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Grüner Star - Informationen zu Symptomen, Verlauf und Behandlung in der Augenklinik am Neumarkt in Köln

Häufige Fragen zu Grüner Star – Interview mit Dr. Gerten

Allgemeines zur Augenkrankheit Grüner Star

Was ist der Grüne Star (Glaukom)? Eine Definition

 

Beim Grünen Star, der Fachausdruck lautet Glaukom, handelt es sich um eine Erkrankung, bei welcher der Druck im Auge zu stark für die Belastungsfähigkeit beziehungsweise die Durchblutung des Sehnervenkopfes wird. Etwa 6,7 Millionen Menschen erblinden pro Jahr weltweit am Grünen Star. Auch in Deutschland zählt die Augenkrankheit zu den häufigsten Erblindungsursachen. Zu selten kommt es zu einer rechtzeitigen Erstdiagnose im Frühstadium. Dabei lässt sich das Erblindungsrisiko mit der richtigen Aufklärung, Behandlung und Vorsorge deutlich senken. Dr. med. Omid Kermani berät Sie gern persönlich zu Ursachen, Diagnostik und Vorsorge sowie zu Therapie, Operation und Früherkennung in der Augenklinik am Neumarkt in Köln.

Wie lässt sich Grüner Star rechtzeitig erkennen? Das Problem: Erhöhter Augeninnendruck tut in der Regel nicht weh. Der Sehnervenkopf ist die Mündung der Sehnerven aus dem Gehirn in die Augenrückseite. Er besteht aus vielen kleinen Fasern, die im Mündungsbereich durch den zu hohen Augeninnendruck langsam nacheinander absterben. Der Patient merkt den Schaden erst, wenn das zentrale Sehvermögen abfällt. Doch wo liegen für den erhöhten Augeninnendruck die Ursachen und wie können Sie vorsorgen? Wir möchten Sie über das Krankheitsbild, Risiken, die Bedeutung von Vorsorgeuntersuchungen und einer rechtzeitigen Behandlung (medikamentös oder durch eine Glaukom-OP) aufklären.

 

 

Was ist der Unterschied? – Grauer und Grüner Star

Der Grüne Star ist eine Augenerkrankung, die ohne rechtzeitige Diagnose, Behandlung und Operation den Sehnerv zerstören und zur Erblindung führen kann. In Deutschland sind etwa eine Million Menschen betroffen. „Star“ kommt vom mittelhochdeutschen Wort „starr“ und meint den starren Blick der Blinden; „grün“, weil sich die Iris bei fortgeschrittener Krankheit grünlich verfärbt. Der Begriff Grüner Star wird heute aber kaum noch verwendet. Weil die Verwechslungsgefahr mit der Augenkrankheit Grauer Star (Katarakt) zu groß ist, spricht man vom Glaukom. Beim Grauen Star handelt es sich um eine meist altersbedingte Trübung der Augenlinse. Außer dem Namen „Star“ haben die beiden Sehleiden nichts gemeinsam.

Augendruckwerte – Was passiert im Auge bei erhöhtem Augeninnendruck?

Unser Auge hat zwei Kammern: eine vordere zwischen Hornhaut und Regenbogenhaut (Iris), eine hintere zwischen Iris und Linse. In der hinteren Kammer bildet sich laufend das sogenannte Kammerwasser. Es versorgt Linse und Hornhaut mit Nährstoffen und regelt den Augeninnendruck (Tensio). Was sind die normalen Werte für den Augeninnendruck? Die Normalwerte liegen hier in der Regel zwischen 10 und 21 mmHg (siehe Tabelle). Durch die Pupille gelangt das Kammerwasser in die Vorderkammer und fließt durch den Winkel zwischen Hornhaut und Iris in die Blutbahn ab. Erhöhter Augendruck kann mehrere Ursachen haben, das Kammerwasser spielt dabei eine wichtige Rolle: Eine Erhöhung des Augeninnendrucks ist entweder durch eine verstärkte Produktion oder ein verminderter Abfluss von Kammerwasser bedingt, dass den Abfluss behindert. Die Folge eines erhöhten Augeninnendrucks kann der Grüne Star sein, der unbehandelt die Fasern des Sehnervs und der Netzhaut schädigt.

