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Was ist die Bindehaut?

Der Körper wird an all seinen inneren und äußeren Oberflächen von einer Haut überzogen. Die äußeren Häute haben eine verhornende Schicht als Oberfläche. Diese ist stabiler und schützt vor Austrocknung und Eindringen fremder Stoffe. Innere – nicht ständig den Umwelteinflüssen ausgesetzte – Häute bilden unter anderem Feuchtigkeit und Schleim, da hier meist Transporte entlang ihrer Oberfläche stattfinden und ermöglichen ein viel leichteres Eindringen von Stoffen. Man nennt sie Schleimhäute. Bei zuviel Umweltkontakt trocknen sie aus.

Eine der im Körper vorhandenen Schleimhäute ist die Bindehaut (Konjunktiva). Sie ist die durchsichtige mit Blutgefäßen durchzogene Schicht, die die Augenvorderfläche (das Weiße im Auge) bis zur Hornhaut und die Lider auf der Innenseite bedeckt. Sie „verbindet“ sozusagen den Augapfel mit den Lidern.

Wozu ist die Bindehaut gut?

Sie ermöglicht ein gutes Gleiten der Lider und ist zusammen mit den Tränen für die Immunabwehr des äußeren Auges zuständig.

Was passiert bei der Bindehautentzündung?

Wird die Bindehaut gereizt, kann sie verschieden reagieren: Sie wird verstärkt durchblutet und sieht dadurch rot aus. Sie tränt, bildet vermehrt Schleim bzw. schwillt an durch Flüssigkeitseinlagerung. Man spricht von einer Bindehautentzündung bzw. Konjunktivitis. Begleitend können häufig auch die nächstgelegenen Strukturen reagieren: Lidentzündung, Hornhautentzündung, Lidschwellung.

Was sind die Ursachen der Bindehautentzündung?

Aufgrund ihrer freien Zugänglichkeit ist die Bindehaut ein beliebter Eintrittsort von Fremdstoffen in den Körper. Dies können sein: eindringende Fremdkörper, Viren und Bakterien, physikalische Reize (Wind, Kälte, Rauch etc.), chemische Reize (Säuren, Alkohol etc.) oder allergieauslösende Stoffe. Aber auch Grunderkrankungen der Haut oder das trockene Auge können zur Bindehautentzündung führen.

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Bindehauterkrankungen - Formen & Therapie

Erfahren Sie hier mehr über eine Bindehauterkrankung. Wir informieren Sie über die verschiedenen Formen dieser Augenerkrankung und über die möglichen Therapieverfahren.

Bindehautentzündung - Schutzmöglichkeiten & Befunde

Erfahren Sie mehr über eine Bindehauterkrankung. Wir informieren Sie über verschiedene Schutzmöglichkeiten vor dieser Augenerkrankung und über die verschiedenen Befunde und deren Bedeutung.

Augen lasern

Egal ob mit Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit oder einer Hornhautverkrümmung: Nicht jeder kann und möchte sich an Brille und Kontaktlinsen gewöhnen. Wir bieten viele verschiedene Augenlaser-OPs für Sie an.

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Kurzsichtigkeit (Myopie)

Kurzsichtige Menschen sehen Gegenstände in der Nähe scharf und in der Ferne unscharf. Da das Auge zu lang gebaut ist, wird das Licht bereits vor der Netzhaut gebündelt.

Der Brennpunkt, der sich bei Normalsichtigen auf der Netzhaut befindet, liegt im Auge. Starke Korrekturbrillen führen zu Bildverzerrungen, Gesichtsfeldeinschränkung und zu einer Bildverkleinerung von bis zu 20 Prozent.

Weitsichtigkeit (Hyperopie)

Übersichtige Menschen sehen Gegenstände in der Ferne scharf und in der Nähe unscharf. Der Brennpunkt des einfallendes Lichtes liegt theoretisch hinter dem Auge. Ein Teil der Übersichtigkeit wird beim jüngeren Menschen durch die innere Augenlinse mittels Muskelaufwand (Akkomodation) noch ausgeglichen (latente Hyperopie).

Die Verformbarkeit der Linse lässt jedoch nach und bis zum vierten Lebensjahrzehnt kommt es zur vollständigen Ausbildung der Hyperopie.

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Stabsichtigkeit (Astigmatismus)

Hornhaut- und/oder Linsenverkrümmungen kommen meist in Kombination mit Kurz- oder Weitsichtigkeit vor. Die Betroffenen sehen in allen Entfernungen mehr oder weniger verzerrt und sie nehmen Punkte als Linien wahr.

Altersweitsichtigkeit (Presbyopie)

Nahsehstörungen aufgrund von Alterssehschwäche entstehen durch die Verhärtung der Augenlinse. Etwa ab dem 45. Lebensjahr ist das Lesen in der Nähe ohne Lesebrille nicht mehr möglich. Jeder Mensch, wird früher oder später presbyop. Normalsichtige benötigen „nur“ eine Lesebrille, bei weit- oder kurzsichtigen Augen wird eine Gleitsichtbrille verordnet.

Willkommen bei der Augenklinik am Neumarkt

Leistungen

Ausgezeichnete Expertise, kompetente Beratung und fürsorgliche Betreuung erwarten Sie in jeder unserer Kliniken. Profitieren Sie von der jahrelangen Kompetenz unserer Fachärzte in unserem breiten Leistungsspektrum.

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Sie überlegen, einen Termin zu vereinbaren oder sich die Augen lasern zu lassen, haben eine Frage zu einer unserer Leistungen oder benötigen eine Beratung? Dann kontaktieren Sie uns gerne telefonisch oder per Mail!

Augen lasern

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Verschlüsse von Venen

Nach der Zuckerkrankheit als “Spitzenreiter”, sind venöse Gefäßverschlüsse die zweithäufigste Ursache für Schäden in den Blutgefäßen der Augen.

Was passiert da?

Das Blut wird zu “dick”, gerinnt und verstopft eine Vene, eine Thrombose entsteht. Da Venen die Blutgefäße sind, die das Blut aus dem Organ wieder abtransportieren, gibt es einen “Stau” und Überdruck. Die Blutgefäßwände werden beschädigt und Blut tritt aus den Blutgefäßen in das umgebende Gewebe aus. Im Fall des Auges verstopfen die Netzhautvenen und es blutet in die Netzhaut. Diese bekommt nicht mehr genug frischen Sauerstoff, da das verbrauchte Blut nicht mehr abfließen kann und frisches nicht mehr nachkommt. Die Netzhaut wird geschädigt und “verweigert den Dienst” – vorübergehend oder dauerhaft. Im weiteren Verlauf kann es zu Gefäßwucherungen (Neovaskularisationen) aus der zerstörten Netzhaut kommen. Diese können zu einer Einblutung in den Glaskörper mit einer weiteren Verschlechterung des Sehens führen. Auch durch Netzhautschwellungen (Ödeme) oder gar einem Grünen Star kann das Sehvermögen beeinträchtigt werden.

Was ist die Ursache?

Zu dickes Blut bei Leukämie, Veränderungen der Gefäßwände durch die Zuckerkrankheit, Druck auf die Venen durch hohen Augeninnendruck (15% der Fälle) und in 75 % der Fälle ein zu hoher Blutdruck. Im Fall des hohen Blutdrucks drückt an einer Kreuzung zwischen Arterie und Vene, die pralle Arterie die Vene ab und es kommt zu Stau und Blutgerinnung, also einer Thrombose.

Wie merke ich das?

Bei geringer Ausdehnung der betroffenen Netzhautfläche merke ich evtl. nichts oder habe nur den Eindruck, irgendwo “fehlt ein Stück” nach der Seite. Bei starker Ausdehnung ist die obere oder untere Hälfte des Gesichtsfeldes (Hemizentralvenenverschluss), bzw. sogar das ganze Gesichtsfeld (Zentralvenenverschluss), an einem Auge beim Sehen stark eingeschränkt. Die oben erwähnten Komplikationen können nach Monaten zu weiteren Sehverschlechterungen oder zu starken Schmerzen führen.

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Was kann man tun?

Tritt eine plötzliche Sehverschlechterung auf, sollte man immer gleich einen Augenarzt aufsuchen. Es wird versucht durch Blutverdünnung die Folgen zu dämpfen. Eine Erholung des Sehens tritt jedoch – wenn überhaupt – nur sehr langsam und kaum je vollständig ein. Das einzige Verfahren – mit dem noch keine langen Erfahrungen vorliegen – das aber bisher nachgewiesenermaßen Sehverbesserungen erzielen konnte, ist die Radiäre Optikoneurotomie, kurz RON. Hierbei werden bei Zentralvenenthrombosen in einer aufwendigen Operation im Auge am Sehnervenkopf kleine Schnitte durchgeführt, die die Durchblutung fördern sollen. Weitergehende Verfahren mit Gabe von Blutgerinnsel auflösenden (tPA) oder abschwellenden (Triamcinolon) Substanzen in das Auge sind hinsichtlich ihrer Ergebnisse noch strittig. Seit langem anerkannt ist jedoch die Laserbehandlung der Netzhaut zur Verhütung eines Grünen Stars. Dieser durch Gefäßwucherungen entstehende Grüne Star (Neovaskularisationsglaukom) ist die häufigste Ursache in der westlichen Welt, ein Auge entfernen zu müssen.

Verschlüsse von Arterien

Verschlüsse von Arterien sind aus Patientensicht noch dramatischer, denn es wirkt, als wenn jemand „plötzlich das Licht ausmacht“.

Was passiert da?

Es tritt ein akute Verstopfung einer Blut und Sauerstoff zuführenden Arterie zum Auge auf. Vergleichbar der Situation des Herzen beim Herzinfarkt, erleidet die Netzhaut einen Infarkt, d. h. sie stellt ihre Funktion aufgrund von Sauerstoffmangel ein. Dauert der Verschluss der Arterie mehrere Stunden und ist komplett, stirbt die Netzhaut ab. Glücklicherweise tritt ein kompletter Verschluss eher selten auf.

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Was ist die Ursache?

Häufigster Grund ist eine Embolie. Das bedeutet ein kleines “Klümpchen” im Blut (ein Embolus) verstopft ein Gefäß im Auge. Herkunft ist entweder ein erkranktes Herz mit Herzklappenfehlern bzw. Rhythmusstörungen oder Wandbeschichtungen (z. B. Cholesterin oder Kalk) der Halsgefäße, die sich lösen und mit dem Blut nach oben ins Auge geschwemmt werden und dort dann das Blutgefäß verstopfen. Würden die “Klümpchen” übrigens nicht im Auge “hängen bleiben”, blieben sie letztendlich im Gehirn stecken und dies könnte einen Schlaganfall bedeuten.

Wie merke ich das?

Plötzlich schiebt sich ein Vorhang vor einen Teil (Arterienastverschluss) oder das ganze Gesichtsfeld (Zentralarterienverschluss). Vor allem im letzteren Fall ist es, “als wenn einer das Licht ausschaltet”. Der Vorgang ist schmerzlos und dauerhaft. Das Sehvermögen ist stark eingeschränkt. Manchmal kann es sich mit der Zeit noch leicht verbessern. Handelt es sich nur um eine kurzfristige Verstopfung, die sich nach ca. 10 Minuten wieder auflöst, spricht man von “Amaurosis fugax”. Letztere ist ein Warnsymptom für eine Schlaganfallgefährdung und ein Grund genauere Ursachenforschung zu betreiben

Was kann man tun?

Bei Warnsymptomen, wie der Amaurosis fugax, muss die Ursache gefunden und durch durch Behandlung wenn möglich vorgebeugt werden. Das heißt: den Blutdruck einstellen, die Herzrhythmusstörungen behandeln, evt. das Blut verdünnen, evtl. die verstopften Halsgefäße frei operieren. Ist der Verschluss dauerhaft, ist nur innerhalb von 48 Stunden noch etwas Sehvermögen zu retten, wenn der Verschluss nicht komplett war. Eine sofortige Einlieferung in eine Augenklinik oder Augenstation ist notwendig. Dort wird der Druck im Auge medikamentös und operativ gesenkt, eine Massage des Auges durchgeführt und spezielle Sauerstoffmischungen zum Atmen gegeben. Die Ergebnisse sind, im Bezug auf das Sehvermögen, jedoch schlecht, weshalb Vorbeugung oberstes Gebot ist.

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Augen lasern

Egal ob mit Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit oder einer Hornhautverkrümmung: Nicht jeder kann und möchte sich an Brille und Kontaktlinsen gewöhnen. Wir bieten viele verschiedene Augenlaser-OPs für Sie an.

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Allgemeine Informationen & Tipps

Kontaktlinsen sind kleine, auf der Tränenflüssigkeit „schwimmende“ Kunstoffschalen, die eine Fehlsichtigkeit korrigieren. Während Brillen alle Gegenstände stark vergrößern bzw. verkleinern, sind diese Effekte bei Kontaktlinsen wesentlich geringer ausgeprägt. Augenärztliche Anpassung sind unbedingt zu empfehlen! Kontaktlinsen sind Fremdkörper am Auge, die nach einer mehr oder weniger langen Tragezeit zu einer Schädigung der vorderen Augenabschnitte führen können. Neuere Analysen zur Ätiologie und zum Verlauf dieser Komplikationen zeigen, dass solche Schäden bei sorgfältiger augenärztlicher Voruntersuchung und Beratung zur Handhabung weitgehend vermeidbar sind.

