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Grauer Star (Katarakt) – Informationen zur Augenkrankheit, zur Behandlung und Operation

Damit bei Ihnen keine Fragen offenbleiben, haben wir wichtige Informationen rund um den Grauen Star als Augenerkrankung und seine möglichen Behandlungsmethoden im Folgenden zusammengetragen. Häufige Fragen werden auch in unsren Videointerviews von Dr. med. Elham Farvili aus der Augenklinik am Neumarkt in Köln beantwortet

Was ist Grauer Star (Katarakt)?

Der Graue Star (Katarakt) ist eine ernst zu nehmende Augenkrankheit, die sich aber gut behandeln lässt. Beim Grauen Star verfärbt sich das Innere der Augenlinse grau und das Sehvermögen nimmt ab. Betroffene Patienten sehen aufgrund der Linsentrübung zunehmend unscharf und verschwommen wie durch einen Nebelschleier.

Ist Grauer Star heilbar?

Grauer Star ist heilbar und kann mit einer Operation behandelt werden. Durch die gute Gesundheitsversorgung in den Industrienationen wird ein Katarakt meist frühzeitig erkannt, was die Behandlung zusätzlich vereinfacht. In unserer Augenklinik am Neumarkt in Köln haben wir bereits über 50.000 Kataraktoperationen erfolgreich durchgeführt.

Wie macht sich Grauer Star bemerkbar? – Anzeichen und Symptome

Die Linsentrübung beim Grauen Star macht sich durch ein generell schlechteres Sehvermögen bemerkbar. Anhand bestimmter Symptome kann man – auch einen beginnenden – Grauen Star erkennen:

 

  • Verschwommene Sicht
  • Blasser erscheinende Farben
  • Zunehmende Blendempfindlichkeit
  • Probleme bei wechselnden Lichtverhältnissen
  • Verschlechterte räumliche Wahrnehmung
  • Verschlechterte Fernsicht

 

Kann man einem Grauen Star vorbeugen?

Es gibt keine wirksamen Methoden, um den Grauen Star vorzubeugen. Altersstar als natürliche Entwicklung kann nicht verhindert werden. Es ist hilfreich die Augen zu schützen. Bei gefährlichen Tätigkeiten sollte immer eine Schutzbrille, beim Skifahren und Sonnenbaden kann man eine Sonnenbrille tragen, um Risiken einer Augenverletzung zu vermeiden.

Grauer Star: Ursachen und Risikofaktoren

 

Wer ist gefährdet am Grauen Star zu erkranken?

Grauer Star tritt in der Regel bei älteren Patienten ab 60 Jahren auf. Der Verschleiß der Linse äußert sich darin, dass sie nicht mehr flexibel und klar ist. Die Trübung der Augenlinse entsteht durch Degeneration der Linseneiweiße infolge von Lichtbelastung und altersbedingter Stoffwechseländerungen. Im Alter zwischen 60 und 75 Jahren haben fast hundert Prozent der Mitteleuropäer eine mehr oder weniger starke Linsentrübung, den sogenannten Altersstar entwickelt.

Weitere mögliche Ursachen für die Bildung eines Katarakts:

 

  • Verletzungen des Augapfels, z.B. Prellungen oder Stichverletzungen (Katarakta traumatica)
  • Stoffwechselerkrankungen wie Kalziummangel oder Fehlfunktionen der Schilddrüse
  • Diabetes kann durch den erhöhten Zuckergehalt im Augenwasser die Linse eintrüben (Katarakta diabetica).
  • Nährstoffmangel durch Mangelernährung
  • Radioaktive Strahlung und ultraviolettes Licht (UV-Licht)
  • Entzündungen im Augeninneren (Katarakta complicata)
  • Langjähriger Drogenmissbrauch, Rauchen oder die Einnahme von Medikamenten (besonders Kortison)

 

Grauer Star bei Babys, Kindern und Jugendlichen

Grauer Star kann auch angeboren sein oder im jungen Alter bei Babys, Kindern und Jugendlichen auftreten. Ursache dafür kann eine Störung der Linsenentwicklung während der Schwangerschaft sein, z.B. durch Medikamente oder Infektionen. Aber auch genetische Vererbungsmuster können der Grund dafür sein bzw. angeborene Augenfehlbildungen.

Ist Grauer Star vererbbar?

Grauer Star kann über Vererbung weitergegeben werden. Der Katarakt wird in der Regel autosomal-dominant vererbt. Die Nachkommen einer Person, die an Katarakt erkrankt war, haben also mit einer Wahrscheinlichkeit von 50 Prozent im Laufe ihres Lebens ebenfalls Probleme mit der Augenerkrankung.

