1. Erkrankung
2. Behandlung
Operationstag
Operationstechniken
Nach der OP
3. Nachstar
4. Kunstlinsenimplantation
5. Brillenfreiheit durch spezielle Kunstlinsen  
6. Korrektur Hornhautverkrümmung

Behandlung
Seit Beginn der neunziger Jahre hat die Technik der Kataraktoperation entscheidende Fortschritte gemacht. Heute machen die Ultraschall-Methode (Phakoemulsifikation), die Kleinschnitttechnik, faltbare Kunstlinsen etc. die Kataraktoperation zu einer der sichersten Operationen überhaupt. In unserer Praxis/Klinik wurden seit 1993 über 20.000 Kataraktoperationen erfolgreich durchgeführt.
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Zeitpunkt der Kataraktoperation
Früher hieß es, ein Grauer Star müsse erst die nötige "Reife" haben, um ihn durch eine Operation beseitigen zu können. Dieser Begriff der Reife (sog. Cataracta matura) bezog sich auf eine inzwischen veraltete Operationstechnik, die nur in einem relativ weit fortgeschrittenen Stadium durchgeführt werden konnte. Bei den heutigen Operationstechniken spielt das Stadium des Grauen Stars fast keine Rolle mehr.

Der Patient kann mitbestimmen, wann er sich eine Staroperation wünscht. Der Zeitpunkt zur Operation ist dann gekommen, wenn der Patient eine Sehverschlechterung wahrnimmt. Ein Hinauszögern der Staroperation hat allerdings meist keine negativen Folgen für den Patienten. Nur in seltenen Ausnahmefällen ist eine Kataraktoperation ein Notfall, und nur ein sehr fortgeschrittener Grauer Star muss zur Vermeidung von akuten Komplikationen unter Umständen sofort entfernt werden.
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Die Erfolgsaussichten der Kataraktoperation
Die Heilungsaussichten sind hervorragend: Über 90 Prozent der Patienten erreichen nach der Operation eine bessere Sehleistung. Die Operationstechnik wurde derart verfeinert, dass heute gerade ältere Patienten mit überzeugendem Erfolg operiert werden können. Das Risiko konnte derart minimiert werden, dass die Kataraktoperation heute zu den sichersten Operationsverfahren überhaupt gehört.

Vor jedem Eingriff wird der Patient umfassend untersucht. Diese Voruntersuchung liegt uns am Herzen, da einige Begleiterkrankungen wie eine Makuladegeneration den Erfolg einer Kataraktoperation beeinflussen können. Im Gespräch mit dem Arzt werden die Vor- und Nachteile der verschiedenen Operationsverfahren beurteilt, und gemeinsam mit dem Patienten wird die im Einzellfall beste Entscheidung getroffen.
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Voruntersuchung
Jeder Patient wird zunächst genau untersucht und individuell beraten. Dazu gehört insbesondere die exakte Beurteilung aller Augenabschnitte, die Vermessung mit Laserlicht und/oder Ultraschall, die Bestimmung der Hornhautkrümmung und der Augenlänge sowie die Berechnung und Auswahl einer individuellen Kunstlinse.

In vielen Fällen können auch weitergehende Untersuchungen erforderlich sein. Setzen Sie sich deshalb nicht unter Zeitdruck und planen Sie für diese umfassende Voruntersuchung und Beratung ca. drei bis vier Stunden ein. Zum Abschluss treffen Augenarzt und Patient gemeinsam wichtige Entscheidungen hinsichtlich der Operation:

  • Abwägung von Risiken und Nutzen verschiedener Operationsverfahren
  • ambulant oder stationär
  • Methode der Betäubung
  • Zusatzeingriffe wie z.B. die Korrektur von Fehlsichtigkeiten wie Hornhautverkrümmung zusammen mit der Staroperation
  • Auswahl der bei der Operation zu implantierenden Kunstlinse
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Zur Durchführung einer schmerzfreien Operation sind die folgenden drei Möglichkeiten gegeben:

  • komplette Vollnarkose (wird bei uns wegen der Risiken vor allem bei älteren Patienten und der aufwändigen Nachbehandlung selten angewendet)
  • Mini-Kurznarkose und während dessen schmerzfreie lokale Spritze in die Nähe des Auges, danach entspannter Dämmerschlaf (wird von uns wegen der geringen Belastung des Patienten, der völligen Schmerzfreiheit und der schnellen Aufwachphase bevorzugt)
  • lediglich lokale Betäubung des Auges mit Augentropfen (ohne Spritze in Kombination mit Dämmerschlaf, wenn eine Spritze mit Kurznarkose nicht gegeben werden kann oder soll)


In den meisten Fällen kann nach der Untersuchung ein Termin zur ambulanten Operation vereinbart werden, in einigen Fällen kann jedoch auch eine stationäre Aufnahme in unserer Klinik nötig sein. In der Regel vergehen dann einige Wochen bis zum Operationstermin, bis dahin ist eine Untersuchung beim Hausarzt, ggf. auch beim Anästhesisten, erforderlich.
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