Vorteile von Kontaktlinsen

  • Ihr Blickfeld wird durch keine Brillenfassung eingeengt.
  • Je stärker das Brillenglas, umso unschärfer ist die Abbildung am Rand. Kontaktlinsen dagegen verschaffen Ihnen immer und überall klare „Rundumsicht“.
  • Kontaktlinsen sind all Ihren Aktivitäten und Bewegungen gewachsen.
  • Mit Kontaktlinsen lassen sich alle Arten von Fehlsichtigkeiten, die durch Unregelmäßigkeiten der Hornhaut hervorgerufen werden, ideal korrigieren.
  • Kontaktlinsen sind unsichtbar und verändern somit nicht ihre natürliche Erscheinung.
  • Kontaktlinsen beschlagen und verstauben nicht.

Tipps für den Alltag

Augentropfen

Wenn Sie Kontaktlinsen tragen, dürfen Sie nur von Ihrem Augenarzt empfohlene Augentropfen verwenden. Bei weichen Kontaktlinsen dürfen nur Nachbenetzungslösungen ohne Konservierungsmittel benutzt werden, da sich diese in die Linse einlagern.

Autofahren

Optisch ist die Linse der Brille ebenbürtig. Zwei Nachteile bestehen jedoch: Bei laufendem Gebläse oder bei der Benutzung einer Klimaanlage können Kontaktlinsen austrocknen und am Auge reiben. Diese Beschwerden kann man mit der Verabreichung von künstlicher Tränenflüssigkeit vorbeugen.

Nach längerer Tragezeit (mehr als zehn Stunden) kann unter diesen ungünstigen Bedingungen ein mehr oder weniger starkes Hornhautödem entstehen, wodurch die Blendungsempfindlichkeit erhöht und die Nachtfahrtauglichkeit eingeschränkt sein können.

Kontaktlinsen und Beruf

Kontaktlinsen sollten in staubiger Umgebung nicht getragen werden. Es besteht die Gefahr, dass sich Fremdkörper auf der Linse ablagern oder zwischen Linse und Hornhaut geraten. In der Folge können ein starkes Fremdkörpergefühl und Augenentzündungen entstehen. Im Umgang mit Chemikalien sollten aus den gleichen Gründen keine Kontaktlinsen getragen werden.

Kosmetika

Zweckmäßigerweise sollte die Linse vor dem Auftragen von Kosmetika und Augen-Make-up aufgetragen werden. Kosmetika (z.B. Kajalstift) sollten generell nicht auf die Lidkante aufgetragen werden. Besser ist es, und vom optischen Effekt vergleichbar, den Strich direkt unter die Lidkante auf die Lidhaut zu zeichnen.

Medikamente

Viele Medikamente können den Tränenfilm des Auges verändern. Solche Wirkungen werden zuweilen z.B. der „Pille“ angelastet.

Reisen

In Flugzeugen ist die Luftfeuchtigkeit herabgesetzt. Es ist sinnvoll, die Kontaktlinsen entweder häufiger nachzubenetzen, oder die Kontaktlinsen vom Auge zu entfernen.

Schlafen

Nur Linsen mit sehr hoher Sauerstoffdurchlässigkeit, also Linsen, die zum verlängerten Tragen geeignet sind, dürfen nach Absprache mit dem Anpasser am Auge bleiben.

Schwangerschaft

Die Kontaktlinsen lassen sich in der Regel wie bisher weiter. Ebenso können die dazugehörigen Kontaktlinsenlösungen weiter verwendet werden. Wegen der Umstellung des Hormonhaushaltes sind Unverträglichkeitsreaktionen möglich.

Sport

Gerade im Sport sind vor allem weiche Kontaktlinsen der Brille weit überlegen. Es muss aber besonders bei anstrengenden Sportarten darauf geachtet werden, dass die Linsen eine hohe Sauerstoffdurchlässigkeit haben. Der Energieverbrauch der Hornhaut ist beim Sport hoch. Egal ob Ballsportarten, Leichtathletik oder Schwimmsport, weiche Kontaktlinsen haften am Auge wie eine zweite Haut – ohne ein lästiges Brillengestell, das den Ausblick behindert . Aufgrund der veränderten physiologischen Vorgänge kann es zu verstärkten Ablagerungen kommen, und eine entsprechend häufigere Proteinentfernung wird notwendig.

Trockene Augen und Bildschirmarbeitsplatz

Mangelhafter Tragekomfort stellt eine der häufigsten Ursachen für den Ausstieg aus dem Tragen von Kontaktlinsen dar. Etwa 60% der Kontaktlinsenträger haben durch das Tragen von Kontaktlinsen trockene und gereizte Augen. Um diese Unverträglichkeitsreaktionen zu mildern, verwenden ca. 50% der Kontaktlinsenträger frei verkäufliche Nachbenetzungstropfen während des Tragens ihrer Kontaktlinsen.

Häufig zu beobachten sind zunehmende Unverträglichkeiten bei intensiver Bildschirmtätigkeit. Aufgrund von Problemen während des Tragens am Bildschirmarbeitsplatz reduzieren ca. 60 % der Kontaktlinsenträger die Tragezeit auf ihren Freizeitbereich.

Unverträglichkeiten

Unverträglichkeiten gegen jegliche Art von Kontaktlinsen treten in den seltensten Fällen spontan auf. Meistens sind sie das Ergebnis eines langsam fortschreitenden Prozesses. Nachdem der Kontaktlinsenträger mit einer Tragezeit von 12-14 Stunden und einem guten Tragekomfort begonnen hat, muss er nach und nach seine Tragezeit reduzieren oder bemerkt eine Verschlechterung des Tragekomforts.

Manchmal ist es sinnvoll, die Kontaktlinsen im Wechsel mit der Brille zu tragen, da eine chronische Augenreizung durch die Kontaktlinse zu deren Unverträglichkeit führen kann.

Anspruch auf Krankenkassenleistungen?

Die gesetzliche Krankenkasse zahlt einen Festbetrag, wenn eine medizinische Indikation erfüllt ist, das kann z.B. eine Fehlsichtigkeit ab +/- 8,0 dpt. sein. Das Pflegemittel muss der Versicherte in jedem Fall selber bezahlen.

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Linsen-Arten

Wir klären Sie über die die Einsatzgebiete, Vor- und Nachteile etc. von den verschiedenen Linsen-Arten (Weiche Kontaktlinsen, formstabile Kontaktlinsen und Tauschlinsen) auf.

Linsenanpassung

Die modernen Kontaktlinsen sind für fast alle Fehlsichtigen die richtige Wahl. Wenn sichergestellt ist, dass keine allgemeinen Risiken oder krankhafte Veränderungen der Augen vorliegen, steht einer Anpassung nichts mehr im Wege.

Augen lasern

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Der Bildschirmarbeitsplatz – eine besondere Belastung für die Augen?

Mit der zunehmenden Bedeutung moderner Technik haben sich in allen Bereichen des Lebens die Anforderungen an unsere Sehschärfe verändert: im Straßenverkehr, im Haushalt und im Berufsleben. Während der Anteil der Arbeit mit vorwiegend körperlicher Beanspruchung ständig abnimmt, wächst die Anzahl an Bildschirmarbeitsplätzen. Die Augen sind dabei besonderen Belastungen ausgesetzt.

Geräte für die Bildschirmarbeit stellen nach dem derzeitigen Stand der Wissenschaft keine Gefahr für die Gesundheit dar, wie Untersuchungen des Arbeitskreises „Sehen am Arbeitsplatz“ im Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V. zeigen. Danach ist erwiesen, dass Erkrankungen oder organische Veränderungen am Auge durch Strahlen vom Bildschirm unmöglich sind. Allerdings können bestimmte Krankheiten und Beschwerden begünstigt werden, wenn bestimmte Regeln nicht eingehalten werden, wie sie in der Bildschirmarbeits-verordnung festgehalten waren und nun in der Arbeitsstättenver-ordnung verankert sind.

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„Ein PC Bildschirm strahlt relativ hohe Anteile an energiereichem Blau- und UV Licht ab. Dies kann Grauen Star begünstigen oder aber das Sehpigment der Netzhaut besonders beanspruchen, sodass es früher ausbleicht (Makuladegeneration)“, erklärt Augenarzt Dr. med. Omid Kermani.

„Durch Wärmestrahlung (Infrarot) am Bildschirmarbeitsplatz wird auch die Benetzung der Augen mit natürlicher Tränenflüssigkeit besonders belastet. Die Folge sind tränende und brennende Augen sowie chronische Lidrandentzündungen bis hin zur Entstehung von sogenannten Gerstenkörnern.

Ein weiterer wichtiger Grund für zu starke Belastung ist die unnatürliche starre Augenposition vor dem Bildschirmarbeitsplatz. Die Augen können nicht schweifen und den Fokus wechseln. Das kann oft Ursache für Augenprobleme, Verspannungen, Kopfschmerzen und Beschwerden im Bereich der Hals- und Brustwirbelsäule sein. Ausgedehnte Bildschirmarbeit insbesondere im Kindes- und Jugendalter befördert die Entstehung von Kurzsichtigkeit.“

Ergonomie am Arbeitsplatz

Um eine zu hohe Belastung der Augen zu vermeiden und die Ergonomie zu fördern, müssen am Bildschirmarbeitsplatz spezielle Anforderungen erfüllt werden. Durch den von den gewerblichen Berufsgenossenschaften gemeinsam mit den Augenärzten erlassenen Grundsatz „G 37, Bildschirmarbeitsplatz“ wurden besondere Sicherheitsregeln für die Gestaltung festgelegt.

Wichtig: die optimale Arbeitsplatzbeleuchtung

Die Beleuchtung am Arbeitsplatz spielt eine entscheidende Rolle in Bildschirmarbeitsverordnungen. Eine zu starke Beleuchtung im Büro erschwert die visuelle Wahrnehmung; bei einer zu niedrigen vermindert sich die Sehschärfe. Tageslicht gilt allgemein für jeden Arbeitsplatz als optimale Beleuchtung. Für Bildschirmarbeitsplätze am Fenster kann es aber unter Umständen zu hell sein. In diesem Fall helfen Vorhänge oder Jalousien ich leichten Farben.

Um die ideale Beleuchtungsstärke für den Arbeitsplatz zwischen 400 und 600 Lux zu erreichen, kann man in der Regel auf Kunstlicht nicht verzichten. Farbige Leuchtkörper und „nackte“ Leuchtstoffröhren sind grundsätzlich zu vermeiden. Sofern die Leuchten nicht in die Decke eingelassen sind, sollten sie längs zur Blickrichtung installiert sein. Besonders bewährt haben sich Prismen- und Rasterleuchten, da sie unter anderem auch für gleichmäßige Lichtverteilung sorgen.

Störende Reflexionen auf dem Bildschirm können zu Beschwerden führen und entstehen z.B. durch Fenster, sehr helle Wände und Möbeloberflächen, die sich auf der Bildschirmfläche spiegeln. Selbst durch kleinste Reflexe nimmt man bei der Arbeit unbewusst die Körperhaltung ein, durch die man diesen am besten ausweichen kann. Durch solche Fehlhaltungen während der Bildschirmarbeit können Muskelverspannungen resultieren, die zu Kopfschmerzen bis hin zu Haltungsschäden führen.

Wie sollte man bei der Arbeit den Bildschirm einstellen?

Eine der wichtigsten Voraussetzungen für ermüdungsfreies Sehen ist der richtige Bildschirmabstand, der idealerweise 50 bis 70 cm zum Auge betragen sollte. Um den Bildschirm richtig einzustellen, sollte er nicht über die Augenhöhe hinausreichen. Für das Display wird ein Winkel, der eine Blickneigung von etwa 30° begünstigt, als besonders angenehm für die Bildschirmarbeit empfunden.

Um übermäßige Kontrastsprünge zu vermeiden, sollten Wände und Möbel im Bereich des Computerarbeitsplatzes einen mittleren Reflexionsfaktor (z.B. Beige) haben. Als gesunder Bürostuhl eignet sich am besten ein höhenverstellbarer Drehsessel, der den ganzen Körper stützt. Ein in der Höhe verstellbarer Arbeitstisch ist zu empfehlen, wenn der Bildschirmarbeitsplatz regelmäßig von verschieden großen Personen besetzt werden. Ausgehend von der empfohlenen Tischhöhe von 720 mm, sollte für die Beine ein Mindestspielraum von 650 mm Höhe gewährleistet sein.

Sehen und Sehhilfen für die Bildschirmarbeit

Gesunde Augen und eine gute Sehschärfe sind die wichtigsten Voraussetzungen, um den Anforderungen an den Bildschirmarbeitsplatz gewachsen zu sein. Wer am Monitor tätig ist, sollte sich grundsätzlich vom Augenarzt untersuchen lassen. Häufig kann eine exakt angepasste Arbeitsplatzbrille die Computerarbeit wesentlich erleichtern.

Auch hinsichtlich der Sehschärfe definieren Bildschirmarbeitsverordnungen exakte Vorschriften. Der Grundsatz „G 37, Bildschirm-Arbeitsplatz“ legt fest: Mitarbeiter sind ohne weiteres für diese Arbeit geeignet, wenn sie auf beiden Augen 0.8 der normalen Sehschärfe (1.0) erreichen.

Zeigt sich beim sogenannten Siebtest, dass die vorgeschriebene Sehschärfe nicht erreicht wird, ist eine augenärztliche Untersuchung erforderlich. In den meisten Fällen kann die Fehlsichtigkeit mit einer entsprechenden Brille korrigiert werden, um die Bildschirmarbeit wieder zu erleichtern.

Welche Brille ist die richtige für die Bildschirmarbeit?

