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| Die Behandlung |
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| Die erste Stufe jeder Uveitisbehandlung ist die Anwendung von cortisonhaltigen Augentropfen, um die Entzündung im Auge zurückzudrängen. Ihr Augenarzt kontrolliert den Therapieerfolg, indem er die vordere Augenkammer nach Entzündungszellen absucht. Das Behandlungsziel besteht darin, das Auge völlig frei von Entzündungszellen zu halten.
Bei Schmerzen und in der sehr aktiven Anfangsphase einer Uveitis ist eine Weitstellung der Pupille sinnvoll. Der Ciliarkörper kann sich so entspannen, die Schmerzen gehen zurück, und der Heilungsprozess im Auge verläuft schneller. Außerdem verklebt bei weitgestellter Pupille die Regenbogenhaut nicht so leicht mit der Linse, was bei der vorderen Uveitis häufig ist und zu Komplikationen führen kann. Während einer Behandlung mit cortisonhaltigen Augentropfen überprüft Ihr Augenarzt regelmäßig Ihren Augendruck und den Zustand Ihrer Augenlinse, da eine Anwendung über Wochen bis hin zu Jahren zu Veränderungen führen kann. | |
| Cortisonbehandlung als Tabletten oder Spritzen
Erst nach ausgiebiger Untersuchung kann Ihr Arzt mit einer Cortisonbehandlung mit Tabletten oder Spritzen neben das Auge beginnen. Diese Behandlungsweise wird bei sehr schweren Entzündungen gewählt und hilft zusätzlich zu den Augentropfen, das Auge vom Entzündungsreiz zu befreien.
Eine Cortisontherapie mit Tabletten über längere Zeit wird auch von Ihrem Hausarzt begleitet, da Nebenwirkungen auftreten können. So werden regelmäßig der Blutdruck, der Blutzucker sowie die Knochendichte überprüft. Unter Cortison kann es auch zu Gewichtszunahmen, Depressionen, Infektanfälligkeit und Hautveränderungen kommen, die ggf. zum Abbruch der Behandlung führen. | |
| Immununterdrückende Therapie
Bei schweren chronischen Verläufen der Uveitis, z.B. bei einer rheumatischen Grunderkrankung kommen neben dem Cortison auch Medikamente zum Einsatz, die man unter dem Sammelnamen Zytostatika vor allem aus der Chemotherapie bei Krebserkrankungen kennt. Trotz einer gewissen Scheu bei Patienten und Ärzten, diese Medikamente auch bei nicht schwerkranken Patienten anzuwenden, haben große Studien eine sehr gute Wirksamkeit gezeigt. Dabei liegt die Dosierung weit unter den Werten in der Krebstherapie und die Nebenwirkungen fallen deutlich niedriger aus als bei einer Dauerbehandlung mit Cortison.
Daher wird Ihr Augenarzt nach einer gewissen Dauer der Cortisontherapie die Möglichkeit überprüfen, Sie z.B. auf Cyclosporin A oder Methotrexat einzustellen. Ihr Hausarzt wird Sie untersuchen, beraten und regelmäßig die Blutwerte zu Ihrer Sicherheit bestimmen.
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| Operation
Bei langjährigen Verläufen einer Uveitis kann es durch die Entzündungsreaktion im Auge zu Eintrübungen der Linse kommen, so dass auch bei jungen Patienten schon eine Operation am Grauen Star erforderlich wird. Durch die Operation werden Verklebungen zwischen Linse und Regenbogenhaut gelöst und die eingetrübte körpereigene Linse gegen eine Kunststofflinse ausgetauscht.
Bei der hinteren Uveitis mit starken Trübungen des Glaskörpers wird der Glaskörper entfernt und die Flüssigkeit ersetzt. Dies führt häufig zu einer Sehverbesserung und Minderung der Entzündungsaktivität im Auge.
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