bild erzeugt.

Je früher die Kurzsichtigkeit bei Kindern beginnt, desto höher sind die erreichten Endwerte im Erwachsenenalter. Die Wahrscheinlichkeit für ein Kind kurzsichtig zu werden, steigt auch mit der Anzahl der kurzsichtigen Eltern. Es kommt jedoch auch häufig vor, dass Kinder kurzsichtig sind, obwohl keine familiäre Prädisposition vorliegt. Hier können insbesondere Umweltfaktoren und Lifestyle des Kindes eine große Rolle spielen.

Ist Kurzsichtigkeit gefährlich?

Je höher die Kurzsichtigkeit, umso länger ist das Auge und entsprechen sind die Netzhaut und Aderhaut stark verdünnt. Das Risiko für eine Netzhautablösung oder degenerative Netzhautveränderung nimmt zu. Darüber hinaus besteht ein erhöhtes Risiko für eine frühere Linsentrübung (Grauer Star) oder einen zu hohen Augendruck (Glaukom).

Kann man die Kurzsichtigkeit beeinflussen oder hemmen?

Ist das Auge länger gewachsen als normal (normale Augenlänge 23,5 mm), so behält es für den Rest des Lebens diese Länge bei. Zur Prävention der Myopie gibt es einige Möglichkeiten, um das Fortschreiten der Kurzsichtigkeit im Jugendalter zu verringern oder im Idealfall zu hemmen. Das betrifft insbesondere die Altersgruppen zwischen 6 – 15 Jahren, in denen die Myopie am schnellsten fortschreitet. Folge Maßnahmen können Kinder nutzen, um dem Fortschreiten der Myopie-Progression vorzubeugen:

  • Vermehrtes Nutzen von Helligkeit und Tageslicht
  • Lesedauer verkürzen und Pausen einlegen
  • Auf einen Leseabstand von mindestens 30 cm achten
  • Brillenkorrektur (Bifokale und Gleitsichtgläser)
  • Orthokeratologie (spezielle formstabile Kontaktlinsen)
  • Multifokale Kontaktlinse
  • Medikamente (Atropin 0,01%)

Myopie-Prophylaxe durch niedrig dosierte Atropin-Augentropfen

Aktuell ist die Behandlung mit 0,01% Atropin-Augentropfen die sinnvollste Form, um dem Fortschreiten der Kurzsichtigkeit entgegenzuwirken. Das bestätigt auch der Bundesverband der Augenärzte (BVA) Deutschland und die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG).

Der Myopie-Progression mindernde Effekt von Atropin-Augentropfen ist seit über 100 Jahren bekannt. Zwei Metaanalysen und eine groß randomisierte klinische Studie belegen, dass allabendlich getropftes Atropin in niedriger Dosierung von 0,01% das Fortschreiten der Kurzsichtigkeit signifikant mindert.

Basierend auf den umfangreichen Studien, wird daher empfohlen, Kindern jeden Abend einen Tropfen der Atropin-Lösung in beide Augen zu geben. Der empfohlene Zeitraum für die Therapie liegt aktuell bei 2 Jahre und kann je nach Ergebnis weitergeführt werden.

Sollten Sie Interesse an dieser Therapieform für Ihr Kind haben, sprechen Sie uns gerne an. In unseren Praxen wird die Therapie bereits angewendet. Unser Ärzteteam berät Sie gerne.

trockene Augen

Trockene Augen, häufig auch Sicca-Syndrom genannt, gehören zu den verbreitetsten Augenerkrankungen. Meist werden sie verursacht, wenn die Augen mit zu wenig Tränenflüssigkeit benetzt werden. Ca. 20% der Bevölkerung sind davon betroffen, wobei die Symptome mit fortschreitendem Alter zunehmen. Folge sind dann gerötete, schmerzende oder besonders empfindliche Augen.

Unser Tränenfilm hat eine wichtige Aufgabe

Der Tränenfilm ist ein wichtiger Bestandteil unserer Augen. Dank ihm wird unsere Hornhaut geschützt und feucht gehalten, sodass ein Austrocknen verhindert wird. Das ist wichtig, damit die Hornhaut ihre Struktur und optische Eigenschaft beibehält. Außerdem schützt der Tränenfilm vor äußern Krankheitserregern und mindert so das Infektionsrisiko erheblich.