Grundsätzlich sind die herkömmlichen Kontaktlinsen oder Brillen auch für den Bildschirmarbeitsplatz geeignet. Getönte oder phototrope Gläser sind für den Büroarbeitsplatz nicht gemacht, da sie die Leuchtdichteverhältnisse ungünstig verändern. Entspiegelte Gläser dagegen haben den Vorteil auf dem Brillenglas auftretende Reflexe herabzumindern, auch Brillengläser mit Filter können die Augen wirksam schützen. Verschiedene Hersteller haben sogar besondere Bildschirmbrillen entwickelt, die verschiedenen Beschwerden vorbeugen können.

Etwa ab dem 40. Lebensjahr nimmt die natürliche Nah-Sehschärfe ab. Das ist eine ganz normale Entwicklung, hervorgerufen durch die nachlassende Fähigkeit der Augen, sich auf nähere Ziele einzustellen (Akkommodation).

Bei fortgeschrittener Altersweitsichtigkeit (Presbyopie) reicht eine einfache Lesebrille oder Gleitsichtbrille für die Bildschirmarbeit nicht mehr aus. Denn die Distanz vom Auge zum Bildschirm oder zur Textvorlage ist eine andere als beim Lesen von Schriftstücken. Je weniger sich das Auge auf Entfernungsunterschiede einstellen kann, umso mehr kommt es darauf an, dass die Korrektionswerte der Gläser exakt auf die für die Bildschirmarbeit erforderlichen Sehdistanzen abgestimmt sind. Hier eignet sich eine spezielle Bildschirmbrille, die regelmäßig vom Augenarzt überprüft und angepasst wird.

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Was ist der Diabetes?

Diabetes ist eine chronische Erkrankung des Stoffwechsels bei der entweder kein oder zuwenig Insulin gebildet wird. Das in der Bauchspeicheldrüse gebildete Insulin ist ein körpereigener Botenstoff, der dafür sorgt, dass der Zucker aus dem Blut in die Zellen des Körpers aufgenommen wird und dort als Energiestoff zur Verfügung steht.
Ein Mangel an Insulin führt zu einem Anstieg des Blutzuckerspiegels und zu Stoffwechselstörungen in den Zellen, die versuchen den Mangel auszugleichen. Die Folge sind kurzfristig Stoffwechselentgleisungen bis zum Koma oder Schock und langfristig Veränderungen an den Blutgefäßen vor allem des Auges, der Niere und der Beine aber auch des Herzens und des Gehirns.

Gibt es verschiedene Formen des Diabetes mellitus?

Neben seltenen Sonderformen unterscheidet man Typ I (“jugendlicher Diabetes”) und Typ II (“Altersdiabetes”). Nur 5% der Diabetiker sind vom Typ I betroffen, 95% haben Typ 2.

Typ-1-Diabetes

entsteht durch einen Mangel am Hormon Insulin. Es handelt sich dabei um eine Autoimmunkrankheit bei der körpereigene Abwehrstoffe (Antikörper) langsam die Insulin produzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse zerstören.

Typ-2-Diabetes

entsteht nicht durch Krankheit, sondern in der Regel durch Übergewicht. Er wird auch als Altersdiabetes bezeichnet, da er meist erst im Erwachsenenalter beginnt. Heute trifft der “Altersdiabetes” leider auch stark übergewichtige Jugendliche.

Die Neigung zum Diabetes ist erblich. Wenn dann noch fördernde Faktoren wie Übergewicht, Bewegungsmangel und falsche Ernährung dazukommen, bricht er um so eher aus.

Auswirkungen

Was macht der Diabetes am Auge und welche Stadien gibt es?

Betroffen sind die kleinsten Blutgefäße der Netzhaut, die Kapillaren. Es kommt zu Verschlüssen, einer verstärkten Durchlässigkeit der Blutgefäßwände, Aussackungen der geschwächten Wände und zu einer vermehrten Verklebung von Blutbestandteilen (der Thrombozyten). Durch die Verschlüsse kommt es zu einer verminderten Durchblutung und Sauerstoffversorgung der Netzhaut. Aufgrund der Schäden der Gefäßwände tritt Flüssigkeit in das Gewebe aus und führt zu Schwellungen (Ödemen), Blutungen und Ablagerungen von fetthaltigen Stoffen im Netzhautgewebe. Alle diese Schäden zusammen, nennt man diabetische Retinopathie. Solange diese Veränderungen sich auf die Netzhaut beschränken, spricht man von Nichtproliferativer diabetischer Retinopathie.

Überschreiten die Veränderungen ein bestimmtes Maß, spricht man von einer behandlungsbedürftigen Hochrisikoform oder einer schweren nichtproliferativen diabetischen Retinopathie. 

Bei ausgeprägten Sauerstoffmangelerscheinungen in der Netzhaut bilden sich dann jedoch Gefäßwucherungen (Proliferationen) über das Netzhautniveau hinaus, in den Hohlraum des Auges hinein.

Aufgrund ihrer minderwertigen Wandbeschaffenheit können sie einreißen und zu Blutungen in den Hohlraum des Auges (Glaskörperraum) führen (Glaskörperblutung). Man spricht dann vom Stadium der proliferativen diabetische Retinopathie. Die Glaskörperblutung geht mit einem plötzlichen starken Sehabfall einher und braucht Monate um sich zurückzuentwickeln. In der weiteren Folge kann es zu Bindegewebs- und Narbensträngen im Auge kommen. Diese ziehen schließlich die Netzhaut von ihrer Unterlage ab. Unbehandelt führt die resultierende Netzhautablösung zur Erblindung.

Neben der Unterscheidung in nichtproliferative und proliferative Form ist es – insbesondere für das Sehen – von besonderer Bedeutung, ob die Makula betroffen ist. Man spricht dann von einer diabetischen Makulopathie, meist in Form einer Flüssigkeitseinlagerung, einem Makulaödem. Hier fällt das Sehvermögen besonders schnell ab. Auftreten kann das Makulödem sowohl im nichtproliferativen, als auch im proliferativen Stadium. Liegt einmal ein Makulabefall vor, sind die Aussichten für den Erhalt des Sehvermögens deutlich eingeschränkt.

Gibt es weitere Augenveränderungen?

Indirekt können sich die Nervenschäden auch durch plötzliches Schielen am Auge bemerkbar machen. Hier sind dann die die Augenmuskeln steuernden Nerven ausgefallen. In fortgeschrittenen Stadien kann es zum Grünen Star kommen. Der Graue Star tritt bei Diabetikern in der Regel deutlich früher auf. Vergleichsweise harmlos ist dagegen die Tatsache, dass bei Diabetikern häufiger Infektionen der Lider und Bindehaut auftreten und sie immer ein mehr oder weniger trockenes Auge haben. Sehschwankungen im Tagesverlauf liegen an Wassereinlagerungen in die Augenlinse durch schwankenden Blutzuckerspiegel.

Wie merkt man die Augenschäden selber?

Symptome sind: Schwankungen der Sehschärfe im Tagesverlauf, langsam zunehmender Verfall der Sehschärfe oder auch plötzlicher Sehabfall mit dem Eindruck von Fäden im Gesichtsfeld – im fortgeschrittenen Stadium auch starke Schmerzen. Aber: Sind nicht von Anfang an zentrale Teile der Netzhaut (Makulopathie) betroffen, können fortgeschrittene Stadien des Schadens erreicht werden, ohne das der Patient selbst irgendetwas merkt!

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Behandlung

Was kann man selbst zusammen mit dem Hausarzt tun?

Ohne eine gute und über den Tag möglichst gleichförmige Blutzuckereinstellung nützen alle Maßnahmen am Auge letztendlich nichts und der Befund verschlechtert sich weiter. Der beim Hausarzt bestimmte Langzeitzuckerwert (HbA1c) sollte unter 7 liegen. Er macht eine Aussage über alle “Essenssünden” der letzten 3 Monate und ist daher aussagekräftiger als der Blutzuckerwert, der nur eine Momentaufnahme ist. Weitere die Schäden beschleunigende und deswegen auch dringend einzustellende Risikofaktoren sind hoher Blutdruck und Rauchen. Nicht abzustellen sind natürlich Schwangerschaft, Pubertät und Blutarmut (Anämie). Diese können jedoch alle auch zu Verschlechterungen des Befundes führen.

Was macht der Augenarzt?

Von Seiten des Augenarztes sind regelmäßige Kontrollen zur rechtzeitigen Entdeckung behandlungsbedürftiger Netzhautveränderungen unerlässlich. Das bedeutet, bei Beginn des Diabetes vor dem 30. Lebensjahr, ca. 5 Jahre nach der Diagnosestellung. Bei Entdeckung nach dem 30. Lebensjahr, sofort. Bei unauffälligem Befund, jährlich, bei Besonderheiten, halbjährlich oder häufiger.

Werden bestimmte Veränderungen (z.B. Makulaödem, schwere nichtproliferative oder gar proliferative diabetische Retinopathie) entdeckt, wird eine Laserbehandlung durchgeführt. Hierbei werden ödematöse Bereiche der Netzhaut „trocken gelegt“ und Gefäßwucherungen verhindert bzw. entwickeln sich zurück. Die Laserbehandlung “repariert” die Schäden jedoch nicht. Auch eine Sehverbesserung ist nur bei bestimmten Veränderungen möglich. Die Laserbehandlung ist der Versuch einer “Schadensbegrenzung”, d. h. man versucht das Fortschreiten aufzuhalten oder wenigstens zu verzögern. Sie hat durchaus Nebenwirkungen. Das Dämmerungssehen kann vermindert sein, die Blendungsempfindlichkeit nimmt zu und das Gesichtsfeld wird eingeschränkt. Sie ist jedoch die einzige Therapie, die – neben der guten Blutzuckereinstellung – das Risiko zu erblinden deutlich mindert.

Bei durch den Diabetes verursachtem Grünen Star …

… aber auch wenn die Laserbehandlung nicht ausreicht, muss evt. eine Kältebehandlung (Kryokoagulation) durchgeführt werden. Hierbei werden in örtlicher Betäubung zur Augendrucksenkung die flüssigkeitsproduzierenden Bereiche des Auges (Ziliarkörper) oder aber zur Netzhautbehandlung die wuchernden äußeren Bereiche der Netzhaut sozusagen “erfroren”.

Bei schweren Blutungen und Veränderungen des Glaskörpers …

… und gar sich ablösender Netzhaut muss operiert werden. Dabei werden der Glaskörper, das Blut und die Verwachsungen entfernt (Vitrektomie) und gegebenenfalls die abgelöste Netzhaut wieder angelegt.

Fazit

Der Diabetes ist eine das Sehvermögen stark bedrohende Erkrankung. Nur regelmäßige Kontrollen beim Augenarzt und eine gute Blutzuckereinstellung zusammen mit dem Hausarzt oder ggfs. Diabetologen kann Schlimmes verhindern.

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Was ist eine Allergie?

Nachdem der Körper für bestimmte Substanzen mit denen er vorher in Kontakt gekommen ist sensibilisiert wurde, reagiert er bei erneutem Kontakt mit einer Abwehrreaktion. Bei den Stoffen handelt es sich entweder um Eiweiße bzw. Proteine (z. B. Pollen) oder um kleinmolekulare Stoffe (z. B. Nickelsulfat in Schmuck). Sensibilisiert heißt: Der Körper hat sie als fremd und schädlich eingeordnet und bereitet sich durch bestimmte Änderungen in seinem Immunsystem auf den nächsten Kontakt vor. Über die verschiedenen Formen der Allergie am Auge informieren Sie sich über das Navigationsmenü oben!

Die verschiedenen Allergie-Arten

Die allergische Bindehautentzündung

In der klassischen Form handelt es sich um den Heuschupfen, der zu bestimmten Jahreszeiten auftritt. Hier ist die Bindehautentzündung in der Regel mit einer Nasenschleimhautentzündung verknüpft. Der Fremdstoff ist ein pflanzlicher, nämlich die Blütenpollen bestimmter Pflanzen. Bereits an der Jahreszeit des Auftretens kann man häufig erahnen, um welche Pflanze es sich handelt. Es gibt daher Kalender, die die Hauptblütezeit der Pflanzen aufzeigen. Die Pollenflugwarnungen der Wetterdienste melden die Stärke und die Sorte des Pollenflugs.

Ganzjährige Beschwerden

Die ganzjährige Form der allergischen Bindehautentzündung wird mehr durch Stoffe aus dem häuslichen Umfeld, wie Hausstaubmilben, Tierhaare, Bettfedern und Schimmelpilze hervorgerufen. Die Beschwerden sind meist weniger schlimm, aber mit einer gewissen Verschlechterung im Winter.

So erkennen Sie eine allergische Bindehautentzündung

Das wichtigste Zeichen der allergischen Bindehautentzündung ist der Juckreiz am Auge. Es gibt keine Allergie ohne Juckreiz, aber wohl Juckreiz ohne Allergie. Weiterhin findet sich Brennen, Reiben, Lichtempfindlichkeit und gesteigerter wasserklarer dünnflüssiger Tränenfluss. Undurchsichtiger oder eitriger Schleim spricht gegen eine Allergie und mehr für eine Infektion. Leichte Formen gehen mit einem Stau in den Venen um das Auge herum einher. Es wirkt wie ein Lidschatten (Augenringe). Bei mittelstarken Formen ist die Bindehaut ganz rot, bei stärkeren Formen wölbt sie sich wie ein glasiger Sack (sogenannte Bindehautchemosis) nach vorne (kann ganz plötzlich innerhalb von Minuten nach einem Picknick unter dem “falschen” Baum kommen), evtl. sind noch die Lider geschwollen. Eine Beteiligung der Hornhaut kommt in der Regel nicht vor. Die schnelle Reaktion des Körpers auf den äußerlichen Kontakt mit den Fremdstoffen liegt an dem flächigen Kontakt mit dem Blutkreislaufsystem im Bereich der Bindehaut. So werden die Abwehrstoffe bei bereits bestehender Sensibilisierung in kürzester Zeit herantransportiert.

