Die Entfernung der Linse bei der Kataraktoperation schafft wieder einen klaren Lichteinfall in das Auge. Die optische Wirkung der Linse muss aber ersetzt werden. Früher bekamen die Patienten nach einer Staroperation eine schwere Starbrille mit ca. +12,0 Dioptrien Stärke. Als Lesebrille diente dann eine zweite Brille mit einer um +3,0 Dioptrien stärkeren Wirkung.
Seit den 60er Jahren werden Kunstlinsen als Linsenersatz in das Auge implantiert. Durch die Auswahl der Materialien sind Wechselwirkungen mit dem Auge ausgeschlossen. Die Verträglichkeit ist entsprechend gut, und Abstoßungen kommen bei korrekter und steriler Implantation nicht vor.
Heute gibt es eine Vielzahl von Linsenmodellen und Funktionsmustern. Am häufigsten werden faltbare Linsen verwendet, da hier der Schnitt nicht erweitert werden muss. Spezielle Implantate verfügen über zusätzliche Fähigkeiten: Torische Linsen beispielsweise helfen bei hoher Hornhautverkrümmung; akkommodative IOL oder multifokale Intraokulare Linsen können die Nah-Leseschwäche nach einer Staroperation beheben.
Entscheidend für die optische Funktion der implantierten Linse und somit für eine bestmögliche Sicht ist die so genannte optische Abbildungsqualität, die von verschiedenen Eigenschaften der Linse abhängt. Individuell auf Ihre Bedürfnisse und Untersuchungsergebnisse abgestimmt, können hier durch neue, innovative Techniken Optimierungen der Grauen Star-Operation mit den
folgenden Linsen möglich sein.