Produziert wird die Flüssigkeit, bestehend aus einer fettigen und wässrigen Schicht, in unseren Tränendrüsen und mit Hilfe unserer Augenlider gleichmäßig im Auge verteilt. Ab der 3. Lebenswoche produzieren wir täglich 1 Gramm der Flüssigkeit, die hilft unsere Augen zu schützen.

Veränderung des Tränenfilms 

Verändert sich der Tränenfilm, hat dies starke Auswirkungen auf unsere Augen und unser Wohlbefinden. Häufig hat dies zur Folge, dass wir unter sogenannten trockenen Augen leiden.

In den meisten Fällen werden trockene Augen durch eine mangelhafte Funktion der Meibom-Drüsen verursacht. Diese Drüsen sind verantwortlich für die Absonderung der Lipidschicht. Wird diese Fettschicht dünner, verschwindet sie nach wenigen Sekunden von der Oberfläche. Die wässrige Schicht darunter ist dann nicht mehr geschützt und verdunstet schnell.
Eine weitere Ursache kann darin liegen, dass zu wenig Tränenflüssigkeit produziert wird und das Auge austrocknet. In beiden Fällen ist unsere Hornhaut dann nicht mehr ausreichend geschützt, Krankheitserreger können eindringen und Entzündungen entstehen.

Symptome bei trockene Augen

Meisten äußern sich die Symptome in geröteten Augen und einem unangenehmen brennenden Gefühl. Wenn Sie Kontaktlinsen tragen, ist dies dann besonders unangenehm und wird erschwert.

Grundsätzlich können wir in folgende „sichtbare“ und „gefühlte“ Symptome unterscheiden.

Sichtbare Symptome 

  • Gerötete Augen, durch erweiterte Blutgefäße in der Bindehaut
  • Verstärkt tränende Augen
  • Geschwollene Augenlider
  • Absonderlicher Tränenfluss und verklebte Augenlider

Gefühlte Symptome 

  • Sandkorngefühl, unangenehmes Druck- oder Fremdkörpergefühl
  • Brennendes und juckende Augen
  • Trockenheitsgefühl
  • Übermüdete und angestrengte Augen
  • Lichtempfindlichkeit und Sehstörungen

Das können Sie tun, um Ihren Augen zu helfen

Frische Luft tut unseren Augen gut. Wenn Sie den ganzen Tag im Büro vorm Bildschirm sitzen, denken Sie dran, regelmäßig zu lüften. Gönnen Sie Ihren Augen auch immer mal wieder eine Pause besonders, wenn Sie viel Zeit vorm Bildschirm verbringen. Hier kann es schon helfen, wenn Sie aus dem Fenster schauen und kräftig mit den Augen blinzeln. Vermeiden sollten Sie unbedingt direkte Zugluft, sei es im Sommer der Ventilator oder beim Autofahren die trockene Luft der Autoheizung. Beides schadet enorm.

Einen großen Einfluss auf unsere Augengesundheit hat auch unsere Ernährung. Daher sollten Sie darauf achten, täglich 2 Liter Wasser zu trinken und ausreichend Vitamine, ungesättigte Fettsäuren, Spurenelemente wie Zink und Selen und Pflanzenstoffe wie Lutein und Zeaxanthin zu sich zunehmen. Viele davon finden Sie in Fisch und grünem Gemüse.

Schnelle Hilfe bei trockenen Augen 

Die oben genannten Maßnahmen helfen die Symptome zu lindern und sollten auch vorbeugend eingehalten werden. Schnelle Hilfe bei trockenen Augen bieten Ihnen feuchtigkeitsspendende Augentropfen. Hierbei handelt es sich um Tränenersatzmittel, die eine beruhigende und lindernde Wirkung haben. Die feuchten Augentropfen ergänzen oder stabilisieren die Tränenflüssigkeit im Auge, sodass das

Trockenheitsgefühl im Auge schnell reduziert. Sollte sich der Zustand Ihrer Augen, trotz der regelmäßigen Nutzung von Augentropfen, verschlechtern, dann ist es ratsam einen Augenarzt aufzusuchen. Möglicherweise liegt eine andere Erkrankung vor, die eine schnelle Behandlung erfordert.