Die vernalische Hornhaut- & Bindehautentzündung

Dies ist eine häufige wiederkehrende beidseitige Entzündung des äußeren Auges, die typischerweise Kinder und junge Erwachsene betrifft und während des Frühlings stärker wird. Hier tritt keine direkte Reaktion auf den Kontakt mit bestimmten Stoffen – wie typischerweise beim Heuschnupfen – auf. Es besteht ein starker Juckreiz, jedoch zusätzlich typische Veränderungen der oberen Lidinnenseite und der restlichen Bindehaut.

Im Gegensatz zur allergischen Bindehautentzündung gibt es hier häufig eine Hornhautbeteiligung, die sogar zu Vernarbungen führen kann. Es handelt sich um eine allergische Reaktion, die etwas anders entsteht als die Heuschnupfenbindehautentzündung. Die genauen Ursachen sind nicht bekannt. Meist muss hier mit Cortison behandelt werden.

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Die gigantopapilläre Bindehautentzündung

Dies ist eine Sonderform der allergischen Bindehautentzündung, die bei Kontaktlinsenträgern und Patienten mit Augenprothesen auftritt. Die auf den Oberflächen abgelagerten Eiweiße werden durch die Pflege- und Reinigungsmittel so verändert, dass es zu einer Überreaktion des Körpers auf die fremden Stoffe kommt.

Typische Beschwerden bei Kontaktlinsenträgern sind zunehmende Minderung der Sehschärfe, vermehrte Blendungsempfindlichkeit, chronisches Brennen, Fremdkörpergefühl und Jucken. Absolutes Absetzen der Kontaktlinsen und Behandlung mit Konservierungsstoff freien Augentropfen führen zur Abheilung. Ein erfahrener Kontaktlinsenfachmann sollte dann die Auswahl neuer Kontaktlinsen und Reinigungsmittel treffen. Manchmal muss auch dauerhaft auf Kontaktlinsen verzichtet werden.

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Die Kontaktallergie bzw. -dermatitis

Die Lidhaut ist im Vergleich zur übrigen Haut extrem dehnbar und dünn. Auch der Aufbau der einzelnen Schichten und die Ausstattung mit Drüsen ist anders. Hier können Reizungen und Reizstoffe – in wesentlich geringerer Ausprägung bzw. Konzentration als sonst – schon zur Hautentzündung (Dermatitis) bzw. sogar zu einer allergischen Reaktion der Haut (Ekzem) führen.

Die Ursachen

Meist werden die Reizstoffe mit den Fingern (ungenügendes Abwaschen von Seifenresten oder Anderes) oder durch Sprays (Haare, Parfum, etc.) unwissentlich übertragen. Auch Augentropfen und -Salben, die über die Lider laufen, sowie im Bereich der Augen aufgetragene Hautsalben können zur Sensibilisierung und damit bei erneutem Kontakt zur allergischen Reaktion führen. Begleitend zum allgemeinen Reiz- und Schwellungszustand der Region, kommt es häufig auch zur allergischen Bindehautentzündung. Eine Hornhautbeteiligung ist nicht üblich.

So erkennen Sie Dermatitis

Typische Zeichen der kurzfristig auftretenden Dermatitis sind Rötung, Schwellung, Bläschen- und Krustenbildung – meist begrenzt auf den Bereich der dünnen Lidhaut. Die Gesichtshaut ist nämlich dicker und daher nicht ganz so empfindlich. Es tritt Brennen und Juckreiz auf. Längere Hautentzündungen führen zu einem Ekzem mit verdickter faltiger und geröteter Haut, die zum Jucken neigt. Entscheidend bei dieser Form der Allergie ist, dass der auslösenden Stoff gefunden und Kontaktes mit diesem Stoff absolut vermieden wird.

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Allgemein

Wie entsteht eine Farbe?

Weißes Licht enthält alle sichtbaren Farben, d. h. Licht unterschiedlicher Wellenlängen im Bereich 380-780 Nanometer. Wir können es durch ein Prisma in die einzelnen Farben aufspalten. Dabei wird die Tatsache der unterschiedlichen Wellenlängen und der je nach Wellenlänge verschiedenen Ablenkbarkeit der einzelnen Bestandteile des Lichts insofern ausgenützt, als dass das Licht an einer Glaskante in verschiedene Richtungen abgelenkt (gebrochen) wird. Man sieht daraufhin – wie in einem Regenbogen – das ganze sichtbare Farbspektrum, d. h. alle Farben entsprechend ihrer Wellenlänge geordnet nebeneinander. Dem Regenbogen liegt eigentlich kein anderes Prinzip zugrunde, da hier die Wassertropfen wie Millionen von kleinen Prismen funktionieren.

Fällt nun weißes Licht von einer Lichtquelle (Sonne, Lampe etc.) auf einen Gegenstand, der das Licht nicht streut (ablenkt), sondern einfach reflektiert – was ja im Gegensatz zum oben beschriebenen Prismeneffekt der Normalfall ist – verschluckt (absorbiert) er einen Teil des Lichtes und den anderen Teil spiegelt er. Der Teil des Farbspektrums den er reflektiert, ist die Farbe in der er uns erscheint. Verschluckt er alle Farben außer Grün, sieht er Grün aus. Insofern ist der Gegenstand nicht wirklich Grün, er erscheint uns nur so.

Wie sehen wir eine Farbe?

Das von einem Gegenstand gespiegelte Licht fällt durch die Pupille auf die Netzhaut. Hier finden sich drei verschiedene Sorten von farbempfindlichen Strukturen (Farbrezeptoren), die sogenannten Zapfen. Jeder dieser Zapfen hat eine besondere Empfindlichkeit für bestimmte Farbbereiche.

Es handelt sich um die sogenannten Primärfarben des Auges (nicht zu verwechseln mit den Primärfarben anderer Farbsysteme wie z. B. beim Photographieren), d. h. die drei Farben aus denen man durch Mischung alle anderen Farben herstellen kann: Rot, Grün und Blau. Mischt man z. B. Rot und Grün, entsteht Gelb. Mischt man Rot und Blau, entsteht Violett. Die Zapfen in der Netzhaut werden entsprechend der in einer Farbe enthaltenden Farbbestandteile angeregt und durch eine chemische Reaktion entsteht ein elektrischer Impuls, der an das Gehirn weitergegeben wird. Ein Beispiel: Ist ein Gegenstand z. B. Gelb, wird durch das einfallende Licht in das Auge der rotempfindliche Zapfen und der grünempfindliche Zapfen erregt.

Handelt es sich mehr um ein Orange, d. h. um ein rötliches Gelb wird der rotempfindliche Zapfen mehr und der grünempfindliche Zapfen weniger stark erregt. Diese sogenannte Drei-Farben-Theorie – nach den entdeckenden Wissenschaftlern Young-Helmholtz-Theorie genannt – erklärt allerdings nicht alle Phänomene des Farbensehens, da im weiteren Verlauf der Signalverarbeitung im Gehirn noch andere Unterscheidungen getroffen werden (z.B. Heringsche Gegenfarbentheorie).

Was man darüber hinaus bedenken muss ist die Tatsache, dass Licht nicht an sich farbig ist, sondern wir erst durch die Verarbeitung der Informationen aus dem Auge – über das Licht verschiedener Wellenlängen – im Gehirn eine Empfindung haben, die wir “Farbe” nennen.

Warum müssen wir überhaupt farbig sehen?

Viele Tiere können keine Farben erkennen oder nur deutlich weniger als wir. Die Evolution hat es halt „gut mit uns gemeint“ und es uns so ermöglicht Blätter leichter von Blüten oder Früchten zu unterscheiden. Mit einem reinen Schwarz-Weiß Sehen ist dies viel schwieriger. So wurde unser Überleben und die Nahrungssuche und -unterscheidung in den Anfängen der Menschheitsgeschichte deutlich erleichtert.

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Ursachen

Wie kommt es zu Farbsehstörungen und Farbenblindheit?

Irrtümer beim Erkennen einer Farbe können viele Ursachen haben:

Bei den optischen Täuschungen wird die Tatsache ausgenutzt, dass im Gehirn immer Entscheidungen vor allem bei unterschiedlichen nebeneinander gelegenen Farben getroffen werden müssen. Hier werden dann bewusst schwierige Grenzsituationen geschaffen, bei denen das Gehirn falsch entscheidet. Ein Irrtum ist es z.B. auch, das uns Schneeflocken weiß erscheinen. Genaugenommen sind sowohl die darin enthaltenen Eiskristalle wie auch die enthaltenen Luft durchsichtig. Durch die unendlichen Reflexionen zwischen den zahlreichen Grenzflächen Eis zu Luft kommt es nicht zu dem prismatischen Effekt wie beim Regentropfen sondern es bleibt einfach ein diffuses Weiß.

Befinden sich Trübungen im optischen Apparat des Auges, z. B. in der Linse beim grauen Star oder in der Hornhaut beim Glaukomanfall (plötzlicher hoher Druck beim grünen Star schädigt die Hornhaut), gelangt das Licht schon farbverfälscht ins Auge. Beim grauen Star im Alter mit seiner häufig gelblichen Verfärbung der Linse ist alles gelbstichig. Ältere Menschen bevorzugen daher häufig kräftige Blautöne, damit sie das Blau überhaupt durch die gelbliche Linse gut erkennen können. Umso erstaunter sind sie, wenn sie plötzlich die Farben nach der Operation des grauen Stars wieder klar erkennen können. Hier muss erst wieder ein Gewöhnungsprozess erfolgen und garnicht mal so selten werden die Farben anfänglich sogar als unnatürlich (blaustichig oder zu grell) erlebt. Auch für einige bekannte Maler der Geschichte ist durch ihre fortschreitende Augenerkrankung erklärbar, warum sie plötzlich das Farbspektrum ihrer Bilder wechselten.

Welche Formen von Farbsehschwächen gibt es?

Im Laufe des Lebens erworbene Farbsehstörungen haben – außer den eben erwähnten Trübungen – meist mit Medikamenten (Anreicherung in Netzhaut oder Sehnerv bei längerer Einnahme, Vergiftungen oder Drogen) oder Erkrankungen des Sehnervens zu tun.

Am bekanntesten und häufigsten sind angeborene Farbsehstörungen, die sogenannte Farbenblindheit. Hier sind eine oder mehrere Rezeptorsorten weniger empfindlich (Farbschwäche) oder garnicht funktionsfähig (Farbenblindheit). Aufgrund einer Vererbung über die Geschlechtschromosomen (x-chromosomal rezessiv) sind 7,5% der Männer und nur 0,25-0,5% der Frauen von einer Farbschwäche oder Farbenblindheit für eine Farbe betroffen. Am häufigsten ist die Schwäche des Grünsehens. Bei der Farbschwäche für Grün nehmen wir leichte Grünanteile in einer Farbe nicht wahr und es kommt zu falschen Farbvorstellungen – knalliges Grün wird aber erkannt. Bei der Farbenblindheit im Grünbereich z. B. erkennt man gar kein Grün, sondern verwechselt dieses mit Farben ähnlicher Helligkeit oder nimmt bei Farben mit Grünanteil nur die restliche Farben wahr. Das Ausmaß der Farbstörung kann mit speziellem Tests und Geräten bestimmt werden. Bei einigen Berufen ist dies ein Einstellungshindernis. Bestimmte Führerscheine dürfen je nach Ausmaß nicht gemacht werden.

Auch im Alltag gibt es für Farbblinde erstaunliche Tücken. So fällt die Unterscheidung der leicht rötlichen 5-Centmünzen und der eher gelblichen 20-Centmünzen Personen mit Defekten im Rot-Grünsehen ausgesprochen schwer. Eine absolute Farben- blindheit, d. h. es werden nur Grautöne erkannt, liegt bei der Achromatopsie vor. Sie ist angeboren und bei kompletter Ausprägung werden keinerlei Farben erkannt, da die Zapfen (Rezeptoren für Farben) nicht arbeiten. Die Welt existiert für die Betroffenen nur in Grautönen. Sozusagen wie Schwarz-Weiß Fernsehen. Es sind in Deutschland 3-4 Tausend Personen davon betroffen.

Auswirkungen von Farbenblindheit

Welche Bedeutung haben die verschiedenen Farben
für die Optik?

Wie wir oben gesehen haben, wird Licht unterschiedlicher Wellenlängen/Farben verschieden stark abgelenkt/gebrochen. Dies bedeutet, dass Linsen, die das Licht ja brechen müssen, um es auf einen Punkt zu fokussieren, die unterschiedlichen Wellenlängen auch unterschiedlich stark brechen. Für die Linse des Auges bedeutet dies, dass sie nur auf eine Farbe genau scharf stellen kann. Kombinationen von Farben, deren Wellenlängen stark unterschiedlich sind, werden daher als unangenehm empfunden. Vor allem im Randbereich von Linsen kommt es zu starken prismatischen Nebenwirkungen, d.h. die unterschiedliche Brechung ist – so wie beim Prisma – noch stärker als normal und man sieht “Farbsäume”,

d.h. regenbogenartige Ränder um Gegenstände. Dies ist vor allem von Bedeutung in der Photographie bei einfacheren Objektiven und bei sehr dünnen Brillengläsern. Dieses Phänomen der Abbildungsfehler von Linsen heißt mit Fachausdruck “Chromatische Aberration”. Auch im menschlichen Auge gibt es diese Abbildungsfehler. Sie kommen jedoch kaum zum Tragen, wenn die Pupille nicht extrem d.h. unnatürlich weit ist. Bis zu einem gewissen Maß werden sie auch vom Sehzentrum “glattgebügelt”. Bei der Planung von laserchirurgischen Eingriffen zur Korrektur von Sehfehlern muss dies jedoch teilweise berücksichtigt werden.

