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Ursachen

Was sind mögliche Ursachen?
Eine angeborene, vererbbare Minderwertigkeit des Stäbchenapparates, die sogenannte essentielle Nachtblindheit. Die Stäbchen funktionieren zwar, können sich aber nicht an geringere Beleuchtung anpassen. Daher ist hier bis auf die Nachtsehprobleme (Autofahren in Dämmerung und Nacht verboten!) alles andere normal: Sehschärfe, Gesichtsfeld und Farbsehvermögen.

Vitamin-A-Mangel Durch ungenügende Zufuhr oder Nutzung bei Magen-Darm-Erkrankungen und Leberleiden. Das Vitamin A ist notwendig zur Regeneration des Sehpurpurs (Bestandteil der Sinneszellen der Netzhaut) und ohne dieses gelingt die Dunkeladaptation nicht. Im Gegensatz zur angeborenen Nachtblindheit ist diese Form durch entsprechende Zufuhr des Vitamins mit der Nahrung wieder zu beheben.

Erworbene Störungen der Stäbchenfunktion durch Erkrankungen der Netzhaut und des Sehnerven. Am bekanntesten ist die Retinitis pigmentosa. Eigentlich immer, wenn große Teile der äußeren Netzhaut zerstört werden - dort sitzen die meisten Stäbchen - kommt es zu Problemen. Hier wären als Beispiele die diabetische Netzhauterkrankung und die Chorioretinistis (Netzhaut-/Aderhautentzündung) zu nennen. Auch wenn die weiterleitenden Nervenfasern, die für den äußeren Bereich der Netzhaut zuständig sind, beschädigt werden - wie es z. B. beim grünen Star oder bei einem Verkümmern der Sehnerven (Opticusatrophie) vorkommt - tritt ein Problem mit dem Sehen bei Dunkelheit auf. Im Unterschied zur angeborenen Nachtblindheit entwickelt sich hier die Nachtblindheit erst später. Das Gesichtsfeld ist eingeschränkt, da der äußere Teil der Netzhaut nicht funktionsfähig ist.

Erhebliche Trübungen der Hornhaut und der Augenlinse (grauer Star) führen zu einer starken Dämpfung des Lichtes und damit natürlich zu eingeschränktem Sehvermögen bei Dunkelheit. Hier handelt es sich aber nicht um echte Nachtblindheit.