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Strabismus und Diagnose für Laien

Was ist Strabismus?
Sechs Muskeln an jedem Auge bewegen es in die verschiedenen vom Gehirn gewünschten Blickrichtungen. Ein spezielles Steuerzentrum im Gehirn koordiniert den Verlauf der Muskelaktionen so, dass beide Augen immer den gleichen Gegenstand betrachten. So entsteht ein dreidimensionales Bild. Funktionieren einzelne der Muskeln nicht oder versagt die Steuerung von oben, bzw. stehen die Augen nicht mehr in gleicher Richtung, dann liegt Strabismus (der Fachausdruck für Schielen) vor. Dies kann vorübergehend oder dauerhaft sein. Man unterscheidet latentes Schielen (Schielneigung), dass heißt eine Neigung zum Schielen, die nur in bestimmten Situationen (z. B. bei Ermüdung) auftritt, von manifestem Schielen, also dauerhaftem Schielen. 

Wie kann ich selber sehen, ob mein Kind schielt?
Viele Mütter haben Sorgen, dass ihr Kind schielt, da viele Säuglinge aufgrund der ausgeprägten Lidhautfalte zur noch kurzen Nase hin optisch einfach so wirken. Hinzu kommt, dass im ersten Lebensjahr bei Ermüdung, also kurz vor dem Einschlafen, Schielen ein normaler Befund sein kann. Ein einfacher Test ist das Fotografieren mit einer Blitzlichtkamera. Blickt das Kind in die Kamera, sind bei einem nicht schielenden Kind beide Pupillen gleich rot. Ist nur eine Pupille rot oder deutlich weniger rot, ist dies hoch verdächtig und sollte vom Augenarzt kontrolliert werden. 100 % sicher ist dieser Test aber nicht! Daher sollten generell alle Kinder mit zwei Jahren einem Augenarzt vorgestellt werden. Bei verdächtigen Befunden natürlich früher und bei Schielen in der Familie am besten mit sechs Monaten. Eine weitere Möglichkeit ist es, das Kind in eine kleine Stableuchte blicken zu lassen und dabei auf den Lichtreflex in der Pupille zu achten. Er sollte seitengleich zentriert oder leicht dezentriert sein. Achtung: Auf keinen Fall sollte man dafür einen Laserpointer nehmen! 

Verdächtige, aber nicht beweisende Anzeichen sind weiterhin:

  • häufige Kopfschiefhaltung
  • häufiges Zukneifen eines Auges
  • Leseprobleme
  • Vorbeigreifen
  • häufiges Stolpern
  • Augenzittern
  • Konzentrationsprobleme
  • Doppelblick
  • Augenbrennen
  • Verschwommensehen
  • Lichtempfindlichkeit