Wie bedeutsam ist das Farbensehen für das Autofahren?

Störungen des Farbensehens (Farbschwäche oder gar Farbenblindheit) sind für den Straßenverkehr von untergeordneter Bedeutung. Kritisch ist lediglich die Rotschwäche. Bei schlechten Lichtverhältnissen erkennt der Normalsichtige ein Auto ja häufig nur noch an den roten Rücklichtern. Der hier Eingeschränkte erkennt das Auto dann entsprechend später oder zu spät. Der typische Unfall eines Roteingeschränkten ist der Auffahrunfall bei schlechter Sicht. Für LKW-, Bus- und Taxifahrer sind hier auch Grenzen vorgeschrieben, für PKW-Fahrer gibt es keine gesetzlichen Vorschriften. Ist einem eine solche Schwäche bekannt, sollte man unter schlechten Sichtverhältnissen entsprechend langsamer fahren.

Therapeutisch gibt es kaum Möglichkeiten, da diese Sehfehler in der Regel angeboren und nicht behandelbar sind. Bei den erworbenen Farbschwächen liegen manchmal rückgängigzumachende Veränderungen vor. Ein Beispiel ist der Farbempfindlichkeitsverlust durch Trübungen der Linse (grauer Star). Ein 55-jähriger hat auch im gesunden Zustand 35% Farbempfindlichkeitsverlust gegenüber einem 19-jährigen. Bei ungewöhnlichen Farbschwächen muss gegebenenfalls eine genaue Ursachenforschung betrieben werden.

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Allgemein

Was ist Nachtblindheit (Hemeralopie)?

Kein Licht. Alles ist schwarz. Sie fühlen sich unsicher, wissen nicht, was vor oder hinter Ihnen liegt. Doch langsam erkennen Sie die ersten Umrisse und meinen zu sehen, was sie umgibt. Dass man beim Wechsel von einem hellen in einen dunklen Raum etwas Zeit braucht, um seine Umgebung wieder zu erkennen, kennt jeder. Dabei handelt es sich um eine ganz normale chemische Reaktion in den Sinneszellen. Die sogenannte Hell-Dunkel-Adaption ist eine gesunde Anpassungsreaktion der Netzhaut.

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Aber was ist, wenn die Dunkeladaption an die Lichtverhältnisse nicht erfolgt? Dann spricht man von Nachtblindheit. Bei einer einfachen Sehschwäche kann schon eine Brille helfen. Denn bei Kurzsichtigen, die am Tage eine Brille tragen, kann die Kurzsichtigkeit in der Dunkelheit zunehmen. Bei echter Nachtblindheit beziehungsweise Hemeralopie reicht eine Brille nicht aus, denn die Augen sind nicht mehr in der Lage, sich der Dunkelheit anzupassen. Man ist also im Dunkeln blind oder kann sehr schlecht sehen. Daher auch der Name Nachtblindheit. Es handelt sich meist um die Folge einer anderen Erkrankung oder auch um einen eigenständigen Sehfehler. Über die Ursachen und Formen der Krankheit möchten wir Sie im Folgenden aufklären. Nachtblindheit kann angeboren sein oder im Laufe der Zeit entstehen und mit einem Nachtblindheitstest diagnostiziert werden. Der Prozess ist in der Regel schleichend, eine plötzliche Verschlechterung des Sehvermögens bei Nacht ist ein sehr ernst zu nehmendes Symptom und es sollte in diesem Fall sofort ein Arzt aufgesucht werden. Nur durch eine Untersuchung beim Augenarzt kann man verlässlich feststellen, ob eine ernste Augenerkrankung Ursache für das schlechte Sehen im Dunkeln ist. Dr. med. Omid Kermani und sein Team in der Augenklinik am Neumarkt in Köln beraten Sie gerne persönlich zum Thema.

Was passiert bei Nacht in der Netzhaut?

Wie funktioniert die Adaptation in den Augen und wie kann man im Dunkeln sehen? In der lichtempfindlichen Netzhaut des Auges sitzen verschiedene Sinneszellen. Für ein gesundes Auge bereitet wechselndes Hell-Dunkel-Sehen keine Probleme, es kann sich an stark herabgesetzte Helligkeit adaptieren. Beim Sehen in der Dunkelheit weitet sich die Pupille, damit mehr Licht in das Auge kommen kann (Hell-Dunkel-Adaptation). Dafür wird aber der scharf abgebildete Bereich schmaler, die Tiefenschärfe ist also geringer. Unterhalb einer bestimmten Helligkeit funktionieren nur noch bestimmte Rezeptoren in der Netzhaut im Auge, die Stäbchen. Deshalb sieht man unschärfer. Adaptionsstörungen der Stäbchen führen zu Problemen beim Sehen in der Dämmerung und bei Nacht. Warum sehen Sie im Dunkeln keine Farbe? Die Stäbchen der Augen sind in der Makula,

dem besonders hochauflösenden Zentrum der Netzhaut, nicht vorhanden. Sie werden nur bei Dämmerung und Dunkelheit aktiv. In der Makula befinden sich die Zapfen, die für das Farbensehen zuständig sind. Bei Licht können wir mit dem Zentrum der Netzhaut die Welt in bunten Farben sehen und auch die kleinsten Dinge unterscheiden. Nachts wird das unmöglich. Machen Sie den Test. Die Stäbchen helfen nur beim Schwarzweißsehen. Sie sind mehr am Rande der Netzhaut konzentriert, im Zentrum (Fovea) dagegen fehlen sie. Somit erklärt sich auch das Sprichwort: „Nachts sind alle Katzen grau.” Dank Rhodopsin in den Stäbchen, wegen seiner roten Farbe auch Sehpurpur genannt, benötigt das Auge nur geringe Lichtquellen. Es ist das Sehpurpur, welches das Sehen in Graustufen ermöglicht. Ein einziges Stäbchen enthält bis zu 10 Millionen Sehpurpur-Moleküle.

Wird es nun dunkel, muss die Netzhaut ihre Leistungsfähigkeit langsam anpassen, denn das Sehpurpur muss erst generiert werden. Das nennt man Dunkeladaptation. Der Stoffwechsel in den Photorezeptoren verändert sich. Dies dauert eine gewisse Zeit, auch bei nicht vorhandener Nachtblindheit. Bei einem Selbsttest haben Sie vielleicht auch schon einmal festgestellt, dass Sie im Dunkeln erstmal kaum etwas sehen, doch schon nach 10 bis 15 Minuten erkennen Sie deutlich mehr. In den ersten Minuten geht es relativ schnell, aber erst nach 45 bis 60 Minuten ist das Maximum der Dunkeladaption erreicht. Schaut man dann kurzfristig ins Helle, stellen sich die Augen recht schnell wieder um und brauchen leider wieder genauso lange, um sich an die dunklen Verhältnisse anzupassen.

Nachtblindheit: Ursachen und Ausprägungen

Erworbene Nachtblindheit durch Vitamin-A-Mangel

Die Ursachen für eine nicht funktionierende Adaptation der Augen sind vielseitig. Zum Beispiel kann Nachtblindheit durch Vitaminmangel verursacht werden. Wer beim Hell-Dunkel-Sehen Probleme hat, kann sich auf einen Vitamin-A-Mangel überprüfen lassen. Dieser entsteht durch ungenügende Zufuhr oder Aufnahme von Vitamin A und kann die Augen und ihre Dunkeladaptation beeinflussen. Es ist notwendig zur Regeneration des Sehpurpurs (Bestandteil der Sinneszellen der Netzhaut). Im Gegensatz zur angeborenen Form gibt es für diese Art der Nachtblindheit eine Behandlung. Die Ursache ist durch entsprechende Behandlung und Zufuhr von Vitamin A mit der Nahrung (Karotten, Eigelb, Leber, Grünkohl) wieder zu beheben. Doch Vitaminmangel tritt bei gesunden Menschen dank Zugang zu ausreichender und ausgewogener Ernährung nur in den seltensten Fällen auf, daher sollte untersucht werden, ob nicht eine Magen-Darm-Erkrankung oder ein Leberleiden dahinterstecken.

Die angeborene Nachtblindheit (Hemeralopie)

Bei einer angeborenen Nachtblindheit handelt es sich um eine Minderwertigkeit des Stäbchenapparates, die sogenannte essentielle Hemeralopie. Bei dieser Form wird die Nachtblindheit durch Vererbung übertragen. Die kongenitale stationäre Nachtblindheit ist schon bei Geburt manifest und bleibt ein Leben lang bestehen, man kann also nichts dagegen tun. Die Stäbchen im Auge funktionieren zwar, können sich aber nicht an geringere Beleuchtung anpassen. Daher ist hier bis auf die Nachtsehprobleme (Autofahren in Dämmerung und Nacht gefährlich!) alles andere normal: Sehschärfe, Gesichtsfeld und Farbsehvermögen funktionieren.

Weitere Ursachen für Nachtblindheit

Es existieren zahlreiche erworbene Störungen der Stäbchenfunktion durch Erkrankungen der Netzhaut und des Sehnervs. Dazu gehören Infektionen, Glaukome, Kopfverletzungen oder Schlaganfälle. Schlechter sehen in der Schwangerschaft, bei schlechten Lichtverhältnissen oder generell, ist ebenfalls typisch und in der Regel temporär.

Zu den häufigsten Krankheiten, die Nachblindheit verursachen können, gehört die Retinitis beziehungsweise Retinopathia Pigmentosa (RP). Eine Augenerkrankung, die die Zerstörung der Netzhaut zur Folge hat. Die Retinopathia Pigmentosa tritt meist im mittleren Alter auf, wenn nicht schon im Jugendalter. Eine allmählich eintretende Nachtblindheit und Ausfälle im Gesichtsfeld sind die ersten Anzeichen dafür.

Es kommt eigentlich immer zu Problemen, wenn große Teile der äußeren Netzhaut zerstört werden – dort sitzen die meisten Stäbchen im Auge. Meistens sind beide Augen betroffen, doch einige Patienten leiden auch unter Nachtblindheit auf einem Auge. Hier wären als Ursachen die diabetische Netzhauterkrankung und die Chorioretinistis (Netzhaut-/Aderhautentzündung) zu nennen.

Auch wenn die weiterleitenden Nervenfasern beschädigt werden, die für den äußeren Bereich der Netzhaut zuständig sind, tritt ein Problem mit dem Sehen bei Dunkelheit auf – wie es zum Beispiel beim Grünen Star oder bei einem Verkümmern der Sehnerven (Opticusatrophie) vorkommt. Sind die Sehnerven erstmal beschädigt, kann eine Behandlung die entstandene Nachtblindheit nicht beseitigen. Im Unterschied zur angeborenen Nachtblindheit entwickelt sich hier die Nachtblindheit erst später. Das Gesichtsfeld ist eingeschränkt, da der äußere Teil der Netzhaut nicht funktionsfähig ist.

Erhebliche Trübungen der Hornhaut und der Augenlinse (Grauer Star) führen zu einer starken Dämpfung des Lichtes und gehören damit natürlich auch zu den Ursachen für ein eingeschränktes Sehvermögen bei Dunkelheit. Denn ist die Hornhaut nicht mehr ganz klar, kommt weniger Licht ins Auge oder es wird mehr gestreut. Hier handelt es sich aber nicht um echte Nachtblindheit, sondern um eine Nachtsehschwäche.

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Nachtblindheit: Symptome und Diagnose

Woran erkennt man Nachtblindheit?

Während Andere bei geringer Beleuchtung wenigstens noch eingeschränkt sehen können, sieht man bei Nachtblindheit oder Hemeralopie selber nichts mehr. Der Prozess der Hemeralopie verläuft schleichend beziehungsweise schubweise und erstreckt sich meistens über Jahrzehnte hinweg. Die Krankheit wirkt stark einschränkend, wenn nachts vor die Tür zu gehen unmöglich wird. Vielleicht haben Sie sich schon einmal gefragt: „Bin ich Nachtblind?“, da Sie bei einem Test einige Warnzeichen oder Symptome an sich erkannt haben. Doch Achtung: Bei absoluter Dunkelheit sieht natürlich niemand etwas, etwas schlechter Sehen bei Dunkelheit ist ganz normal. Um bei vermuteter Nachtblindheit und nach einem Selbsttest sicher zu gehen, dass man betroffen ist, gibt es neben der Patientenbefragung und dem medizinischen Sehtest im Hellen, bestimmte Geräte, um Nachtblindheit zu diagnostizieren.

Der Unterschied: nachtblind oder nur nachtkurzsichtig?

Nachtblindheit beziehungsweise Hemeralopie bedeutet, dass man ab einem bestimmten Helligkeitsabfall – im Gegensatz zu gesunden Menschen – nicht nur schlecht, sondern gar nichts mehr sieht, also blind ist. Macht man bei Verdacht auf Nachtblindheit einen Selbsttest, kommt es häufig zu Fehldiagnosen. Probleme beim Sehen im Dunkeln sind nicht nur bei Autofahrern ein sehr weit verbreitetes Phänomen und es kommen viele verschiedene Ursachen in Betracht. Meist liegt keine echte Nachtblindheit vor, sondern ein einfacher Sehfehler. Selbst dann, wenn Ihre Nachtblindheit einseitig auftritt. Häufig handelt es sich lediglich um altersbedingte Sehschwächen, die umgangssprachlich als Nachtblindheit bezeichnet werden. Bei Nachtkurzsichtigkeit (Nachtmyopie) helfen schon neue Brillen oder Kontaktlinsen. Mit einem professionellen Test für Nachtblindheit in der Augenklinik können Verwechslungen ausgeschlossen werden. Besuchen Sie uns in der Augenklinik am Neumarkt in Köln, wir beraten Sie ausführlich.

