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Häufige Fragen zu Hornhautleiden – Interview mit Dr. Gerten

Was bedeutet Keratokonus?

Der Keratokonus ist eine angeborene Schwäche der Hornhaut, die in der Regel beide Augen betrifft – wenngleich oft unterschiedlich stark. Diese Erkrankung beginnt sich zumeist im ersten oder zweiten Lebensjahrzehnt durch eine zunehmende irreguläre Hornhautverkrümmung bemerkbar zu machen, die durch eine kegelförmige Vorwölbung der Hornhaut bedingt ist. 

Wie kann Keratokonus behandelt werden?
Wenngleich zu Beginn ein optischer Ausgleich durch Brillengläser noch möglich ist, wird im Verlauf mit harten, speziell angepassten Kontaktlinsen eine bessere Sehschärfe erreicht. Diese Spezialkontaktlinsen ermöglichen relativ lange eine gute Sehschärfe und verzögern auch das Fortschreiten der Hornhautvorwölbung. Ist die Hornhaut jedoch zu stark verformt, treten Probleme beim Tragen und Anpassen der Kontaktlinsen auf, z.B. Augenreizung, eingeschränkte Sehschärfe, häufiger Verlust der Kontaktlinse. In diesem Stadium kann man durch die Implantation von Kunststoffringen in die Hornhaut die Anpassbarkeit und Verträglichkeit der Kontaktlinsen wieder verbessern.

Hornhaut- /Linsenverkrümmung

Hornhaut- und/oder Linsenverkrümmungen kommen meist in Kombination mit Kurz- oder Weitsichtigkeit vor. Die Betroffenen sehen in allen Entfernungen mehr oder weniger verzerrt und sie nehmen Punkte als Linien wahr.