Von IGeL-Leistungen hat wahrscheinlich jeder Patient schon einmal bei einem Arztbesuch gehört. IGeL steht für Individuelle Gesundheitsleistung. Anders formuliert handelt es sich hierbei um sogenannte Selbstzahler-Leistungen. Also um Leistungen, die ein Patienten beim Arzt in Anspruch nehmen kann, aber selbst bezahlen muss, da die Kosten von der gesetzlichen Krankenversicherung nicht übernommen werden.

Auch beim Augenarzt gibt es eine Auswahl an IGeL-Leistungen. Die meisten dieser Leistungen dienen zur Vorsorgeuntersuchung des Auges, also zur Früherkennung von Augenerkrankungen wie beispielsweise einem Glaukom oder der altersbedingten Makuladegeneration (AMD). Durch die Vorsorgeuntersuchungen sollen Krankheiten frühzeitig zu erkannt und somit bestmöglich behandelt werden.

Im Folgenden finden Sie eine Übersicht über die Selbstzahler-Leistungen, die Sie üblicherweise beim Augenarzt in Anspruch nehmen können.

Glaukom-Früherkennung 

Beim Glaukom, auch Grüner Star genannt, kommt es zu einer Schädigung des Sehnervs und der Netzhaut. Häufig tritt diese Erkrankung erst nach dem 40. Lebensjahr auf. Das Risiko nimmt mit fortschreitendem Alter zu. Die Krankheit verläuft meist schleichend. Unbehandelt führt ein Glaukom zu einem Verlust der Sehkraft, daher ist eine frühzeitige Erkennung von Symptomen entscheidend.

Messung des Augeninnendruckes und Untersuchung des Sehnervs

Ein Indikator zur Früherkennung des Glaukoms ist ein erhöhter Augeninnendruck. Daher wird im Zuge der Vorsorgeuntersuchung eine einfache Messung des Innendrucks im Auge vorgenommen. Alleine der Augeninnendruck reicht jedoch nicht aus, um ein Glaukom festzustellen oder ein Risiko zu identifizieren. Sinnvoll sind weitere Untersuchgen des Sehnervs durch eine Augenspiegeluntersuchung und gegebenenfalls auch eine Gesichtsfelduntersuchung. Sind die Untersuchungen ohne Befund, so reicht eine erneute Kontrolle nach 3-5 Jahren aus.

Die Kosten für die Glaukom-Früherkennung liegen zwischen 15 und 40 Euro. Da es sich um eine IGeL Untersuchung handelt, müssen Patienten die Leistung in der Regel selbst bezahlen.

AMD-Früherkennung

Bei der altersbedingten Makuladegeneration, auch kurz AMD genannt, kommt es altersbedingt zur Veränderungen der unter der Netzhaut liegenden Gewebeschichten. Da diese Schichten wichtig für die Ernährung und Sauerstoffversorgung der Netzhaut sind, kommt es schleichend zu krankhaften Veränderungen der Netzhaut selber. Dieses führt zu einem langsamen Funktionsverlust der Photorezeptoren. Das Sehen wird Jahr für Jahr schlechter. Nach einigen Jahren kann die Erkrankung zu einem bleibenden Verlust der zentralen Sehschärfe führen. Daher gilt, je früher die Krankheit erkannt wird, desto besser. Eine rechtzeitige Diagnose erhöht die Chance für eine frühe und erfolgreiche Behandlung enorm.

Netzhaut-Check zur Früherkennung 

Durch einen ausführlichen Netzhaut-Check kann Ihr Augenarzt mittels einer gezielten Untersuchung des Augenhintergrundes feststellen, ob Veränderungen in der Netzhaut vorliegen. Als IGeL-Leistung bietet er in diesem Zusammenhang ein OCT (optische Kohärenztomografie) an. Das OCT nimmt mit Hilfe von diagnostischen Laserstrahlen hochauflösende Schnittbilder des Augenhintergrundes auf. Die Aufnahmen bieten dem Augenarzt einen detaillierten Einblick in die feinen Strukturen des Gewebes am hintern Augenabschnitt. Er erhält Informationen über die Dicke der Netzhaut sowie darüber, ob sich Wassereinlagerungen im Gewebe der Netzhaut befinden. Ein wichtiges diagnostisches Kriterium bei der feuchten AMD.

Die Leistungen im Rahmen des Netzhaut-Checks werden leider nicht von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen. Die Kosten für die Untersuchung liegen zwischen 80 – 110 Euro und müssen i.d.R. vom Patienten getragen werden.