Die Augenklinik am Neumarkt

Willkommen bei der Augenklinik am Neumarkt in Köln! In diesem Video bieten wir Ihnen ein Einblick in unsere Behandlungsräume, die Operationssäle und vieles mehr. Erfahren Sie außerdem mehr über die Erfahrungen unserer Kunden!

Nachtblindheit: Behandlung und Therapie

Nachtblind – Was tun?

Fällt der Nachtblindheitstest positiv aus, sind Sie also nachtblind auf einem Auge oder beiden, gibt es in vielen Fällen noch keine Möglichkeit, eine Nachtsehschwäche oder Hemeralopie zu heilen. Das heißt, die Unfähigkeit der Adaptation des Auges kann durch einen chirurgischen Eingriff vom Augenarzt oder mit einer medikamentösen Therapie, durch Pflege und Behandlung nicht komplett behoben werden. Nur wenn man die zugrundeliegende Krankheit erkennt, die die erworbene Nachtblindheit verursacht (zum Beispiel Chorioretinitis) beziehungsweise Nachtsehschwäche (Grüner Star, Grauer Star) und es zu einer rechtzeitigen Behandlung und Therapie kommt, ist die Entwicklung zu stoppen. Umso wichtiger ist es daher, die Ursachen zu kennen und vorzubeugen. Unterziehen Sie Ihre Augen regelmäßig einer Kontrolle. Bei der angeborenen Nachtblindheit oder bei der bisher nicht heilbaren Retinitis pigmentosa kann man nur Hilfestellung geben (z.B. Schutzbrillen etc.).

Nachtblindheit – Symptome behandeln

Gibt es eine Brille für Nachtblinde? Fragen sich jetzt sicherlich viele Betroffene. Wie gesagt, Hilfe bei Nachtblindheit gibt es vor allem durch eine Behandlung der Ursachen, denn eine spezielle Brille gegen Nachtblindheit gibt es nicht.

Wer nachtblind ist und zum Autofahren Hilfe benötigt, kann vielleicht bald auf Chlorin e6-Augentropfen hoffen. Um besser im Dunkeln sehen zu können, wurden diese Augentropfen speziell für Menschen mit einer permanenten Sehbeeinträchtigung entwickelt. Chlorin e6 ist eine Komponente von Chlorophyll, das Pflanzen hilft, Licht in Energie umzuwandeln. Die lichtverstärkenden Effekte wollten sich Wissenschaftler für Augentropfen zu Nutze machen. Bis jetzt stecken sie allerdings noch in der Entwicklungsphase und Tropfen dieser Art gibt es nicht zu kaufen.

Was hilft, die Augen fürs Sehen im Dunkeln zu trainieren?

Leiden Sie nicht an Hemeralopie, sondern lediglich an einer leichten Sehschwäche bei Dunkelheit, können Sie Ihre Augen für das im Dunkeln Sehen trainieren. Bei Müdigkeit, Vitamin-A-Mangel, der Einnahme von Beruhigungsmedikamenten oder bei bestimmten Krankheiten reagiert die Pupille verlangsamt. Durch den Schutz der Augen und eine gesunde Lebensweise, viel Vitamin A und ein paar Tricks, die wir Ihnen gleich verraten, lässt sich die Adaptation der Augen in der Dunkelheit bei den meisten Menschen schnell verbessern.

Die einzige Brille, die bei Nachtblindheit helfen kann, ist eine Sonnenbrille, die man tagsüber trägt. Kurz bevor man ins Dunkle geht, kann man auf eine Brille mit rotgetönten Gläsern umsteigen. Das rote Licht sorgt dafür, dass sich die Stäbchen im Auge schneller der Dunkelheit anpassen. Empfehlenswert ist dieser Trick vor Autofahrten in der Nacht. Ein anderes Mittel gegen Nachtblindheit wäre, vorsorglich ein Auge mit einer Klappe abzudecken,

vorsorglich ein Auge mit einer Klappe abzudecken, somit hat zumindest ein Auge die Möglichkeit sich vorab an die veränderten Lichtverhältnisse zu gewöhnen. Zum anderen sollte man vermeiden direkt in helle Lichtquellen zu blicken, denn das führt dazu, dass sich die Pupillen wie eine Kamerablende zusammenziehen. Bei wenig Licht sollten die Pupillen jedoch weit geöffnet sein. Autofahrer sollten vermeiden direkt in das Fernlicht anderer Fahrer zu blicken, auch der ständige Blick auf den Bildschirm des Smartphones behindert die Umstellung auf Nachtsichtfähigkeit. Allerdings ist es ein Mythos, dass im Dunkeln lesen schlecht für die Augen ist, es ist lediglich ermüdender. Wenn Sie sich schnell an das Sehen in der Dunkelheit gewöhnen wollen, ist es ebenfalls hilfreich die Augen zu schließen und mit den Handflächen und leichtem Druck sanft zu massieren. Das wichtigste aber ist Zeit und Entspannung. Bei spezifischen Problemen und Vorerkrankungen empfiehlt sich jedoch immer das Gespräch mit dem Augenarzt.

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Allgemeine Informationen

Wo sitzt die Netzhaut?

Die Netzhaut kleidet das Auge wie eine Tapete von innen aus. Sie entspricht in ihrer Funktion dem Film bzw. dem Mikrochip in einer Fotokamera. Das Licht fällt gebündelt durch die Augenlinse auf sie und hier sitzen die lichtempfindlichen Zellen, die das Licht wahrnehmen, mittels einer chemischen Reaktion in elektrische Impulse umwandeln und als Information über den Sehnerv an das Sehzentrum weiterleiten.

Wodurch kann sich die Netzhaut ablösen?

Durch angeborene Schwachpunkte des Gewebes und Alterserscheinungen (Netzhautdegenerationen), durch Veränderungen im Rahmen höherer Kurzsichtigkeit, Veränderungen des Glaskörpers sowie nach Blutungen im Auge und Verletzungen können Risse und Löcher in der Netzhaut entstehen. Augenflüssigkeit kann durch diese hinter die Netzhaut laufen und sie dadurch von der Wand abheben. Ein weiterer Mechanismus sind Flüssigkeitseinlagerungen unter der Netzhaut bei Entzündungen, Tumoren oder Bindegewebs- bzw. Narbensträngen, welche die Netzhaut auch ohne Loch abheben können.

Warum ist das gefährlich?

Beginnt sich die Netzhaut abzulösen, muss sie schnellstmöglich mit dem Laser oder durch eine Operation befestigt werden. Der Grund ist, dass die Ernährung der lichtempfindlichen Rezeptoren der Netzhaut ausschließlich von der dahinter gelegenen Schicht der Augenhinterwand (Aderhaut) aus erfolgt. Je länger die Netzhaut daher von ihrer „Unterlage“ abgelöst bleibt, desto weniger ist sie in der Lage, ihre alte Leistungsfähigkeit wieder zu erreichen. Teilweise oder komplette Erblindung auf dem betroffenen Auge kann die Folge sein.

Symptome und Untersuchung

Wie merke ich eine Netzhautablösung selbst?

Erste Hinweise können das Wahrnehmen von plötzlichen Blitzen und Funken bzw. Sternchen – vor allem bei Kopfbewegungen – sein. Dies ist zwar meist noch keine Ablösung, sondern nur ein Zeichen für mechanische Belastung der Netzhaut, sollte aber vom Augenarzt kontrolliert werden.

Bedenklich ist das Wahrnehmen von zahlreichen dicken „Tropfen“ (auch „Rußregen“ genannt) vor den Augen. Dies ist nicht zu verwechseln mit den harmlosen „fliegenden Mücken“ bzw. Fuseln und Fädchen, wie sie fast jeder beim Blick gegen einen gleichmäßig hellen Hintergrund sehen kann.
Fällt gar ein ganzer Bereich des Gesichtsfeldes aus, als wenn ein dunkler Vorhang sich davor schieben würde, besteht der Verdacht, dass die Netzhaut sich dort abgelöst hat. Dann muss umgehend ein Augenarzt aufgesucht werden.

Wie kann ich vorbeugen?

Vorbeugend sollten alle Kurzsichtigen über 2 Dioptrien Gläserstärke (Optiker oder Augenarzt fragen) alle zwei Jahre untersucht werden, sowie alle die Netzhautablösungen in der Familie haben bzw. die obigen Warnzeichen wahrnehmen. Nach Verletzungen der Augen und bei Erkrankungen mit Blutungen und Ausbildung von Bindegewebssträngen in den Augen (z. B. Diabetes) muss sowieso regelmäßig die Netzhautuntersuchung durchgeführt werden.

Wie wird die Netzhaut untersucht?

Die Pupille wird weitgetropft und in das Auge geleuchtet. Falls der optische Einblick eingeschränkt ist, wird mittels Ultraschall das Auge dargestellt.

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Therapie und Erfolgsaussichten

Wie wird die Netzhaut wieder befestigt?

Handelt es sich nur um kleine Löcher, reicht ein Laser. Es werden ambulant kleine „Schweißherde“ um die Löcher gesetzt und in der Regel ist dann der Bereich abgesichert. Dies merkt man kaum und Betäubungen oder Narkosen sind nicht notwendig. Ist die Netzhaut bereits abgelöst, ist eine große Operation in Narkose notwendig:

 

Eine Methode findet komplett von außerhalb des Auges statt. Dabei werden entweder um das Auge Befestigungsringe (Cerclage) oder kleine eindellende „Schaumstoffkissen“ (Plomben) befestigt und mittels einer Punktion die Flüssigkeit unter der Netzhaut entfernt, so dass sich Netzhaut und Augenwand wieder aneinander legen können.

Liegen Narbenstränge oder starke Veränderungen des Glaskörpers vor, bzw. gelang die Operation von außen nicht, muss man in das Auge gehen. Dabei werden der Glaskörper und die anderen Veränderungen im Glaskörperraum entfernt. Die Operation heißt „Parsplana Vitrektomie“. Anschließend wird von drinnen mittels Gas oder spezieller Flüssigkeiten (z. B. Silikonöl) die Netzhaut wieder an die Wand gedrückt. Eventuell wird dann noch zusätzlich von innen gelasert (Endolaser). Die Füllung des Auges mit Silikonöl ist sozusagen die letzte Lösung, da das Silikonöl sowohl die Augenlinse (es entsteht ein grauer Star) als auch die Netzhaut auf Dauer schädigt. Das Silikonöl muss, wenn möglich, nach einiger Zeit wieder entfernt werden.

Wie sind die Aussichten nach der Operation?

Ganz gleich, welche Operation durchgeführt wird, es bleibt ein Risiko der erneuten Ablösung. Daher muss das Auge anschließend regelmäßig vom Augenarzt kontrolliert werden. In Abhängigkeit von der Dauer der Ablösung und der Schädigung der Lichtrezeptoren bleibt eine Seheinschränkung. Entweder sind dies bei Ablösungen im äußeren Bereich der Netzhaut Gesichtsfeldausfälle/-schwächen oder bei Ablösung im Zentrum der Netzhaut, der sogenannten Makula, verbleibt eine dauerhafte Minderung der Sehschärfe.

Deswegen ist es so wichtig, die Ablösung in einem Stadium zu behandeln, in dem noch nicht die Mitte der Netzhaut abgelöst ist. Zunächst muss man nach der Operation aber erst mal abwarten. Die mögliche Erholung der Netzhautfunktion dauert Monate. Erfolgte die Wiederanlegung zu spät (mehrere Wochen seit Ablösung), findet keine Erholung der Netzhaut mehr statt. Jede Stunde und jeder Tag sind da entscheidend. Sinn kann die Operation dann aber auch noch machen, um eine völlige Erblindung oder die Entstehung eines schmerzhaften schrumpfenden Auges zu verhindern.

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Leistungen

Ausgezeichnete Expertise, kompetente Beratung und fürsorgliche Betreuung erwarten Sie in jeder unserer Kliniken. Profitieren Sie von der jahrelangen Kompetenz unserer Fachärzte in unserem breiten Leistungsspektrum.

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Augen lasern

Egal ob mit Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit oder einer Hornhautverkrümmung: Nicht jeder kann und möchte sich an Brille und Kontaktlinsen gewöhnen. Wir bieten viele verschiedene Augenlaser-OPs für Sie an.

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Allgemeine Informationen

Das Schielen bzw. der Strabismus betrifft ca. 5,3-7,4 % der Bevölkerung in Mitteleuropa, kann zahlreiche Ursachen haben und in sehr unterschiedlichen Formen auftreten. Eine häufige Folge des kindlichen Schielens ist eine einseitige Schwachsichtigkeit (60-70 % der Betroffenen). Die nichtoperative Betreuung erfolgt in der Sehschule.

Was ist die Strabologie?

Da die sinnvolle Therapie des Schielens nur bei genauer Klärung des Typs und der Ursache festgelegt werden kann und neben der Masse der unproblematischen Fälle, eine große Menge an seltenen Kombinationen auftritt, hat sich eine eigene Spezialdisziplin in der Augenheilkunde etabliert, die Strabologie. Solche spezialisierten Augenärzte (Strabologen), die sich vor allem mit den Sonderformen des Schielens und seiner Therapie (operativ und nicht operativ)

beschäftigen, finden sich in der Regel nur an Augenkliniken. Der erste Ansprechpartner für vom Schielen betroffene Patienten ist jedoch zunächst der Augenarzt, der bei unkompliziertem Schielverlauf die Betreuung selbst übernimmt und nur in besonderen Fällen – vor allem bei der Notwendigkeit operativer Eingriffe – an solche Spezialisten weiter verweist. Unterstützt wird der Augenarzt in Praxis und Klinik dabei von den so genannten Orthoptistinnen.

