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Makulaspritzen Therapie am Wochenende!

NEU ab 2018:
Makulaspritzen auch samstags!

Nun bieten wir unseren Patienten mit Feuchter Makuladegeneration (AMD) auch die Spritzentherapie am Samstag an! Bitte fragen Sie bei uns an, ob an dem kommenden Samstag noch Termine für die AMD Therapie verfügbar sind.

Gefäßwachstumshemmer (VEGF-Hemmer)

Die Möglichkeit der Behandlung der feuchten AMD hat sich in den letzten Jahren erweitert. Ein Verfahren zur Behandlung der Frühphase aller Formen der feuchten Makulopathie ist das Spritzen bestimmter Gefäßwachstumshemmende Stoffe, die sogenannten VEGF-Hemmer in den Glaskörper des Auges.

Was bedeutet VEGF?

VEGF (Vascular Endothelial Growth Factor) ist ein Wachstumsfaktor, der in unserem Körper unter anderem für ständige Erneuerung der Blutgefäße sorgt. Bei einer feuchten Makuladegeneration ist das Wachstumsfaktor überaktiv und führt zu krankhafter Wucherung der Gefäße und Brüchigkeit der Gefäßwände. Die Folgen sind Durchlässigkeit der Gefäßwände und pathologische Zunahme der Flüssigkeit unter der Netzhautmitte. Aktuell sind 4 Stoffe, die zur Gruppe der VGEF-Hemmer gehören:

  • Lucentis (Ranibizumab)
  • Eylea (Aflibercept)
  • Avastin (Bevacizumab) Off-Label
  • Macugen (Pegantanib) wegen der geringen Wirksamkeit in Deutschland nicht mehr im Handel

Lucentis und Eylea sind zugelassene Arzneimittel. Avastin (eigentlich ein Medikament für Darmkrebs) ist eine Off-Label Therapie. Das bedeutet, dass dieses Präparat für die Anwendung am Auge noch keine Zulassung hat. Die VEGF-Hemmer blockieren den Wachstumsfaktor. Dadurch wird das unkontrollierte Gefäßwachstum verhindert, die Gefäßwände stabilisieren sich und der Flüssigkeitsaustritt wird reduziert.
Mittlerweile werden diese Therapien von den meisten Krankenkassen vergütet.

Wie erfolgt die Behandlung?

Die Behandlung erfolgt ambulant. Das Medikament wird unter strengen Hygienevorschriften und nach einer lokalen Betäubung in Form einer Spritze in den Glaskörper des Auges gespritzt. Ein Zyklus besteht aus 3 Behandlungen in einem Abstand von 4 Wochen.

Dauer der Behandlung:

Wegen der begrenzten Wirkungsdauer von 4-6 Wochen, sind wiederholte Injektionen erforderlich. Viele Studien deuten darauf hin, dass je früher mit einer Behandlung begonnen wird, umso besser sind die Erfolgsaussichten. Die Retinologischer Gesellschaft, DOG, und BVA empfehlen basiert auf multizentrischen Studienergebnisse eine langhaltende und konsequente Behandlung unter strenge Kontrolle der morphologischen Kriterien.

Studien zur Feuchten AMD

Studien zur Feuchten AMD (Altersbedingten Makuladegeneration) zeigen, dass eine regelmäßige und langfristige Behandlungen mit IVOM Injektionen zu einer verbesserten Sehschärfe führt.

FIDO-Studie (Fixed-interval Dosing of Anti-VEGF for Wet AMD).

Drei Studien haben die Behandlung mit Lucentis langfristig über 7 Jahre untersucht. Alle 3 Studien haben die Patienten 2 Jahre monatlich mit 0,5 mg Lucentis behandelt. Alle Drei Studien zeigten einen Visusanstieg zum Baseline bei monatlicher Injektionen innerhalb 2 Jahren. Die Studien unterscheiden sich ab dem 2. Jahr wie folgt:

• HORIZONT:
2 Jahre monatliche Behandlung mit 0,5 mg Lucentis (nach 2 J Gewinn an 9 Buchstaben), dann Pro Renata (PRN) im Mittel ca. alle 2 Monate. Nach 5 Jahren war die mittlere Sehschärfe -0,1 Buchstaben und weniger als Baseline.

• SEVEN-UP:
2 Jahre monatliche Behandlung mit 0,5 mg Lucentis, dann ProRenata (PRN) wie Horizont, dann ab dem 4. Jahr nur 2x/ Jahr Injektionen. Ergebnisse: Verlust von 8,6 Buchstaben gegen Baseline.

• FIDO:
2 Jahre monatliche Behandlung mit 0,5 mg Lucentis (Gewinn an 16,1 Buchstaben), dann 4 Jahre weitere monatliche Behandlung. Ergebnisse: nicht significanter Visusanstieg zum Baseline um 12,1 Buchstaben