Augendruck-Normalwerte:

Untergrenze

10 mmHg*

Normwert

15,5 mmHg

Obergrenze

21 mmHg

*mmHg steht für Millimeter-Quecksilbersäule

Grüner Star (Glaukom) – Ursachen, Formen und Auswirkungen

Die Augenärzte unterscheiden Glaukomformen nach Ursachen und Symptomen. Das primäre Offenwinkelglaukom (Weitwinkelglaukom) und das Normaldruckglaukom machen zusammen etwa 95 Prozent aller Fälle des Grünen Stars aus. Weiterhin gibt es seltenere Formen, oft durch chronische Cortisonbehandlung, Entzündungen, Medikamente, Tumore oder durch eine Augenverletzung hervorgerufen, das so genannte Sekundärglaukom. Die häufigsten Glaukomformen stellen wir im Folgenden übersichtlich dar.

Das sekundäre PEX-Glaukom

Das Pseudoexfoliationsyndrom (PEX-Glaukom) zählt auch zu den Offenwinkelglaukomen und ist die mit Abstand häufigste Form der Sekundärglaukome. Gerade bei Sekundärglaukomen ist meist eine zusätzliche Therapie der Grunderkrankung erforderlich, um nicht nur die Symptome des Grünen Stars wie zu hohen Augendruck zu behandeln, sondern auch seine Ursachen zu beseitigen. Beim PEX-Glaukom wird im Auge eine staubähnliche Substanz produziert, die sich auf den Abflusswegen des Auges ablagert. Das Kammerwasser kann nicht mehr entweichen, der Augendruck steigt. Es sind meist Druckwerte in der Höhe von 35 bis 45 mmHg festzustellen. Diese Druckwerte lösen in der Regel keine Schmerzen aus. Vom PEX-Glaukom sind besonders ältere Menschen betroffen, es gilt als besonders ernst, rasch fortschreitend und behandlungsintensiv.

Das Normaldruckglaukom

Ein besonderes Offenwinkelglaukom ist das Normaldruckglaukom (Niederdruckglaukom) bei dem kein erhöhter Augeninnendruck vorliegt. Es wird auch als Low-Tension-Glaukom bezeichnet. Beim Normaldruckglaukom weisen die Patienten nie höhere Augeninnendruckwerte als 21 mmHg auf, haben aber dennoch einen Glaukomschaden entwickelt, das heißt der Sehnervenkopf zeigt trotz unauffälligen Innendrucks die für Glaukome typische Aushöhlung. Schuld sind vermutlich Durchblutungsstörungen als Folge einer Gefäßverkalkung. Zunehmend wird also die Bedeutung der Durchblutung des Sehnervs erkannt. Das verdeutlicht: Der Augeninnendruck spielt nicht die alleinige Rolle bei der Diagnostik des Glaukoms. Der Patient kann auch einen niedrigen Augeninnendruck aufweisen.

Das Engwinkelglaukom (Winkelblockglaukom) – Glaukomanfall

Beim selteneren Engwinkelglaukom kommt es zu einem schmerzhaften Glaukomanfall, der den Patienten schnell zum Arzt treibt und meist von Übelkeit, Sehstörungen und Erbrechen begleitet wird. Was ist aber die Ursache für den plötzlichen Glaukomanfalls? Bei dieser Form des Glaukoms blockiert die Iris (Regenbogenhaut) den Kammerwinkel, sodass das Kammerwasser nicht abfließen kann. Die Druckwerte sind sehr hoch und liegen meist über 60 mmHg. Ein schneller Gang zum Augenarzt ist unbedingt notwendig, da es innerhalb weniger Tage zur völligen Erblindung kommen kann. Der Glaukomanfall tritt in der Regel auf nur einem Auge auf.

Das angeborene Glaukom (Kongenitales Glaukom)

Eine seltenere Erkrankungsform ist der angeborene Grüne Star wie auch der Grüne Star bei Kindern, der schon im ersten Lebensjahr auftritt. In diesen Fällen haben die Kinder meist besonders große Augen, welche als schön und niedlich empfunden werden, aber leider häufig durch den zu hohen Augendruck verursacht werden. Das Auge weist zu diesem Punkt schwere Schäden auf. Auch hier gibt es Patienten, die einen normalen Augeninnendruck haben (bis zu 30 Prozent) und trotzdem die typischen Sehnervschäden am Auge wie bei einem Glaukom zeigen. Auch eine Autoimmunkrankheit als Ursache kommt in Frage, hier bildet der Körper Antikörper gegen seine eigenen Zellen und dies führt zu einem Gewebsuntergang.