Was ist die Aufgabe der Orthoptistin?

Das Wort Orthoptistin kommt aus dem Griechischen und setzt sich zusammen aus: ortho(s) = gerade und opsis = Sehen. Die Orthoptistin beschäftigt sich also mit dem „Geradesehen“, dem Ziel ihrer Tätigkeit. Die Aufgabe besteht darin, bei der Verhütung (Prophylaxe), der Erkennung (Diagnose) und der Behandlung (Therapie) von Schielerkrankungen (Strabismus), Sehschwächen (Amblyopie) und des Augenzitterns (Nystagmus) sowie deren Folgen den Augenarzt zu unterstützen und Teilaufgaben zu übernehmen. Weitere Aufgaben stellen sich der Orthoptistin in der Untersuchung und Rehabilitation von sehbehinderten Kindern und Erwachsenen.

Was ist die Sehschule?

Unter dem Begriff „Sehschule“ versteht man Einrichtungen an Kliniken oder in Augenarztpraxen, in denen Orthoptistinnen in Zusammenarbeit mit Augenärzten Augenbewegungsstörungen (Schielen und Augenzittern z. B.), Sehschwächen und alle damit zusammenhängenden Krankheitsbilder behandeln. Die Sehschule trägt heute ihren Namen nur noch bedingt zu Recht, weil durch Früherkennung und neue Therapieverfahren die aufwendige Schulungsbehandlung – früher die Haupttätigkeit der Orthoptistin – häufig vermieden werden kann. Sowohl Kinder als auch Erwachsene, die an Schielen erkrankt sind kommen in die Sehschule. Es obliegt der Orthoptistin, die Untersuchung und Behandlung patientengerecht zu gestalten. Insbesondere bei Kleinkindern bedarf dies spezieller Maßnahmen und großer Einfühlsamkeit und Geduld.

Visuelle Wahrnehmungsstörungen ­– ein häufiges Problem bei Kindern

Es werden viele Kinder in der Augenarztpraxis vorgestellt, die z. B. häufig mit den Augen klimpern, hinfallen, stolpern, motorisch ängstlich sind oder Schwierigkeiten in der Schule haben – die Buchstaben des Öfteren verwechseln, Schwierigkeiten bei der Bearbeitung von Arbeitsblättern haben oder eventuell auch durch Konzentrationsstörungen auffallen. Oft haben Eltern schon mehrere Besuche bei Kinderärzten und auch Therapeuten hinter sich und sind besorgt bzw. hilflos, weil die Ursache eventuell unklar ist. Manchmal wird diese Hilflosigkeit auch ausgenutzt und die sogenannte Winkelfehlsichtigkeit als Grund für diese Schwierigkeiten genannt. Es werden dann Prismenbrillen verordnet, die aber die wirkliche Ursache nicht immer beheben können. In diesem Zusammenhang muss man wissen, dass zum Sehen nicht nur die Reizaufnahme und die Abbildung in der Netzhaut gehört, sondern auch ein komplexes Zusammenspiel vieler Verarbeitungsmechanismen, die zu einer neuen Information hinleiten.

Visuelle Wahrnehmung – was ist das?

Wahrnehmung ist ein Vorgang des Auffassens und Erkennens, der automatisch abläuft. Er ist abhängig von der Motivation, bestimmten Eckdaten und basiert auf den sogenannten Wahrnehmungsgesetzen. Zu diesen Wahrnehmungsgesetzen gehören:

  • Figurhintergrund
  • Formkonstanzmechanismen
  • Größenkonstanz
  • Lagebewusstsein

Sind diese Wahrnehmungsmechanismen gestört, so liegt eine zentrale Verarbeitungsstörung für optische Reize vor (Wahrnehmungsstörung). Die Folgen können eine verzögerte und/oder gestörte Entwicklung in der Kognition, der Motorik, der Sprache oder der Emotionalität sein. Besuchen Sie unsere Kindersprechstunde In unserer Kindersprechstunde Montag- und Donnerstagnachmittag bieten wir eine gründliche ophthalmologisch/orthoptische Untersuchung an und können nach einem ausführlichen Gespräch auch die visuelle Wahrnehmung mit verschiedenen Testverfahrenaufdecken, gutachterlich dokumentieren und ggfs. therapeutische Empfehlungen entwickeln.

Informieren Sie sich weiter oder lassen Sie sich bei uns behandeln!

Schielen - Diagnose, Ursachen, Behandlung

Die Ursachen sind vielfältig und es gibt viele ver-schiedene Schielformen und Einteilungen. Eine Unter-scheidung ist die, in Innenschielen und Außenschielen. Sinnreicher ist jedoch die Unter-scheidung in Lähmungsschielen und Begleitschielen.

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Allgemeine Informationen

Das trockene Auge ist eine weltweit verbreitete Erkrankung der Augenoberfläche, von der etwa 20 % der Menschen betroffen sind. Hervorgerufen wird sie durch eine Verminderung der Tränenmenge oder eine veränderte Zusammensetzung des Tränenfilms. Außerdem kann ein trockenes Auge auch bei diversen Augenerkrankungen oder Allgemeinleiden vorkommen. Das Auge wird nicht mehr ideal befeuchtet. Man spricht deshalb auch von einer Benetzungsstörung des Auges. Viele Betroffene nehmen dies zwar als ein unangenehmes Gefühl wahr, aber die meisten versuchen es zu ignorieren oder sich daran zu gewöhnen.

Die häufigsten Symptome für trockene Augen sind: tränende Augen (trockenes Auge durch Flüssigkeitsverlust), Augenrötung, Sandkorn-/Fremdkörpergefühl, Kratzen, Brennen, Schleimabsonderung, Lichtempfindlichkeit, müde Augen, geschwollene Augenlider, Unverträglichkeit von Kontaktlinsen und Kosmetika, Probleme am Bildschirm und im Flugzeug, Schmerzen bei Luftzug. Auch Probleme in rauchiger Luft und vieles mehr können Ausdruck eines gestörten Tränenfilms, also eines trockenen Auges, sein.

Falls Sie unter ähnlichen Beschwerden leiden sollten, ist der Besuch bei Ihrem Augenarzt dringend anzuraten! Wird die Erkrankung rechtzeitig erkannt und behandelt, verläuft sie in den meisten Fällen relativ harmlos. Ein sehr „trockenes Auge“, das unbehandelt bleibt, kann allerdings zu starken Entzündungen oder der Eintrübung und Vernarbung der Hornhaut führen – und in deren Folge zu schwerwiegenden Konsequenzen.

Informieren Sie sich weiter!

Trockenes Auge - Krankheit

Die Ursachen für trockene Augen sind verschieden. Neben den krankheitsbedingten Ursachen kann auch ein „gesunder“ Mensch darunter leiden. Diese Erkrankung sollte nicht unterschätzt werden, da es zu Dauerschäden kommen kann.

Trockenes Auge - Behandlung

Es gibt mehrere Möglichkeiten, das trockene Auge zu behandeln. Dabei kommt es besonders auf die Ursachen für das trockene Auge an, weshalb bei der Behandlung auf diese einzugehen ist. Wir präsentieren Ihnen 3 Behandlungsmöglichkeiten.

Trockenes Auge - Was kann ich selbst tun?

Neben der medikamentösen Behandlung können Sie mit ein paar einfachen Verhaltensmaßregeln die Folgen des trockenen Auges mildern (bspw. Ernährung und erhöhte Trinkmenge). Sprechen Sie jedoch vorher mit Ihrem Arzt darüber.

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Allgemeine Informationen

Die Uveitis ist eine entzündliche Augenkrankheit. Sie ist jedoch keine eigenständige Krankheit, sondern hat viele mögliche Ursachen. Gemeinsam ist ihren verschiedenen Formen, dass dabei die sogenannte “Uvea” entzündet ist. In der Augenheilkunde werden mit diesem Begriff folgende Teile des Auges zusammengefasst:

  • die Regenbogenhaut (Iris),
  • der Strahlenkörper oder Ziliarkörper (Corpus ciliare) und
  • die Aderhaut (Choroidea)

Kommt es in einem oder mehreren dieser drei Bereiche – oder auch nur in deren Gefäßen – zu einer Entzündung, spricht man von einer Uveitis. Auch der Glaskörper, der aus einer gelartigen Substanz besteht und das Augeninnere ausfüllt, kann betroffen sein. Kritisch daran ist, dass die Beschwerden durchaus gering sein können. Das Auge ist dann nur etwas rot und leicht lichtempfindlich. Es kann aber auch sehr schmerzhaft sein. Aufgrund ihres häufig wiederkehrenden und chronischen Verlaufs, stellt die Erkrankung mit ihren Folgeschäden bis zur Erblindung ein anspruchsvolles und wichtiges Problem in der Therapie dar.

Da sich hinter diesem Krankheitsbild viele mögliche Ursachen verstecken können –  auch in Verbindung mit Allgemeinerkrankungen – wird eine weiterführende Diagnostik benötigt, um eine optimale Behandlung sicherzustellen. In Zusammenarbeit mit dem Hausarzt, Laborarzt und Radiologen werden mögliche Ursachen abgeklärt.

Die meisten Betroffenen sind jedoch gesund und haben die Augenentzündung ohne erkennbare Ursache oder speziellen Anlass bekommen. In diesem Fall ist die Prognose gut und schwere Verläufe mit Sehverschlechterung sind eher selten.

Uveitis: Verschiedene Formen, Symptome und Ursachen

Da die Ursache für die Entzündung am Auge meist nicht klar ist, wird zunächst nach dem Schwerpunkt des entzündlichen Befalls unterschieden:

Anterior Uveitis 

Bei der vorderen Uveitis handelt es sich um eine Entzündung der Regenbogenhaut, also der Iris, inklusive Ziliarmuskel. Symptome sind Blendempfindlichkeit, ein Spannungsgefühl bis hin zu starken Augenschmerzen und eine gerötete Bindehaut besonders um die Hornhaut herum. Das Sehvermögen kann bei einer Uveitis anterior beeinträchtigt sein, muss es aber nicht. Unter einem Untersuchungsmikroskop können zudem Entzündungszellen in der vorderen Augenkammer und ggf. Ablagerungen von Proteinen an der Innenfläche der Hornhaut festgestellt werden.

Ist nur die Iris von der Entzündung betroffen, spricht man von einer Iritis oder Regenbogenhautentzündung.

Posterior Uveitis

Die hintere Uveitis betrifft die Aderhaut, auf der hinten im Auge die Netzhaut aufliegt. Die Erkrankung weist keine äußerlichen Anzeichen auf, aber durch die Trübungen im Glaskörper verschlechtert sich das Sehvermögen. Ihr Augenhintergrund wird auf Entzündungsherde entlang der Netzhautgefäße untersucht und auf Ansammlungen von Entzündungszellen im Glaskörper.

Uveitis Intermedia

Von der mittleren Uveitis ist vor allem der intermediäre Teil der Uvea und auch der Glaskörper betroffen. Die Diagnose dieser Form ist schwieriger als bei den anderen beiden Formen, weil hier Teile des Auges betroffen sind, die nicht primär zum Sehen wichtig sind. Deshalb wird sie oft erst diagnostiziert, wenn die Sehschärfe schon stark eingeschränkt ist.

Hat der Patient das Gefühl Schlieren zu sehen, handelt es sich wahrscheinlich um Trübungen, die auf der Netzhaut oder im Glaskörper liegen und vor allem bei einer Sonderform der Uveitis intermedia, der Pars planitis, vorkommen.

Panuveitis

Wenn alle Augenabschnitte von der Entzündung erfasst sind, spricht man von einer Panuveitis. Alle schon beschriebenen Symptome können gemeinsam auftreten und eine intensive Therapie erforderlich machen. Ist nur der Glaskörper entzündet, handelt es sich um eine Vitritis.

Bei Infektionen

Einige Erkrankungen durch Infektionen können noch lange Zeit nach ihrem ersten Auftreten zu entzündlichen Veränderungen am Auge führen und müssen bei der Ursachensuche bedacht werden. Dazu gehören Borreliose nach Zeckenbissen, die Toxoplasmose nach Umgang mit Katzen oder Genuss von rohem Fleisch, schwere Durchfallerkrankungen mit Yersinien oder Klebsiellen, Herpes oder Windpocken sowie bei Multipler Sklerose. Neben diesen klassischen Infektionskrankheiten sollten auch Tuberkulose- oder Syphilis-Erkrankung abgeklärt werden.

Manche Menschen haben aufgrund einer speziellen Nervenversorgung eines Auges unterschiedlich gefärbte Regenbogenhäute, z.B. eine blaue und eine braune. In einem solchen Fall können ebenfalls Entzündungen auftreten, die jedoch meist harmloser sind.

Bei rheumatischen Erkrankungen

Rheumatische Erkrankungen können neben Gelenkbeschwerden auch Ursache der Augenkrankheit sein und werden bei jeder Untersuchung berücksichtigt. Besonders häufig kommen Morbus Bechterew, Rheuma im Kindesalter, Sarkoidose, Arthritis, das Behcet-Syndrom und M. Wegener sowie entzündliche Darmerkrankungen wie M. Crohn und Colitis ulzerosa vor. Auch wenn Sie noch nie mit Gelenkbeschwerden zu tun hatten, kann die Entzündung am Auge ein erster Hinweis auf eine rheumatische Erkrankung sein. In diesem Fall hat Ihr Hausarzt die Möglichkeit, das Rheuma noch vor Auftreten der ersten Symptome zu behandeln und kann Sie damit länger beschwerdefrei halten.

