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Wo sitzt die Netzhaut?
Die Netzhaut kleidet das Auge wie eine Tapete von innen aus. Sie entspricht in ihrer Funktion dem Film bzw. dem Mikrochip in einer Fotokamera. Das Licht fällt gebündelt durch die Augenlinse auf sie und hier sitzen die lichtempfindlichen Zellen, die das Licht wahrnehmen, mittels einer chemischen Reaktion in elektrische Impulse umwandeln und als Information über den Sehnerv an das Sehzentrum weiterleiten. 

Wodurch kann sich die Netzhaut ablösen?
Durch angeborene Schwachpunkte des Gewebes und Alterserscheinungen (Netzhautdegenerationen), durch Veränderungen im Rahmen höherer Kurzsichtigkeit, Veränderungen des Glaskörpers sowie nach Blutungen im Auge und Verletzungen können Risse und Löcher in der Netzhaut entstehen. Augenflüssigkeit kann durch diese hinter die Netzhaut laufen und sie dadurch von der Wand abheben. Ein weiterer Mechanismus sind Flüssigkeitseinlagerungen unter der Netzhaut bei Entzündungen, Tumoren oder Bindegewebs- bzw. Narbensträngen, welche die Netzhaut auch ohne Loch abheben können. 

Warum ist das gefährlich?
Beginnt sich die Netzhaut abzulösen, muss sie schnellstmöglich mit dem Laser oder durch eine Operation befestigt werden. Der Grund ist, dass die Ernährung der lichtempfindlichen Rezeptoren der Netzhaut ausschließlich von der dahinter gelegenen Schicht der Augenhinterwand (Aderhaut) aus erfolgt. Je länger die Netzhaut daher von ihrer „Unterlage“ abgelöst bleibt, desto weniger ist sie in der Lage, ihre alte Leistungsfähigkeit wieder zu erreichen. Teilweise oder komplette Erblindung auf dem betroffenen Auge kann die Folge sein.