Sind IGeL-Leistungen sinnvoll?

Häufig haben IGeL-Leistungen einen schlechten Ruf und werden von Patienten direkt abgelehnt. Auch wenn die oben aufgeführten Leistungen bislang nicht von der Krankenkasse übernommen werden, sind sie dennoch sinnvoll und können bei der Früherkennung von Krankheiten helfen. Je früher Krankheiten erkannt werden können, desto besser können Sie behandelt werden.

Dennoch sollten Sie immer für sich persönlich entscheiden, ob Sie die Leistung in Anspruch nehmen möchten. Lassen Sie sich ausführlich von Ihrem Arzt über die IGeL aufklären, welche Vorteile diese bringt und welche Konsequenz es haben könnte, wenn Sie diese nicht in Anspruch nehmen. Sie haben auch die Möglichkeit sich bei Ihrer Krankenkasse zu informieren, ob es ggf. Alternativen gibt, die der IGeL entsprechen. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen und überlegen Sie bei Bedarf nochmal in Ruhe zu Hause.

Sollte bei der Vorsorgeuntersuchung ein positiver Befund vorliegen, übernimmt die Krankenkasse häufig die Kosten, wenn Sie eine Vorsorgeuntersuchung im Rahmen der IGeL-Leistung nutzen. Wichtig dafür ist, dass Sie eine Rechnung über die in Anspruch genommene Leistung haben. Daher sollten Sie immer daran denken, sich eine Rechnung ausstellen zulassen.

Noch ein kleiner Tipp: Sollten Sie über eine private Zusatzversicherung verfügen, übernehmen diese auch häufig die Kosten der Selbstzahler-Leistungen.

Augenlasern_steuer_absetzen

Den Traum von einem Leben ohne Brille haben viele Menschen und lässt sich heute auch erfüllen. Nachdem Sie sich einer ausführlichen Voruntersuchung fürs Augenlasern unterzogen haben und von Ihrem Augenarzt die Bestätigung haben, dass Sie für eine Laser-Operation geeignet sind, ist der Traum zum Greifen nah. Häufig steht dann nur noch die Frage der Finanzierung im Raum. Je nach Behandlungsmethode liegen die Kosten für eine Operation zwischen 1.000 € – 2.000 € pro Auge. Diese Kosten werden heutzutage leider noch nicht von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen. Allerdings sind die Kosten für eine Augenlaser-Behandlung steuerlich absetzbar. Die volle Höhe werden Sie wahrscheinlich nicht erstattet bekommen. Jedoch können Sie mit einem Teilbetrag rechnen, abhängig von Ihrer steuerlichen Situation.

Wann kann ich die Behandlung von der Steuer absetzen?

Grundsätzlich gilt, dass Kosten die Folge einer Krankheit oder eines Unfalls sind, als Sonderaufwendungen in der jährlichen Einkommenssteuer geltend gemacht werden können. Die Fehlsichtigkeit Ihrer Augen gilt als Krankheit, sodass die Kosten fürs Augenlasern als Folgen einer Krankheit gelten und somit steuerlich absetzbar sind.

Seit 2006 benötigen Sie dafür auch kein amtsärztliches Attest mehr. Eine Rechnung Ihres Augenarztes reicht als Nachweis vollkommen aus. Zudem können Sie auch die Fahrtkosten, die im Zusammenhang mit der Behandlung entstehen, steuerlich geltend machen. Das ist natürlich besonders interessant, wenn der Augenarzt Ihres Vertrauens weiter weg ist und somit erhöhte Anreisekosten anfallen.

In welcher Höhe kann ich die Operationskosten absetzen?

Die Höhe der Einsparung richtet sich primär nach Ihrer steuerlichen Situation. Hier spielt das Verhältnis zwischen den finanziellen Aufwendungen der Behandlung und dem Grenzwert, ab dem eine außergewöhnliche Belastung geltend gemacht werden darf, eine wichtige Rolle.

Innerhalb eines Jahres müssen die zumutbaren Kosten überstiegen werden. Dazu zählen unter anderem auch Unterhaltskosten, Kosten für eine Beerdigung oder Kosten für die Pflege von Angehörigen, wenn diese nicht von der Pflegeversicherung übernommen werden.