Behandlung: Grauer Star

Grauer Star: Diagnose

Für die Diagnose des Grauen Stars durchleuchtet der Arzt das Auge. In diesem Brückner-Test lassen sich Linsentrübungen als dunkle Flecken erkennen. Mit einer Spaltlampe erkennt der Arzt, in welcher Linsenschicht die Trübung auftritt. So können Rückschlüsse über Art und Ursachen des Katarakts gezogen werden.

Was hilft gegen Grauen Star?

Es gibt keine Medikamente, die wirksam gegen den Grauen Star helfen. Beim Grauen Star ist einzig eine Operation als Behandlungsmöglichkeit wirksam. Die gute Nachricht: Mit einer OP kann der Graue Star vollständig geheilt werden und sämtliche Schäden an der Linse können behoben werden.

Es gibt jedoch nicht immer einen unmittelbaren Grund für eine Operation, wenn der Augenarzt beispielsweise eine Eintrübung der Augenlinse feststellt, aber noch keine Beschwerden auftreten. Jedoch sollte man bei einer Grauer-Star-Diagnose die Augen regelmäßig vom Augenarzt überprüfen lassen.

Was passiert, wenn man den Grauen Star nicht behandelt?

Wenn man den Grauen Star nicht behandelt, dann wird sich die Trübung der Linse weiter ausbilden und damit auch die Sehfähigkeit kontinuierlich einschränken. Eine Erblindung ist aber eher unwahrscheinlich. Je stärker die Linsentrübung ist, desto komplizierter kann die OP sein, daher sollte der operative Eingriff nicht zu lange aufgeschoben werden.

Grauer-Star-Operation

Wie wird der Graue Star operiert? 

Es gibt verschiedene Methoden, um den Grauen Star zu operieren. Zur Standard-Variante gehört die Phakoemulsifikation, bei der die Linse mithilfe eines Ultraschalls zerkleinert und abgesaugt wird. Zu den modernsten Methoden gehört der Eingriff mit dem Femto-Sekundenlaser, der eine präzise Durchtrennung der einzelnen Gewebsschichten im Auge ermöglicht.

Nachdem die natürliche Linse entfernt wurde, wird an die gleiche Stelle eine künstliche Linse zum scharfen Sehen eingesetzt. Zunächst wird der Patient örtlich betäubt – entweder mit einer Spritze neben dem Auge oder mit Augentropfen. Am Ende der Operation müssen keine Nähte gesetzt werden, weil die Schnitte so klein sind, dass sie sich von selbst verschließen.

Wann sollte ein Grauer Star operiert werden?

Spätestens, wenn die Sehschärfe unter 50 Prozent liegt, sollte ein Grauer Star operiert werden. Wenn die Patienten von subjektiven Sehverschlechterungen berichten und sich unsicher fühlen, sie sich beispielsweise nicht mehr in der Lage fühlen nachts sicher Auto zu fahren, dann wird es Zeit den Grauen Star zu behandeln.

Wie lange dauert eine Grauer-Star-OP?

Die Operation dauert etwa 20 bis 30 Minuten. Meist wird ambulant operiert. Einige Stunden nach dem Eingriff können die Patienten wieder nach Hause gehen. Wir empfehlen, sich abholen zu lassen. Die neue Linse wird ein Leben lang halten, sodass eine weitere OP in der Regel nicht nötig ist.

Wie hoch ist die Erfolgsquote bei der Behandlung des Grauen Stars?

Die Grauer-Star-OP ist die häufigste Operation, die weltweit am Menschen durchgeführt wird. Allein in Deutschland werden jährlich über fünfhunderttausend Kataraktoperationen durchgeführt. Die Behandlung ist dabei sehr zielsicher und erfolgreich. Eine spätere Operation des Grauen Stars wird nicht mehr notwendig sein.

Welche Risiken gibt es bei der Grauer-Star-OP?

Bei der Grauer-Star-OP handelt es sich dank modernster Methoden um einen sicheren Eingriff, doch wie bei jeder Operation bestehen immer gewisse Risiken für mögliche Komplikationen. 98 Prozent der Operationen verlaufen jedoch ohne Zwischenfälle. Die meisten Komplikationen sind gut behandelbar. Suchen Sie bei Verschlechterung des Sehvermögens, Schmerzen oder Rötungen am operierten Auge sofort Ihren Augenarzt auf.

