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| Beim Infoabend erfährt Frau Steuer alles über die Chancen und Risiken der in Frage kommenden Methoden. |
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Über was wurden Sie da informiert?
„Dort wurden alle gängigen Verfahren einschließlich Vor- und Nachteilen sowie Erfolgsaussichten vorgestellt – und auch ein Film über eine OP gezeigt. Da ich diesen jedoch gruselig fand, habe ich ihn mir nicht wirklich angeschaut. Wer nach dem Vortrag des operierenden Arztes Interesse hatte, konnte einen Termin für die Vorsorgeuntersuchung vereinbaren und somit auch gleich die 50 Euro Kosten für den Infoabend anrechnen lassen. Obwohl ich gleich einen guten Eindruck von der Klinik und Herrn Dr. Kermani hatte, beschloss ich, eine Nacht darüber zu schlafen und vereinbarte diesen Termin am nächsten Tag.“
Wie ist die Voruntersuchung abgelaufen?
„Wie am Schnürchen sozusagen: Die Pupillen wurden für einen Netzhaut-Check erweitert und meine Sehstärke, mein Augendruck und die Dicke meiner Hornhaut gemessen. Letztere ist ein Indikator dafür, ob eine operative Sehkorrektur überhaupt durchgeführt werden kann. Nachdem mir grünes Licht für eine LASIK oder Femto-LASIK signalisiert worden war und ich mit Herrn Dr. Kermani noch einmal über die Vor- und Nachteile der beiden Verfahren gesprochen hatte, entschied ich mich für die schonendere und risikoärmere Femto-LASIK. Bei der Vereinbarung des OP-Termins unterschrieb ich auch gleich meine OP-Einverständniserklärung und wurde darüber informiert, dass ich am großen Tag weder Haar- noch Hautkosmetik benutzen dürfe, wohl aber frühstücken.“
Was waren ihre Gedanken, als Sie danach wieder nach Hause gingen ...
„Oh Gott, nach dem Eingriff muss ich die Augen sechs Stunden geschlossen halten – ob ich das durchhalte? Spaß beiseite: Ich freute mich auf mein zukünftiges Leben ohne Brille, die später einmal höchstens noch zum Lesen brauchen werde: Da meine Hornhautverkrümmung nicht vollständig ausgeglichen wird, werde ich die nächsten fünf bis sechs Jahre aller Wahrscheinlichkeit nach noch darauf verzichten können.“
Nervosität verspürten Sie keine?
„Nein, überhaupt nicht – selbst am Tag des Eingriffs auf dem OP-Tisch nicht und das lag nicht an der Beruhigungstablette. Aber das ist wohl nicht nur eine Frage des Vertrauens, das man zu seinem Operateur hegt, sondern auch eine Typ-Frage...“
Und wie war er dann, der große Tag?
„Nach der Voruntersuchung für die optimale Zentrierung der Augen bekam ich auch schon eine Haube und Überschuhe aus Plastik verpasst und ab ging’s in den OP. Zunächst wurde ein Auge mit einem Pflaster verklebt und mein Kopf mit einem dünnen Papiertuch abgedeckt, so dass nur noch das zu operierende Auge herausschaute. Die Abdeckung, so wurde erklärt, diene der Sterilität und Hygiene. Nachdem die Wirkung der Betäubungstropfen eingesetzt hatte, setzte Herr Dr. Kermani die Klammer zur dauerhaften Öffnung des Auges und zentrierte es. Dann wurde auch schon mit dem Laser gearbeitet, wobei ich viele rote Punkte sah, die mich von der Prozedur ablenkten. Während dessen wurde das Auge übrigens permanent geduscht. Ein wenig später hatte ich dann den Eindruck, die Hornhaut würde mit einem weichen Spachtel glatt gestrichen. Dann war das linke Auge auch schon fertig und die Prozedur wiederholte sich rechts. Nach der OP führte mich eine Schwester zu meinem Spint, wo ich meine Sachen holen konnte und anschließend ins Wartezimmer, wo ich von meinem Mann in Empfang genommen wurde. 30 Minuten später erfolgte auch schon die erste Nachuntersuchung, bei der ich dann von Dr. Kermani die frohe Botschaft bekam: ‚Alles ok!’“.
Dann begann der schwierigste Teil der Geschichte...