Im Kindesalter

Leider bleiben auch Kinder von dieser Diagnose nicht verschont. Insbesondere bei jungen Patienten mit Rheuma treten mitunter schwere Entzündungen im Auge auf, die bis zu einer Bedrohung des Sehvermögens führen können. Kinder mit bekannter rheumatischer Erkrankung sollten daher regelmäßig vom Augenarzt untersucht werden. Eine frühzeitige Behandlung kann Spätkomplikationen verhindern.

Uveitis: Behandlung

Die erste Stufe jeder Uveitisbehandlung ist die Anwendung von cortisonhaltigen Augentropfen, um die Entzündung zurückzudrängen. Ihr Augenarzt kontrolliert den Therapieerfolg, indem er die vordere Augenkammer nach Entzündungszellen absucht. Das Behandlungsziel besteht darin, das Auge völlig frei von Entzündungszellen zu halten.

Bei Schmerzen und in der sehr aktiven Anfangsphase der Erkrankung ist eine Weitstellung der Pupille sinnvoll. Der Ciliarkörper kann sich so entspannen, die Schmerzen gehen zurück, und der Heilungsprozess verläuft schneller. Außerdem verklebt bei weitgestellter Pupille die Iris nicht so leicht mit der Linse, was bei der Uveitis anterior häufig vorkommt und zu Komplikationen führen kann. Während einer Behandlung mit kortisonhaltigen Medikamenten überprüft Ihr Augenarzt regelmäßig Ihren Augendruck und den Zustand Ihrer Augenlinse, da eine Anwendung über Wochen bis hin zu Jahren zu Veränderungen führen kann.

Kortisonbehandlung mit Tabletten oder Spritzen

Erst nach ausgiebiger Untersuchung kann das Auge mit Kortison behandelt werden – entweder in Form von Tabletten oder durch Spritzen neben das Auge. Diese Behandlungsweise wird bei sehr schweren Entzündungen gewählt und hilft zusätzlich zu den Augentropfen, das Auge vom Entzündungsreiz zu befreien.

Werden Sie über längere Zeit mit einer Kortisontherapie behandelt, müssen eventuelle Nebenwirkungen stets beobachtet werden. So werden regelmäßig der Blutdruck, der Blutzucker sowie die Knochendichte überprüft. Unter Kortison kann es auch zu Gewichtszunahmen, Depressionen, Infektanfälligkeit und Hautveränderungen kommen, die ggf. zum Abbruch der Behandlung führen.

Immununterdrückende Therapie

Bei schweren chronischen Verläufen, z.B. bei einer rheumatischen Grunderkrankung, kommen neben dem Kortison auch Medikamente zum Einsatz, die man unter dem Sammelnamen Zytostatika weniger aus der Augenheilkunde, sondern vor allem aus der Chemotherapie bei Krebserkrankungen kennt. Trotz einer gewissen Scheu bei Patienten und Ärzten, diese Medikamente auch bei nicht Schwerkranken anzuwenden, konnten Studien eine sehr gute Wirksamkeit nachweisen. Dabei liegt die Dosierung weit unter den Werten in der Krebstherapie und die Nebenwirkungen fallen deutlich niedriger aus als bei einer Dauerbehandlung mit Kortison.

Daher wird Ihr Arzt nach einer gewissen Dauer der Kortisontherapie die Möglichkeit überprüfen, Sie z.B. auf Cyclosporin A oder Methotrexat einzustellen. Ihr Hausarzt wird Sie untersuchen, beraten und zu Ihrer Sicherheit regelmäßig die Blutwerte bestimmen.

Operation

Bei der hinteren Uveitis mit starken Trübungen des Glaskörpers wird der Glaskörper entfernt und die Flüssigkeit ersetzt. Dies führt häufig zu einer Sehverbesserung und Minderung der Entzündungsaktivität im Auge.

Bei langjährigen Verläufen der Augenkrankheit kann es durch die Entzündungsreaktion zu Eintrübungen der Linse kommen, so dass auch bei jungen Patienten schon eine Operation am Grauen Star erforderlich wird. Durch die Operation werden Verklebungen zwischen Linse und Regenbogenhaut gelöst und die eingetrübte körpereigene Linse gegen eine Kunststofflinse ausgetauscht.

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Uveitis: Komplikationen

Verklebung von Pupille und Linse

Durch die Entzündung werden im Auge Zellen und Proteine freigesetzt, die zu Verwachsungen zwischen sonst getrennten Strukturen führen können. Am häufigsten sind die Regenbogenhaut und die Linse betroffen. Sie können selbst sehen, ob starke Verwachsungen vorliegen: Ist die Pupille nicht gleichmäßig rund, und verändert sie sich nur wenig und ungleichmäßig beim Übergang von hellem Licht zu Dunkelheit, sollten Sie sofort Ihren Augenarzt aufsuchen. Feine, beginnende Veränderungen sind jedoch nur unter dem augenärztlichen Behandlungsmikroskop erkennbar.

Grüner Star

Unter Grünem Star (Glaukom) versteht man einen erhöhten Augendruck, der zu einem Schaden am Sehnervenkopf führt. Unbehandelt entstehen Ausfälle im Gesichtsfeld bis hin zur Erblindung. Mit der richtigen Therapie kann Ihr Sehvermögen stabil gehalten werden.

Eine Reaktion des Auges auf die andauernde Entzündung kann eine Erhöhung des Augendruckes sein. Zudem können auch kortisonhaltige Augentropfen den Druck anheben.

Eine regelmäßige Überprüfung des Augendrucks durch Ihren Augenarzt hilft, dieser Komplikation vorzubeugen. Leider bemerken Sie als Patient den erhöhten Druck nicht, erst bei einem Glaukomanfall mit maximaler Drucksteigerung treten Kopfschmerzen, Druckgefühl und Sehverschlechterung auf.

Regelmäßige Behandlung mit Augentropfen sowie regelmäßige Kontrollen des Gesichtsfeldes und der Sehschärfe erfolgen nach der Diagnose eines sogenannten Sekundärglaukoms, eines Grünen Stars auf der Basis einer anderen Augenerkrankung.

Grauer Star

Ein Reizzustand im Augeninneren über lange Zeit kann zu einer Eintrübung der Linse führen. So kann Grauer Star in schweren Fällen sogar bei Kindern entstehen, obwohl dieser sonst eher bei älteren Patienten auftritt. Eine Langzeitbehandlung mit Kortison – entweder in Form von Augentropfen oder auch in Tablettenform – begünstigt diese Entwicklung ebenfalls.

Vor der Operation des Grauen Stars muss die Entzündung im Auge abgeklungen sein, damit es nicht zu Komplikationen kommt. Junge Menschen müssen zudem bedenken, dass nach dem Einsetzen einer künstlichen Linse eine Lesebrille erforderlich ist.

Makulaödem

Die Makula ist ein kleines Areal der Netzhaut, das für unser scharfes Sehen, das Lesen und Erkennen von Gesichtern verantwortlich ist. Es ist besonders fein strukturiert und damit leider auch besonders anfällig für Erkrankungen. Bei einer chronischen Uveitis kann dieser empfindliche Bereich mit einer Schwellung reagieren und damit die Sehschärfe auch dauerhaft deutlich reduzieren.

Ein Makulaödem tritt meistens auf, wenn das Auge über Jahre hinweg nicht völlig frei von Entzündungszellen war, was in Einzelfällen leider auch die beste Therapie nicht immer verhindern kann.

Uveitis: Umgang mit der Krankheit

Die Uveitis erstreckt sich zum Teil über lange Jahre und Sie als Patient haben unter Umständen mit Rückschlägen, häufigen Arztbesuchen und einer dauerhaften Therapie zu kämpfen. Wenn dazu noch die Sorge um die Sehfähigkeit kommt, fällt es gar nicht leicht bei guter Stimmung zu bleiben. Trotzdem ist es gerade hier von großer Bedeutung, dass Sie eine positive innere Einstellung bewahren und Ihr Leben weiterhin in die Hand nehmen.

Besprechen Sie sich mit Ihrer Familie und Freunden, unternehmen sie schöne Dinge, sorgen Sie für ausreichend Schlaf, Entspannung und Freude in Ihrem Alltag. Man weiß heute, dass Patienten mit depressiver Grundhaltung häufiger zu Rückschlägen und unvollständiger Genesung neigen, weil viele körperliche Funktionen von der Psyche stark beeinflusst werden.

Nehmen Sie sich und Ihre Bedürfnisse wichtig, und versuchen Sie, die Krankheit anzunehmen und mit Ihrer ganzen Kraft zu einem guten Heilungsprozess zu führen.

Was kann ich selbst tun?

Bei dieser Art der Augenerkrankung werden Sie als Patient häufig sowohl vom Augenarzt als auch vom Hausarzt betreut. Es ist wichtig, dass beide Ärzte gut zusammenarbeiten, die Befunde einander mitteilen und die Behandlung miteinander abstimmen. Je mehr Sie selbst über Ihre Krankheit wissen, desto eher können Sie auf Veränderungen reagieren und diese bei den wichtigen regelmäßigen Kontrollen mit Ihren Ärzten besprechen.

Ihren Urlaub können Sie in klimatisch besonders günstigen Regionen für Uveitispatienten verbringen – so wird das Hochgebirgsklima von Davos und das Tote Meer von vielen als wohltuend beschrieben.

Für den Alltag empfehlen wir Entspannungstechniken wie Yoga oder autogenes Training. Nach einer Eingewöhnungszeit schaffen Patienten es immer wieder, mit positiven Gedanken zu ihrer Erkrankung die Genesung günstig zu beeinflussen und die Lebensqualität deutlich zu verbessern.

Deutsche Uveitis Arbeitsgemeinschaft (DUAG), Uveitis Selbsthilfegruppe Essen

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Glaskörpertrübung: Heilung ist möglich

Glaskörpertrübungen werden auch als „Floater“, „mouches voulantes“ oder „fliegende Mücken“ bezeichnet. Der Glaskörper besteht aus einer klaren, gelartigen Substanz in der Hauptkammer des Auges zwischen der Linse und der Netzhaut. In jungen Jahren ist der Glaskörper vollkommen durchsichtig. Mit der Alterung des Auges kann der Glaskörper degenerieren und dabei seine Form verlieren bzw. sich verflüssigen.

Dabei verdichten sich Kollagenfasern zu Knoten oder Strängen. Diese Gewebeklumpen sind die Ursache für Schatten auf der Netzhaut, die als Punkte, Fäden oder Spinnennetze erscheinen und als „Floater“ bezeichnet werden. In vielen Fällen mit fortschreitender Degeneration kann sich der Glaskörper komplett von der Netzhaut ablösen. Die hintere Glaskörperabhebung ist oft mit einem plötzlichen Anstieg der Floateranzahl verbunden. Mit den heutigen medizinischen Kenntnissen und Augenchirurgie-Verfahren ist die Glaskörpertrübung-Heilung glücklicherweise möglich.

Glaskörpertrübung-Heilung durch klassisches Verfahren: Die Vitrektomie

Die Vitrektomie

Abhängig von der Diagnose gibt es hierbei verschiedene Möglichkeiten. Üblicherweise in einem Operationssaal durchgeführt, werden Teile Ihres Glaskörpers (bis hin zur Komplettentfernung) mit einer elektrolytischen Kochsalzlösung ersetzt. Im Durchschnitt dauert eine solche AugenOP etwa eine bis zwei Stunden. Das Verfahren der Vitrektomie birgt mitunter allerdings Risiken wie Blutungen, Netzhautablösungen und Infektionen und kann zum grauen Star führen.

Glaskörpertrübung-Heilung durch modernes Verfahren: Die Laser Vitreolyse

Glaskörpertrübung-Heilung durch Laser-Behandlung: Klinische Studien haben gezeigt, dass die Laser-Vitreolyse eine sichere und effektive Behandlungsmethode für die Mehrheit der Patienten darstellt. Falls sich Floater hartnäckig halten, könnte Ihr Augenarzt eine chirurgische Intervention empfehlen.

Welche Patienten profitieren von der Laser-Vitreolyse?

Es ist wichtig, dass Sie sich einer eingehenden Augenuntersuchung unterziehen, um Ihre Eignung für den Floater-Laser feststellen zu lassen.

  • Alter: In den meisten Fällen haben jüngere Patienten (< 45 Jahre) mikroskopisch kleine Floater nahe an der Netzhaut (ein bis zwei Millimeter Abstand). Die Behandlung mit dem Floater-Laser eignet sich meist nicht für diese Patientengruppe.
  • Symptom-Entwicklung: Wenn Floater sich sehr schnell entwickeln, kann dies im Zusammenhang mit einer hinteren Glaskörperabhebung stehen. Die Laser-Vitreolyse kann angewandt werden.
  • Floater-Eigenschaften: Große Floater mit sanften Übergängen, die sich in einiger Entfernung zur Netzhaut befinden, sind ideal für die Laser-Vitreolyse geeignet.

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Glaskörpertrübung - Floater Typen

Floater sind kleine Gewebeklumpen die sich innerhalb des Glaskörpers befinden. Diese Gewebeansammlungen werfen ihren Schatten auf die Netzhaut (die lichtempfindliche Schicht an der hinteren Augenwand).

Glaskörpertrübung - Laser-Vitreolyse

Auch unter dem Namen ‘Floater-Laser’ bekannt, ist die Laser-Vitreolyse eine minimal-invasive, schmerzfreie Behandlung zur Beseitigung von Floatern im Glaskörper Ihres Auges.

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