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| Was für wen? |
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| Mit den heute zur Verfügung stehenden Methoden der Refraktiven Chirurgie können praktisch alle Arten der Fehlsichtigkeit in den verschiedensten Ausprägungen behandelt werden. Grundsätzlich gilt als Voraussetzung, dass der zu behandelnde Patient gesund sein und das zu behandelnde Auge keine krankhafte oder abnorme anatomische Veränderungen aufweisen sollte. Das Behandlungskonzept wird individuell mit Ihnen erarbeitet.
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| Altersgrenzen
Die Behandlung der Fehlsichtigkeit bei Patienten unter 18 Jahren ist eine seltene Ausnahme. Bei einseitig hoher Fehlsichtigkeit kann eine solche Behandlung erwogen werden, auch wenn es sich um Kinder oder Heranwachsende handelt. Die Kurzsichtigkeit entwickelt ihr Maximum etwa Mitte zwanzig. Bei geringeren Fehlsichtigkeiten bis etwa -4,0 Dioptrien empfiehlt es sich zu warten, bis das entsprechende Alter erreicht ist.
Bei höheren Fehlsichtigkeiten, auch bei Weitsichtigkeit und Hornhautverkrümmung, kann hingegen eine Behandlung durchgeführt werden, da eine Nachbehandlung in der Regel nur einen geringen Prozentsatz der initialen Fehlsichtigkeit ausmacht und der Gewinn für den Patienten erheblich sein kann.
Die Implantation von Zusatzlinsen (ICL und Artisan) erfolgt vorwiegend bei jüngeren Patienten, da hier die Fähigkeit zur Naheinstellung der eigenen Linse erhalten bleiben soll. Bei älteren Menschen entscheidet man sich eher zur Entfernung der eigenen Linse (CLE), wenn ein laserchirurgischer Eingriff an der Hornhaut nicht in Frage kommt. | |
| Anatomische Faktoren
Für die LASIK gilt in der Regel folgendes: Die Dicke der Hornhaut liegt zwischen 500 und 600 Mikrometer (µm). Für jede behandelte Dioptrie Kurzsichtigkeit werden etwa 15 µm abgetragen. Zusätzlich müssen noch etwa 100 bis 180 µm für das Hornhautscheibchen (Flap) berücksichtigt werden. Um eine dauerhafte Stabilität der Hornhaut zu gewährleisten, sollten mindestens 250 µm unangetastet bleiben.
Bei sehr dünnen Hornhäuten unter 500 µm, hohen Fehlsichtigkeiten und großen Pupillenweiten kann es vorkommen, dass die LASIK als Verfahren nicht anzuraten ist und wir in diesem Fall auf eine andere Methode ausweichen (PRK oder LASEK). Als Alternative steht auch die Implantation von Linsen zur Verfügung (ICL und Artisan). | |
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Die LASIK ist das Verfahren der Wahl bei Kurzsichtigkeit bis -10 Dioptrien, Weitsichtigkeit bis +4,0 Dioptrien und Hornhautverkrümmung bis 4,0 Dioptrien.
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Eine PRK oder LASEK kommt bei Patienten zum Einsatz, die unter einer Kurzsichtigkeit von etwa -1 bis -6 Dioptrien und einer Hornhautverkrümmung von bis zu 3 Dioptrien leiden. Weitsichtige Patienten können mit dieser Methode nicht behandelt werden. |
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Neben einer Kurzsichtigkeit von -10 bis -20 Dioptrien oder einer Weitsichtigkeit von +4,0 bis +8,0 Dioptrien entscheidet auch die anatomische Situation in dem individuellen Auge über die Machbarkeit einer kombinierten Operation. |
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ICL (Intraokulare Kontaktlinse) |
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Das Spektrum des Einsatzes reicht von +6,0 bis -14,0 Dioptrien. Es können nur geringe Zylinder bis zu 2,5 Dioptrien mit einer zusätzlich ausgeführten AK behandelt werden. |
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Hier reicht das Behandlungsspektrum von +8,0 Dioptrien bis zu -20,0 Dioptrien. Auch Zylinder bis zu -6,0 Dioptrien können korrigiert werden. |
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Da neben Linsen zur Korrektur der Kurz- und Weitsichtigkeit auch Linsen zum Ausgleich einer Hornhautverkrümmung eingesetzt werden, können mit dieser Methode sogar mit mehr als -20,0 Dioptrien, +8,0 Dioptrien und Hornhautverkrümmungen behandelt werden. |
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Inzisionale Verfahren (AK) |
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Dieses Verfahren ist insbesondere für einen Astigmatismus bis 2,5 Dioptrien geeignet. Bei Zustand nach Hornhautverletzung und Hornhautverpflanzung können weit höhere Korrekturen erreicht werden. Häufig wird die AK mit anderen Eingriffen kombiniert. |
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| Erwartungshaltung
Natürlich spielt auch die Erwartungshaltung des Patienten eine sehr wichtige Rolle. Ein geringgradig kurzsichtiger Patient mit beispielsweise -4,0 Dioptrien möchte sicher sein, dass er tatsächlich so korrigiert wird, dass er keine Brille mehr benötigt und volle Sehschärfe erreicht. Bei einem hochgradig kurzsichtigen Patienten mit etwa -12,0 Dioptrien wird man bereits eine große Zufriedenheit erreichen, wenn nach der Operation ein Wert von z.B. -1,5 Dioptrien erreicht wird. Auch wenn dieser Restwert in einem zweiten Eingriff nachbehandelt werden kann, ist das subjektive Erleben des Patienten phänomenal.
Zudem spielen die praktischen Erfordernisse eine wichtige Rolle. Ein Berufskraftfahrer hat andere Ansprüche als ein Musiker, der das Notenblatt erkennen möchte. Ein Uhrmacher wertet seinen Behandlungserfolg anders als ein Sporttaucher. Patienten mit Sehschwächen dürfen nicht erwarten, dass die Behandlung zu einer Verbesserung der Sehschärfe führt. Lediglich die Brechwerte des Auges werden durch den Eingriff korrigiert, nicht jedoch die Leistungsfähigkeit. |
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