Diagnostik

Glaukom: Symptome und Verlauf – Welche Beschwerden hat ein Patient?

Beim häufigen chronischen Glaukom und beim Sekundärglaukom finden sich lange keine Beschwerden, ein Diagnose wird erschwert. Mäßig erhöhter Augeninnendruck verursacht keine Symptome. Wenn sich die Augenkrankheit Glaukom bemerkbar macht, ist sie schon weit fortgeschritten. Es kommt in Folge des erhöhten Augeninnendrucks zu einer Schädigung des Sehnervs und zunehmenden Sehstörungen. Erkrankte leiden unter Gesichtsfeldeinschränkungen, das heißt ihr Blickfeld ist an den Seiten eingeschränkt. Ursache für den Gesichtsfeldausfall ist also die Schädigung der Nervenfaser. Die Sehschärfe beim Geradeausblick nimmt erst im fortgeschrittenen Stadium ab. Erst dann ist es für den Betroffenen selbst wirklich auffällig. Kommt der Patient jetzt nach Jahren des Bestehens des Glaukoms zum Augenarzt und kommt es zur Diagnose Grüner Star, sind bereits mehr als 90 Prozent der Sehnervenfasern unwiederbringlich zerstört. Hier hilft nur eine regelmäßige Augendruckkontrolle und gegebenenfalls weitere Untersuchungen vom Augenarzt.

 

Grüner Star - Symptome erkennen:

 

  • Zu hoher Augeninnendruck
  • Gerötete und geschwollene Augen
  • Harter Augapfel, verstärkter Tränenfluss
  • Einschränkungen des Sehvermögens durch geschädigten Sehnerv
  • Verengung und Ausfälle des Gesichtsfeldes
  • Trübe Linsen durch Ablagerungen (PEX-Glaukom)
  • Ein Ödem kann zur Lichtscheue führen

 

Beim seltenen Glaukomanfall dagegen ist das Auge gerötet, die Pupille ist lichtreaktionslos. Das heißt bei Lichteinfall verengt sich die Pupille nicht oder kaum und es können farbige Lichtpunkte und -ringe um Lichtquellen herum gesehen werden. Das Auge selbst und der ganze umliegende Bereich fühlt sich schmerzhaft an. Ausgelöst werden kann der Glaukomanfall unter anderem durch angestrengtes Sehen bei schlechter Beleuchtung in gebückter Haltung. Grund ist hier die weite Pupille und das Bücken. Beides macht den bei diesen Patienten sowieso schon engen Kammerwinkel beim Engwinkelglaukom noch enger und blockiert ihn schließlich mit der Folge eines plötzlichen Druckanstiegs, des Glaukomanfalls. Wird dieser extrem hohe Druck nicht schnell eingestellt, kann es innerhalb von Tagen zur Erblindung kommen.

 

Symptome – Akuter Glaukomanfall:

 

  • Plötzlicher Sehverlust
  • „steinhartes“ Auge
  • Augenschmerzen durch Druck im Auge
  • Erweiterte Pupille (Lichtstarre)
  • Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen

Früherkennung – Glaukom-Vorsorgeuntersuchung

Damit der Augenarzt sicher ein Glaukom im Auge feststellen kann, müssen bei der Grüner-Star-Untersuchung mehrere Symptome für eine Diagnose zusammenkommen: erhöhter Augeninnendruck, geschädigter Sehnerv und Sehstörungen beziehungsweise Gesichtsfeldausfälle – das ist der Bereich, den man bei unbewegtem Blick mit beiden Augen erfassen kann. Der Augenarzt wird den Innendruck messen, den Augenhintergrund spiegeln und das Gesichtsfeld mit Hilfe eines Sehtests überprüfen. All diese Untersuchungen sind völlig schmerzfrei. Wichtig: Für eine Diagnostik genügt es niemals, nur den Druck zu messen, weil ein Glaukom auch bei Normaldruck vorliegen kann.

