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Die Krankheit
Das trockene Auge beim Gesunden  
Die Ursachen für trockene Augen sind verschieden. Neben den krankheitsbedingten Ursachen kann auch ein „gesunder“ Mensch darunter leiden.

Die häufigsten Ursachen sind eine kleine Lidschlagfrequenz, z. B. beim Lesen, Fernsehen, Auto fahren, am PC; die Einnahme bestimmter Medikamente (z. B. Antibabypille, Beruhigungs- und Schlafmittel, Hormone, Antiallergika); nachlassende Tränenproduktion mit zunehmendem Alter; Hormonschwankungen (z. B. in den Wechseljahren); Umweltbedinungen wie Rauch, Klimaanlagen, Wind, Abgase etc.

Diese Erkrankung sollte nicht unterschätzt werden, da es im Einzelfall zu Dauerschäden kommen kann. Sprechen Sie daher Ihren Augenarzt an, wenn Sie eines der Symptome an sich feststellen.
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Das trockene Auge bei Allgemeinerkrankungen  
Das lästige trockene Auge ("Sicca-Syndrom") kann auch im Rahmen einer Allgemeinerkrankung auftreten, die Ihnen vielleicht noch gar nicht bekannt ist oder von der Sie keinen Bezug zum Auge herstellen würden.

Daher ist es wichtig, Ihrem Augenarzt auch chronische Erkrankungen und Beschwerden mitzuteilen, damit er die trockenen Augen richtig einordnen kann. Gegebenenfalls wird er Sie zur weiteren Abklärung an Ihren Hausarzt verweisen.
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Rheumatische Erkrankungen  
Bei rheumatischen Erkrankungen wie der chronischen Polyarthritis, Gelenkrheuma bei Kindern, M. Bechterew, der Sklerodermie und dem Sjögren-Syndrom kann es neben anderen Augensymptomen auch zum trockenen Auge kommen.

Der Tränenfilm kann bei rheumatischen Patienten deutlich mehr entzündungsfördernde Substanzen enthalten und schwerer gestört sein als bei einem trockenen Auge ohne Grunderkrankung. Zudem kommen Hornhautgeschwüre und Entzündungen anderer Teile des Auges bei Rheumatikern häufiger vor als bei gesunden Patienten. Die Unterstützung des Tränenfilms zum Schutz vor schwerwiegenderen Hornhauterkrankungen ist hier besonders wichtig.
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Schilddrüsenerkrankungen  
Bei Schilddrüsenerkrankungen können die Augen im Rahmen des Morbus Basedow mitbetroffen sein, selbst wenn die Schilddrüsenwerte normal sind. Durch Anreicherung von entzündetem Bindegewebe in der Augenhöhle wird das Auge verdrängt und steht etwas vor. Dadurch kann sich die Lidspalte vergrößern. In einigen Fällen kann das Schließen der Augen sogar unmöglich werden.

Der Lidschlag erfolgt seltener und sorgt zusätzlich für eine Tränenfilmstörung. Auch kann sich durch die Verdrängung des Augapfels der Augendruck erhöhen. Entzündete Augenmuskeln können zum Schielen führen. Die beste Therapie ist die Behandlung der Schilddrüsenerkrankung. Unterstützend sollten jedoch regelmäßige Kontrollen durch Ihren Augenarzt erfolgen.
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Kortisontherapie  
Eine Behandlung mit Kortison ist bei vielen chronisch entzündlichen Erkrankungen erforderlich. Neben der Tablettenform kann Kortison auch direkt in Form von Augentropfen angewendet werden. Bei längerer Anwendung sollte man allerdings bedenken, dass Tränenfilmstörungen, eine Erhöhung des Augeninnendrucks sowie eine frühzeitige Bildung des Grauen Stars auftreten können. Ist eine Kortisontherapie für Sie unverzichtbar, so stellen Sie sich zur Überprüfung und Behandlung der möglichen Komplikationen regelmäßig bei Ihrem Augenarzt vor.
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Nervenlähmungen im Gesicht  
Bei einer Lähmung des Gesichtsnervs (Nervus Facialis) kann es zu einer Beteiligung des runden Augenmuskels kommen, der für das Schließen der Augen verantwortlich ist. Durch die Lähmung wird das Blinzeln unmöglich, so dass sich tagsüber der Tränenfilm nicht auf dem Auge verteilen kann. Während der Nacht trocknen die Augen verstärkt aus.

Wurde eine Gesichtslähmung diagnostiziert, muss der Augenarzt Lidschluss und Tränenfilm untersuchen. Eventuell muss der Tränenfluss durch künstliche Tränen oder durch so genannte "Uhrglasverbände" für die Nacht unterstützt werden, damit die Hornhaut nicht austrocknet und sich später keine Hornhautgeschwüre bilden.
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Chronische Lidrandentzündung  
Eine chronische Lidrandentzündung liegt häufig vor, wenn die Lidkanten gerötet, die Wimpern morgens verklebt sind und sich ein verstärkter Juckreiz bemerkbar macht. Der Augenarzt kann unter dem Biomikroskop, der Spaltlampe, verstopfte Ausführungsgänge der Drüsen sehen, die ein fettiges Sekret für den Tränenfilm absondern. Bei chronischer Lidrandentzündung entstehen leichter "Gerstenkörner" als bei gesunden Patienten und nach operativen Eingriffen kann sich die Wundheilung verzögern.

Tritt eine Lidrandentzündung auf, so sollte stets die Sehkraft überprüft und eventuell eine Brille angepasst werden, da Refraktionsfehler zu der Blepharitis beitragen können.

Eine chronische Lidrandentzündung betrifft besonders häufig Patienten mit Hauterkrankungen, Allergien und auch Diabetespatienten. Neben der augenärztlichen Therapie sollte daher stets der behandelnde Hausarzt oder Hautarzt informiert werden, und insbesondere bei häufigerem Auftreten von Gerstenkörnern und Hagelkörnern eine Untersuchung auf die Zuckerkrankheit durchgeführt werden.
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