Was muss man vor der Grauer-Star-OP berücksichtigen?

Vor der Katarakt-OP kann das Auge lokal oder peribulbär mit einer Spritze betäubt werden. In diesem Fall müssen Patienten, die Blutverdünner (Antikoagulantien) nehmen, dazu gehören zum Beispiel Makula-Patienten, mit ihrem Hausarzt sprechen, ob Medikamente eventuell zeitweise abgesetzt oder umgestellt werden können.

Viele Grauer-Star-Eingriffe lassen sich aber auch mit einer reinen Tropf-Anästhesie durchführen, das heißt, das Auge kann allein mit Tropfen betäubt werden. In diesem Fall braucht der Patient seine blutverdünnenden Medikamente nicht abzusetzen.

Nachbehandlungen und Heilung: Was ist nach einer Grauer-Star-OP zu beachten?

Was geschieht nach der Grauer Star Operation?

Nach der OP wird Ihr Auge eingesalbt und mit einem Verband abgedeckt. In aller Regel haben Sie keine schmerzhaften Symptome. Dennoch sollten Sie nicht selber Auto fahren, keine schweren Maschinen bedienen oder ähnliche Aufgaben übernehmen, bei denen Sie zur Sicherheit Ihre volle Sehkraft benötigen.

Die Wirkung der Betäubung hält über acht Stunden an. Am Morgen nach der OP entfernt Ihr Arzt den Verband. Sie sehen vielleicht noch verschwommen, mitunter kann es zu einer erhöhten Blendungsempfindlichkeit kommen, aber die meisten Patienten stellen schon jetzt eine deutliche Verbesserung der Sehkraft fest. Ihre Augen bleiben aber noch sensibel, vermeiden Sie es also sie zu reiben oder anderweitig zu reizen.

Wie lange dauert die Heilung nach einer Grauen-Star-OP?

Die Heilung des Auges selber dauert circa vier Wochen. In dieser Zeit sollten Patienten ihre Augentropfen wie verschrieben nehmen. Für einen optimalen Heilungsprozess sollten die Nachuntersuchungstermine unbedingt wahrgenommen werden. Es ist sehr wichtig, dass am Tag nach der OP das Auge von einem Augenarzt kontrolliert wird. Die erste Nachuntersuchung nimmt in der Regel Ihr Haus-Augenarzt vor.

Wie lange muss man Augentropfen nehmen nach einer Grauer-Star-OP?

Etwa vier Wochen lang müssen die Augentropfen nach einer Grauen-Star-Operation eingenommen werden. Bei der Anwendung von Tropfen oder Salben sollten Sie den Kopf um 45 Grad nach hinten neigen, anlehnen und nach oben sehen. Das Unterlid vorsichtig nach unten ziehen und das Medikament in die sich bildende Bindehauttasche einbringen. Sprechen Sie Häufigkeit und Zeitpunkt der Medikamenteneinnahme mit Ihrem Arzt ab.

Ab wann kann man nach der Grauen-Star-OP wieder gut sehen?

In den ersten 48 Stunden nach der Grauer-Star-OP verschwommen zu sehen, ist ganz normal. In der Regel können Patienten nach einer Katarakt-OP wieder sehr schnell gut sehen. Schon am ersten Tag nach der OP wird die Sicht von vielen Patienten als verbessert empfunden und die Sehqualität nimmt anschließend jeden Tag zu. Nach vier Wochen ist Ihr Auge komplett verheilt.

Wie lange nach der OP des Grauen Stars kann man nicht Autofahren, Schwimmen, Sport machen oder sich schminken?

Die ersten Tage nach der OP ist es den Patienten nicht gestattet Auto zu fahren. Verheilen die Augen nach dem Eingriff ohne Komplikationen, muss darauf aber nicht lange verzichtet werden. Sprechen Sie dazu vorher mit Ihrem Arzt. Wir empfehlen unseren Patienten etwa drei bis vier Wochen aufs Schwimmen oder den Besuch der Sauna und des Solariums zu verzichten sowie staubige Umgebungen zu vermeiden.

Auch auf jegliches Augen-Make-up, das direkt in den Kontakt zum Augapfel kommen kann, sollte verzichtet werden. Duschen und Haarewaschen sind problemlos möglich. Die Augen sollten jedoch nicht in Berührung mit Seife oder Shampoo geraten. Leichte Tätigkeiten wie Spazierengehen oder Fahrradfahren sind schon kurz nach der Katarakt-OP wieder ohne Bedenken möglich. Bei anderen Aktivitäten sollte mit dem Arzt abgesprochen werden, wie lange kein Sport erlaubt ist.