Bei Patienten ohne besondere Vorerkrankungen, mit gesunder Familie (Ist die Großmutter womöglich auch schon am Grünen Star erblindet?) und ohne andere verdächtige Zeichen, wird ab dem 40sten Lebensjahr alle zwei Jahre zur Vorsorge der Augendruck kontrolliert und der Sehnervenkopf mit der Lupe beurteilt. Gegebenenfalls wird eine Gesichtsfelduntersuchung oder eine Untersuchung des Kammerwinkels (die Stelle, an der das Kammerwasser wieder herausläuft) mit dem Kontaktglas (Gonioskopie) durchgeführt. Sind in der Familie Fälle von Grünem Star bekannt, sollte früher eine Überprüfung stattfinden.

 

Eine Übersicht der Glaukomuntersuchung:

 

  • Augeninnendruckmessung
  • Untersuchung der Sehnerven
  • Untersuchung der Kammerwinkel
  • Gesichtsfelduntersuchung
  • Messung der Hornhautdicke

 

Kommt es einmal zu einer Grüner-Star-Diagnose, sind häufige Kontrollen notwendig, um den Erfolg der Therapie zu beurteilen und gegebenenfalls weitere Maßnahmen zur Behandlung zu veranlassen. Bei dringendem Verdacht oder bereits bestehendem Grünen Star werden all diese Maßnahmen von der gesetzlichen Krankenkasse bezahlt.

Handelt es sich um eine reine Vorsorgeuntersuchung ohne große Verdachtsmomente (die von Oberarzt Dr. med. Kermani dringend empfohlen wird), muss derzeit der Patient die Kosten selber übernehmen. Seit kurzem gibt es aufwendigere Untersuchungsverfahren, um den Grünen Star noch früher zu erkennen (GDX, HRT etc.). Diese sind jedoch teurer und müssen ebenfalls selbst bezahlt werden.

Der Ablauf der Augeninnendruckmessung

Die Augendruckmessung ist die erste Untersuchung, die für eine Diagnostik bei der Vorsorge durchgeführt wird. Natürlich möchten Patienten wissen, wie die Augeninnendruckmessung funktioniert. Eine Möglichkeit stellt der Tonometer dar. Bei diesem Gerät wird ein kleiner Zylinder sanft auf das weit geöffnete Auge gesetzt, um eine Fläche von 3 Millimetern auf dem Auge leicht einzudrücken. So kann der Druck im Auge auf einer Skala abgelesen werden (tonometrische Untersuchung). Da der Druck auch von der Dicke der Hornhaut abhängt, wird bei hohen Druckwerten auch die Hornhautdicke bestimmt. Laser machen es heute immer häufiger möglich, die Augeninnendruckmessung ohne direkten Kontakt mit dem Auge durchzuführen. In der Regel läuft die Laser-Messung ohne Komplikationen ab. Die früher genutzte Messung mit einem Luftstoß (Non-Contact-Tonometer) wird dagegen immer seltener angewendet, da die Ergebnisse zu ungenau sind.

Als Maßeinheit wird das Torr benutzt, das besser unter der Abkürzung mmHg bekannt ist, mmHg steht für Millimeter-Quecksilbersäule. Ein Torr ist der Druck, der von einer Quecksilbersäule von 1 Millimeter Höhe erzeugt wird. Am bekanntesten ist das Torr als Maßeinheit für den Blutdruck und den Blutzuckerspiegel. „Normal“ ist er zwischen 10 und 22 mmHg. Wobei „normal“ relativ ist, denn es gibt auch Patienten, die liegen darüber und haben keine Schäden (okuläre Hypertension). Ein erhöhter Augeninnendruck bedeutet also nicht unbedingt, dass ein Glaukom vorliegt. Andere Patienten wiederum liegen im Normbereich und haben Schäden (Low-Tension-Glaukom). Auch gewisse Tagesschwankungen können normal sein. Eine Glaukomwerte- beziehungsweise Augeninnendruckwerte-Tabelle dient damit lediglich als Anhaltspunkt. Im Zweifelsfall muss ein Tagesdruckprofil durchgeführt werden, das heißt mehrfache Messungen innerhalb von 24 Stunden.

Behandlung – Wie wird Grüner Star / erhöhter Augendruck behandelt?