„Genau! Ich musste die Augen sechs Stunden geschlossen halten und durfte sie lediglich zum Tropfen von Antibiotika und Feuchtigkeit leicht öffnen. Daher war ich umso glücklicher, dass ich ein paar Hörbücher griffbereit hatte, die mir die Zeit verkürzten. Denn normalerweise habe ich immer etwas zu tun, still zu sitzen ist einfach nicht mein Ding!“
Wie war es denn, als Sie die Augen das erste Mal richtig öffnen durften?
„Super! Als ich dann abends mit meinem Mann und meinem Sohn vor dem Fernseher saß, konnte ich kaum glauben, dass ich das eingespielte Textband ohne Brille einwandfrei lesen konnte! Mein erstes großes Erfolgserlebnis hatte ich also schon nach ganz kurzer Zeit!“
Dies hört sich fast so an, als hätten sie noch weitere gehabt ...
„Einen Tag später, auf dem Weg zur nächsten Nachuntersuchung in der Augenklinik, hatte ich dann den direkten Vergleich: Als ich am Morgen der OP an der Ampel stand, konnte ich ohne Brille das große Plakat an dem Gebäude hinter der Ampel nur schemenhaft wahrnehmen. Am Tag nach dem Eingriff erkannte ich jedoch genau, wofür dort Werbung gemacht wurde. Und das war schon ein irres Gefühl – endlich ohne Hilfsmittel voll und ganz am Leben teilnehmen zu können. Einziger Wermutstropfen: Da man das Auge nicht berühren darf und auch kein Wasser, Schmutz oder sonst irgendetwas hineingelangen darf, fühlt man sich ein wenig schutzlos. Abhilfe schafft da jedoch die recht geschlossene Sonnenbrille, die ich noch 14 Tage nach meiner Femto-LASIK tragen muss.“
Wie hoch ist Ihr Sehvermögen jetzt?
„Direkt nach der OP habe eine Bescheinigung bekommen, dass ich nun ohne Brille Auto fahren darf, und dass das Sehen wieder im Normalbereich ist. Meine genauen Werte erfahre ich bei der nächsten Nachuntersuchung – dann ist der Eingriff 10 Tage her.“
Sind Sie mit dem Ergebnis soweit zufrieden?
„Auf jeden Fall! Das einzige, was sich noch an die neue Situation gewöhnen muss, ist mein Gehirn. Wenn ich die Blickrichtung schnell wechsle, braucht es manchmal noch einige Sekunden, bis es mir ein scharfes Bild liefert. Laut Herrn Dr. Kermani kann es sich jedoch nur um wenige Tage handeln, bis dieser Gewöhnungsprozess abgeschlossen ist. Konzentriere ich mich, sehe ich übrigens heute schon alles bestens!“
Wie lange hat die OP eigentlich gedauert?
„Vom Einkleiden bis zum Hinausgehen – blind wie ein Maulwurf – vermutlich 25 bis 30 Minuten.“
Auf was freuen Sie sich jetzt am meisten?
„Helm ohne Brille tragen zu können und mit dem Motorrad durch die Gegend zu brausen. Außerdem bin froh, meine Brille nicht mehr suchen zu müssen. Dies war insbesondere im Sommer der Fall, wenn ich meine normale Brille gegen meine Sonnenbrille getauscht hatte und immer irgendwann unsicher wurde: ‚Hast du sie jetzt in die Tasche gesteckt oder doch irgendwo liegen gelassen?’. Ohne ist man einfach viel freier und flexibler, ein völlig neues Lebensgefühl!“
Möchten Sie anderen interessierten Fehlsichtigen etwas mit auf den Weg geben?
„Sofern dies möglich ist, sollte man sich nicht verrückter machen als nötig. Und sich nach dem Eingriff unbedingt zwei, drei Tage frei nehmen, um in Ruhe ausspannen und die noch sensiblen Augen wirklich gut schonen zu können. Spaziergänge an der frischen Luft beruhigen die Augen übrigens ungemein – zumindest, wenn man sonst überwiegend trockener Heizungsluft ausgesetzt ist.“
Würden Sie den Eingriff noch einmal durchführen lassen, jetzt wo Sie die Abläufe kennen?
Ja, ich würde alles genau so wieder machen – in der gleichen Klinik bei dem gleichen Team. Es lief einfach absolut perfekt und ich habe mich rundum beschütz und gut aufgehoben gefühlt.
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