Wie lange ist man krankgeschrieben nach der Grauer-Star-OP?

In der Regel sind die Patienten zwei Wochen krankgeschrieben nach einer Grauer-Star-OP. Während der Nachuntersuchungen am Folgetag und eine Woche später entscheiden Arzt und Patienten gemeinsam, ob der Patient weiterhin arbeitsunfähig ist und aufgrund möglicher Komplikationen eine längere Krankschreibung nötig ist. In den meisten Fällen können die Patienten dann aber schon wieder arbeiten.

Bei welchen Anzeichen sollte man nach der Kataraktoperation einen Arzt aufsuchen?

Suchen Sie sofort einen Augenarzt auf, wenn folgende Alarmzeichen auftreten:

 

  • Rötungen
  • Schmerzen
  • Extreme Sehverschlechterung

 

Was ist ein Nachstar und wie oft entsteht er nach der Katarakt-Operation?

In 10 bis 20 Prozent der Fälle entwickeln Kunstlinsenträger nach einem Eingriff sogenannte Nachstar-Symptome, die sich in ähnlicher Weise wie beim Katarakt als Schleier über dem Auge bemerkbar machen. Diese Symptome können in einem Zeitraum von Monaten oder Jahren nach der Katarakt-OP auftreten.

Die natürliche Linsenkapsel, die die Kunstlinse trägt, kann durch Stoffwechselprozesse eintrüben. Die Behandlung des Nachstars erfolgt ambulant mit einem Spezial-Laser (YAG Technologie), schmerzfrei und ohne die Notwendigkeit einer zweiten Operation.

Wann kann man sich eine neue Brille anfertigen lassen nach einer Grauer-Star-OP?

Eine neue Brille kann man sich etwa sechs bis acht Wochen nach der Grauer-Star-OP anfertigen lassen. Zu diesem Zeitpunkt sollte der Heilungsprozess der Augen abgeschlossen sein und die Dioptrienwerte Ihrer Augen verändern sich nicht mehr. Sie können sich auch eine Premiumlinse bei der OP einsetzen lassen, die Ihre Fehlsichtigkeit korrigiert.

Grauer Star: Künstliche Linsen und ihre Funktionen

Spürt man die künstliche Linse nach der Katarakt OP im Auge?

Die künstliche Linse spürt und sieht man nicht im Auge. Die Linse wird im nervenfreien Bereich des Auges eingesetzt und besteht aus biologisch kompatiblem Kunststoff. Dieser wird vom Immunsystem als körpereigene Substanz wahrgenommen und ist damit sehr gut verträglich und lebenslang haltbar. Abstoßungsreaktionen des Auges werden praktisch nicht beobachtet.

Welche Linsen stehen einem bei der Operation des Grauen Stars zur Auswahl?

Bei der Operation des Grauen Stars stehen neben den Standard-Linsen verschiedene Linsen mit erweitertem Funktionsumfang zur Auswahl. Die bei der Standard-OP eingesetzte Linse ist eine Intraokularlinse (IOL), die lediglich die natürliche Linse im Auge ersetzt. Etwaige Sehfehler werden damit nicht korrigiert. Premium-Linsen hingegen haben unterschiedliche Funktionen, die den Einsatz von Brillen und Kontaktlinsen ersetzen können.

Welche Linse ist die richtige für mich?

Für welche Linse Sie sich entscheiden, liegt ganz bei Ihnen und der Empfehlung Ihres Arztes. Die Kosten für Premium-Linsen sind zwar höher und müssen in der Regel selbst getragen werden, doch sie sollten abgewogen werden mit den Kosten, die für Brillen oder Kontaktlinsen anfallen.

Gerade Gleitsichtbrillen können mehrere Tausend Euro kosten, sodass sich das Implantieren einer multifokalen Linse lohnen kann. Jedoch kann im Vorfeld nie garantiert werden, dass mit dem Einsetzen einer Premium-Linse wirklich auf die Brille verzichtet werden kann.

Zudem entfällt mit der natürlichen Linse auch ihre Schutzfunktion für die Netzhaut, das intensive Blaulicht herauszufiltern. Blaufilterlinsen bilden diese Funktion nach und sind besonders für Menschen interessant, die sich viel im Freien aufhalten oder großen Wert auf gutes Farbensehen legen. Lassen Sie sich von uns zu den verschiedenen Linsentypen, ihren Funktionen und entsprechenden Kosten beraten!