Ist Grüner Star heilbar? Nein, leider nicht. Aber was kann man bei hohem Augendruck tun? Patienten können selbst aktiv werden. Eine gewisse Senkung des Augeninnendrucks (2-3 mmHg) ist mit autogenem Training oder vergleichbaren Entspannungsübungen möglich. Vielen Patienten kann mit Augentropfen geholfen werden. Eine Glaukom-Therapie und -Behandlung mit Medikamenten und autogenem Training allein reichen bei deutlich erhöhtem Druck nicht aus, da hier die Druckabsenkung erheblich stärker sein muss. In solchen Fällen kann man den Grünen Star operieren, doch das ist nur selten erforderlich und nicht alle Formen sind für eine Glaukom-Operation gleich gut geeignet. Beim Engwinkelglaukom entscheidet sich der Arzt in der Regel für einen operativen Eingriff mit dem Laser. Beim chronischen und beim Normaldruckglaukom muss der Patient täglich und lebenslang drucksenkende Augentropfen anwenden, um das Sehvermögen zu erhalten.

Grüner Star: Operation mit dem Laser

Kann man Grünen Star Lasern? Ja, aber eine Glaukom-OP kann verlorenes Sehvermögen nicht wiederherstellen, lediglich bewahren und somit eine Erblindung verhindern. Jede Laserbehandlung und jede Grüner-Star-OP kann nur darauf zielen, vorhandenes Sehvermögen zu retten und weitere Schäden am Sehnerv zu verhindern. Die Operation ist nur dann nötig, wenn Augentropfen den Druck des Auges nicht senken können. Die Grüner-Star-Laseroperation zählt dabei zu den am häufigsten durchgeführten Operationen deutschlandweit. Augenarzt und Patient stehen verschiedene Operationsmöglichkeiten zur Auswahl. Entweder werden beim Lasern um die Kammerwinkel des Auges neue Abflussmöglichkeiten für das Kammerwasser geschaffen (aus dem Auge heraus unter die Bindehaut), mittels Laser die Abflusskanäle erweitert oder Teile des Gewebes verödet, das die Kammerflüssigkeit bildet. Wie lange die Operation dauert, hängt vom Verfahren ab. Vor der Operation senkt der Arzt mithilfe spezieller Augentropfen den Innendruck. Anschließend bohrt er per Laser oder durch einen operativen Eingriff ein Loch in die Iris, damit das aufgestaute Kammerwasser abfließen kann. Die Aussichten nach der Operation sind umso besser, je früher die Therapie einsetzt. Bereits abgestorbene Nervenfasern sind unwiederbringlich verloren, und die dadurch verursachten Sehverluste lassen sich auch mit einer Operation nicht rückgängig machen. In der Regel kann das Glaukom-Lasern ambulant durchgeführt werden. Eine gute Nachsorge durch den Augenarzt ist ebenfalls wichtig. Im Allgemeinen werden nach der Laseroperation Medikamente in Form von Tropfen und Salben verschrieben.

Glaukomvorsorge – Kann man der Augenkrankheit Glaukom vorbeugen?

 

Grüner-Star-Vorsorge gelingt durch eine gesunde Ernährung und Lebensweise sowie regelmäßige Bewegung. Entscheidend ist die Früherkennung durch beispielsweise Augendruckmessungen. Aber wie oft sollten Sie Ihren Augendruck messen lassen und wie oft sollten Sie zur Glaukomvorsorge? Jeder über 45-Jährige sollte jährlich zur Vorsorgeuntersuchung gehen und seinen Augendruck messen und den Sehnerv untersuchen lassen. Ist ein Glaukom in der Familie bekannt, empfiehlt sich eine Glaukomvorsorge ab 35 Jahren. Allerdings gehört die Untersuchung nicht zu den kostenlosen Vorsorgeuntersuchungen. Sie wird als individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) von Augenärzten angeboten. Liegt ein Glaukom vor, werden alle weiteren Untersuchungen von den Krankenkassen bezahlt. Oberarzt Dr. med. Omid Kermani und alle Mitarbeiter der der Augenklinik am Neumarkt in Köln beraten Sie gerne näher zu den Kosten und dem Ablauf einer Glaukomuntersuchung. Nur wenn Sie gut informiert sind, können Sie sich optimal auf Vorsorge und Behandlung vorbereiten.