Der Mensch reagiert auf Störungen seines Wohlbefindens sehr sensibel. Dabei wird ihm die Ursache meist gar nicht bewusst. Häufig führt er sein Unbehagen auf die Arbeit statt auf Störungen aus der Umgebung zurück (z.B. Reflektionen auf dem Bildschirm, Flimmern, unscharfe Zeichen oder mangelhafte Kontraste).
Im Unterbewusstsein wird dadurch ein Mechanismus ausgelöst, der sich durch körperliche Beschwerden gegen die Arbeit wehrt: Unterschiedliche Symptome wie Kopfschmerzen, Unwohlsein und Abgeschlagenheit können auftreten. Werden die Ursachen nicht behoben, kann mit der Zeit aus der rein psychischen Belastung eine organische Unstimmigkeit entstehen.
Nach dem Charaktertyp des Menschen richten sich seine unterbewussten Reaktionen, die er nicht ohne weiteres zu beeinflussen vermag. Sympathikus-Charaktere neigen aufgrund ihrer Veranlagung zu Aggressionen und sind prädestiniert für Magengeschwüre. Vagusbetonte Menschen hingegen reagieren eher depressiv. Sie leiden dann immer häufiger unter Kopfschmerzen, die keineswegs auf Einbildung beruhen und unbedingt ernst zu nehmen sind. Bei einem solchen Verlauf spricht man von psychosomatischen Erkrankungen.
Bei der Gestaltung des Arbeitsplatzes sollten deshalb die Bedürfnisse des Menschen im Vordergrund stehen. Freude und Erfolg bei der beruflichen Tätigkeit hängen nicht allein von sozialen Kontakten zu Mitarbeitern und Vorgesetzten ab; vielmehr sind bei der Gestaltung des Bildschirmarbeitsplatzes auch wahrnehmungs-physiologische und psychologische Vorgaben zu berücksichtigen, damit die Arbeit nicht als Belastung, sondern als individuelle Möglichkeit zur Selbstverwirklichung erfahren wird.
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