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Linsen-Arten

Formstabile Kontaktlinsen
Moderne formstabile Kontaktlinsen haben sich in den letzten Jahren zu bequemen und leistungsfähigen Sehhilfen entwickelt. 1950 wurden die ersten (noch sehr harten und unbequemen) Kontaktlinsen aus Plexiglas (Polymethylmethacrylat) gefertigt. Sie waren robust und unempfindlich gegen Kratzer, und obwohl sie nicht sauerstoffdurchlässig waren, nach einer Eingewöhnungsphase schon mehrere Stunden tragbar.

Die moderne Weiterentwicklung der harten Kontaktlinsen ist die flexible, formstabile Kontaktlinse. Seit 1980 werden Kontaktlinsen aus einem hochwertigen Material gefertigt, das den Gasaustausch durch die Linse zwischen Luft und Hornhaut ermöglicht. Der Tragekomfort wird so deutlich verbessert. Sauerstoffdurchlässige formstabile Kontaktlinsen sind zwar nicht ganz so unempfindlich und langlebig wie die harten Plexiglaslinsen, dafür verschafft die weichere Beschaffenheit Wohlgefühl ab dem ersten Augenblick.

Die neuesten innovativen Materialien für formstabile Kontaktlinsen erlauben inzwischen eine Tragezeit von bis zu 18 Stunden am Tag. Formstabile Linsen korrigieren durch ihre feste Form viele Arten von Fehlsichtigkeit, indem sie auch unregelmäßige Hornhautformen überbrücken. Für besondere Fälle gibt es dazu eine große Auswahl an Linsen mit einem Spezialschliff.

Weiche Kontaktlinsen  
Anfang der 70er Jahre wurden die weichen Kontaktlinsen entwickelt. Sie passen sich flexibel an die Hornhautform an. Dadurch wird das Fremdkörpergefühl von vornherein nahezu ausgeschlossen. Insbesondere die sehr dünnen und weichen Kontaktlinsen sind spontan und ohne eine Gewöhnungszeit verträglich.

Für unterschiedliche Arten von Fehlsichtigkeiten gibt es, wie bei den formstabile Linsen, Speziallinsen. Der Augenarzt kann darüber Auskunft geben und beraten. Zum Beispiel wird ein Astigmatismus, der durch eine unterschiedliche Krümmung der Hornhaut hervorgerufen wird, mit normalen (sphärischen) weichen Kontaktlinsen nicht ausreichend korrigiert. Die Abbildung würde unscharf bleiben, weil sich die weiche Kontaktlinse fast völlig der unregelmäßigen Hornhautform anpasst und dadurch ein höherer Astigmatismus nicht zufriedenstellend ausgeglichen werden kann. Spezielle weiche torische Kontaktlinsen, also Linsen mit einem besonderen Design, gleichen auch diese Fehlsichtigkeit aus.

Die hochflexible Beschaffenheit weicher Kontaktlinsen bietet vor allem sportlich engagierten Personen die besten Perspektiven für die Ausübung aller Aktivitäten, ohne Einschränkung. Sogar Wassersport ist möglich. Durch die gute Haftung können große weiche Kontaktlinsen nicht ohne weiteres weggeschwemmt werden. Wer trotzdem Angst vor dem Verlust der Linse hat, wählt für den Wassersport eine Tageslinse, die nach dem Gebrauch nicht aufwändig gereinigt werden muss.

Tauschlinsen
Unter Ein-Tageslinsen versteht man Kontaktlinsen, die nach einem einzigen Tag entsorgt werden. Tageslinsen haben den Vorteil, dass sie keine gesonderten Desinfektions- und Hygienemaßnahmen erfordern. Allgemeine Maßnahmen wie Sauberkeit und Händewaschen sind davon unberührt!

Unter Austausch-Kontaktlinsen oder Tausch-Systeme versteht man alle Linsen, die nach einer vom Hersteller angegebenen Zeit ausgetauscht werden. Der häufigste Zyklus ist vier Wochen, d.h. nach vier Wochen setzt sich der Kontaktlinsenträger eine neue Linse ein. Austausch-Kontaktlinsen müssen genauso behandelt werden wie jede andere weiche Kontaktlinse, d.h. sie müssen auch gereinigt und desiniziert werden. Der Vorteil ist, dass sich auf den Linsen in der kurzen Tragezeit nicht so viele Ablagerungen bilden können.