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Medizinische Lidchirurgie – Fälle

Einwärtskippung und Auswärtskippung des Unterlides
Durch Liderschlaffung oder durch eine Spastik kommt es zur Einwärtsrollung des Unterlides (Entropium). Unter dieser Erkrankung leiden häufig ältere Menschen; es können aber auch jüngere Menschen oder sogar Kinder betroffen sein. Durch das Schleifen der Wimpern auf der empfindlichen Augenhornhaut kann es zu Abschürfungen und Entzündungen mit schwerer Schädigung des Sehvermögens kommen. Bis zur notwendigen Operation kann der Augenarzt Augensalbe und ein spezielles Klebepflaster verordnen, welches das Unterlid nach unten zieht.

Die Operation der Einwärtskippung führt zu einer korrigierten Stellung der Sehnenplatte und der Muskelgruppen des Unterlides zueinander. Wenn die Lidspannung insgesamt zu gering ist, muss zusätzlich das Lidbändchen gestrafft werden. Die Operationstechniken der Einwärts- und Auswärtskippung wirken in verschiedene Richtungen, unterscheiden sich aber nicht wesentlich. Die Operationsmethoden sind erprobt und wurden von uns bereits viele hundert Mal erfolgreich angewendet. Gegen die Einwärtskippung wenden wir eine spezielle OP-Technik an (nach Wies).

Darüber hinaus kann ggf. auch eine kosmetisch verbessernde Lidplastik, sozusagen "in einem", durchgeführt werden. Zum Abschluss wird das Lid mit einem hauchdünnen, selbstauflösenden Fädchen verschlossen.

Tränenlaufen durch abstehendes Tränenpünktchen
Ein normales Auge benötigt ständig einen feinen Tränenfilm zur Befeuchtung der Oberfläche und Infektabwehr. Dazu produziert die Tränendrüse unter dem Oberlid Tränenflüssigkeit. Diese benetzt das Auge und fließt am Unterlid durch das Tränenpünktchen wieder ab.

Durch Liderschlaffung oder durch eine Spastik kommt es zur Einwärts- oder Auswärtskippung des Tränenpünktchens. Die Tränen bilden einen Tränensee und laufen einfach über die Wange ab. Bis zur notwendigen Operation kann der Augenarzt Tropfen verordnen.

Die Operation des Entropiums (Einwärtskippung) führt zu einer korrigierten Stellung des Tränenpunktchens des Unterlides. Wenn die Lidspannung insgesamt zu gering ist, muss zusätzlich das Lidbändchen gestrafft werden. Die Operationsmethoden wurden von uns bereits viele hundert Mal erfolgreich angewendet. Darüber hinaus kann ggf. auch eine kosmetisch verbessernde Lidplastik, sozusagen "in einem", durchgeführt werden.

Hängelid
Als Hängelid oder Ptosis bezeichnet man das Herunterhängen meist eines oder beider Lider, oft infolge einer Muskel- oder Sehnendegeneration. In den meisten Fällen ist ein Hängelid ein kosmetisches Problem. Eher selten stellt das Hängelid ein medizinisches Problem dar. Nämlich dann, wenn es den Patienten beim Sehen massiv einschränkt.

Wenn Verdacht auf eine Ptosis besteht, müssen die Augen gründlich untersucht werden. Auch auf allgemeine Ursachen (z.B. neurologische Erkrankungen, Schilddrüsenstörungen) muss geachtet werden. Wenn diese Erkrankungen ausgeschlossen oder behandelt sind und sich der Verdacht auf eine Ptosis bestätigt, sollte das Lid operiert werden.

Tumoren und Entzündungen 
Die Diagnose eines Tumor am Augenlid löst meist einen Schreck aus. Doch dass Wort Tumor beschreibt medizinisch zunächst nur eine Geschwulst, die nicht notwendigerweise bösartig, sondern meist harmloser Natur ist.

Die häufigsten Lidtumoren sind so genannte Hagel- oder Gerstenkörner. Diese entstehen, wenn sich entzündete Talgdrüsen des Lides abkapseln und verhärten. Wenn Augensalben nicht mehr helfen, wird der gutartige Tumor vom Inneren des Lides aus entfernt. Während bösartige Geschwulste extrem selten sind, treten halbbösartige Tumoren der Augenlider (Basaliome) öfter auf. Die Basaliome streuen zwar nicht, wachsen aber lokal zerstörend, so dass sie früh entfernt werden müssen. Jeder Lidtumor muss dem Augenarzt gezeigt werden, nur er kann die Geschwulst genau beurteilen.