Ab wann die Höhe der zumutbaren Kosten überschritten ist, richtet sich nach Ihrem Einkommen, der Anzahl Ihrer Kinder und danach ob Sie ledig oder verheiratet sind. Die folgende Tabelle bietet Ihnen einen guten Überblick:

Summe der Einkünfte Bis 15.340 € Über 15.340 € bis 51.130 € Über 51.130 €
1) Steuerzahler ohne Kinder:
a) ledig 5% 6% 7%
b) Verheiratet 4% 5% 6%
2) Steuerzahler mit
a) 1 oder 2 Kindern 2% 3% 4%
b) 3 oder mehr Kindern 1% 1% 2%

Quelle: $ 33 EStG

Rechenbeispiel:

Ein Angestellter verdient 40.000 € brutto im Jahr. Er ist verheiratet und hat 1 Kind. So liegt seine zumutbare Belastung bei 3% und der Durchschnittssteuersatz bei 20%. Bezogen auf sein Jahresbruttoeinkommen in Höhe von 40.000 € liegt seine zumutbare Belastung bei 1.200 €. Liegen die Kosten für eine LASIK-OP bei 4.000 €, so bleibt Restbetrag von 2.800 €. Bei seiner Steuerrückerstattung kann der Arbeitnehmer dann mit etwa 560 € rechnen.

Eintragen können Sie die Krankheitskosten sowie andere außergewöhnliche Belastungen im Bogen in Zeile 67 auf Seite 3.

Altersweitsichtigkeit

Die Presbyopie oder auch Altersweitsichtigkeit irgendwann trifft jeden von uns. Ab Mitte 40 nimmt die Akkommodationsfähigkeit unserer Linse im Auge ab. Hierbei handelt es sich um einen ganz normalen Alterungsprozess unserer Augen, der ab einem bestimmten Alter jeden betrifft. Die Folge der Presbyopie: Die Bereiche, auf die unser Auge scharf stellt, liegen immer weiter in der Ferne und zum Lesen im Nahbereich wird eine Lesebrille benötigt. Liegt zudem vorher bereits eine Fehlsichtigkeit vor, kommt man dann ab 40 Jahren kaum noch um eine Brille herum.

Doch es gibt Möglichkeiten, um auch in diesem Alter Brillenfreiheit zu erlegen. Eine davon wäre es, sich die Augen lasern zu lassen. Die LASIK-Behandlung korrigiert die bereits vorhandene Fehlsichtigkeit und verschafft dem Patienten ein Leben ohne Brille. Allerdings nur für eine kurze Zeit. Denn auf Grund der ab dem 45. Lebensjahr eintretenden Altersweitsichtigkeit wird der Patienten sehr zeitnah wieder auf eine Sehhilfe angewiesen sein. Daher ist eine LASIK-Behandlung in diesem Alter nicht zu empfehlen.

Auch ein refraktiver Linsenaustausch (RLE) macht meist erst ab einem Alter von 55 Jahren Sinn, wenn die Altersweitsichtigkeit bereits fortgeschritten ist oder eine Trübung der Linse vorliegt.

Die multifokal IPCL (lntraocular-Phakic-Contact-Lens) schließt genau diese Lücke, und bietet den Patienten die Möglichkeit auf eine lästige Gleitsichtbrille zu verzichten und ein aktives und freies Leben zu führen. Denn die IPCL ist die einzige Linse, die sowohl die Fehlsichtigkeit als auch die bevorstehende Altersweitsichtigkeit korrigiert.

Das Besondere an der Implantation dieser Linse ist, dass bei dieser ambulanten Operation die körpereigene Linse nicht entfernt wird. Im Gegensatz zum herkömmlichen Linsenaustausch, bei dem die eigene Linse entfernt und gegen eine andere Linse ausgetauscht wird. Die IPCL Linse wird bei der Operation in die Hinterkammer des Auges implantiert und liegt somit direkt vor der eigenen Linse.

Dadurch wird der Brennpunkt des Auges verändert, sodass mit dieser Behandlung sowohl Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit als auch ein Astigmatismus (Hornhautverkrümmung) und eben auch die Alterssichtigkeit korrigiert werden.

Die Linse wird vom Patienten nach dem OP nicht wahrgenommen und ist auch für die Mitmenschen von außen nicht erkennbar. Grundsätzlich kann die Linse ein Leben lang im Auge verbleiben.