Beim sogenannten Weitwinkelglaukom – der häufigsten Form – findet sich ein schmerzloser Verlauf über viele Jahre. Fällt der erhöhte Druck nicht bei einer Routinekontrolle auf, können schon schwere Schäden aufgetreten sein, bevor der Patient etwas merkt.
Beim Engwinkelglaukom – einer deutlich selteneren Form – kommt es zu einem schmerzhaften Glaukomanfall, der den Patienten schnell zum Arzt treibt. Dies ist auch notwendig, da es innerhalb weniger Tage zur völligen Erblindung kommen kann.
Weiterhin gibt es seltenere Formen, wie den durch chronische Cortisongabe, Entzündungen oder durch eine Augenverletzung hervorgerufenen Grünen Star, das so genannte Sekundärglaukom.
Eine zwar seltene, aber doch sehr bedeutsame Form ist der angeborene Grüne Star. Hier können sich „wunderschöne große Augen“ bei den Kindern finden, welche durch den zu hohen Druck hervorgerufen werden. Leider zeigt dies schon einen schweren Schaden des Auges an.
Zunehmend wird auch die Bedeutung der Durchblutung des Sehnerven erkannt. Es gibt nämlich Patienten, die einen normalen Augeninnendruck haben (bis zu 30 %!) und trotzdem die typischen Schäden des Sehnerven wie bei einem Glaukom zeigen. Man spricht dann von einem Niedrigdruckglaukom oder Low-Tension-Glaukom. Neuere Forschungen lassen auch eine Autoimmunkrankheit als Ursache möglich erscheinen. Dabei bildet der Körper Antikörper gegen seine eigenen Zellen und dies führt zu einem Gewebsuntergang. |