Die Lichtverhältnisse spielen eine ganz entscheidende Rolle. Eine zu hohe Beleuchtungsstärke erschwert die visuelle Wahrnehmung; bei einer zu niedrigen vermindert sich die Sehschärfe. Tageslicht gilt allgemein für jeden Arbeitsplatz als optimale Beleuchtung. Für Arbeitsplätze im Fensterbereich kann es aber unter Umständen zu hell sein. In diesem Fall helfen Vorhänge oder Jalousien. Ungeeignet jedoch sind Vorhänge in kräftigen Farben.
Um die erfolgreiche Beleuchtungsstärke zu erreichen - der Idealwert liegt im Bereich zwischen 400 und 600 Lux - kann man in der Regel auf Kunstlicht nicht verzichten. Farbige Leuchtkörper sind grundsätzlich zu vermeiden, ebenso "nackte" Leuchtstoffröhren, die Blendeffekte hervorrufen. Sofern die Leuchten nicht in die Decke eingelassen sind, sollten sie längs zur Blickrichtung installiert sein. Besonders bewährt haben sich Prismen- und Rasterleuchten, da sie unter anderem auch für gleichmäßige Lichtverteilung sorgen.
Häufig sind Reflexe auf dem Bildschirm Ursache für Beschwerden. Sie entstehen z.B. durch ein hinter dem Mitarbeiter liegendes Fenster, das sich zwangsläufig auf der Bildschirmfläche spiegelt. Auch sehr helle Wände und Möbeloberflächen können Spiegelungen hervorrufen, die sich störend auswirken. Um übermäßige Kontrastsprünge zu vermeiden, sollten Wände und Möbel im Bereich des Arbeitsplatzes einen mittleren Reflexionsfaktor (z.B. Beige) haben. Auf dem Bildschirm haben auch kleinste Reflexe große Bedeutung, weil man unbewusst die Körperhaltung einnimmt, durch die man ihnen am besten ausweichen kann. Aus einer dadurch bedingten ständigen Fehlhaltung können Muskelverspannungen resultieren, die zu Kopfschmerzen bis hin zu Haltungsschäden führen. |
Irritation durch weiße Hemden
Solche Reflexe entstehen oftmals sogar durch weiße oder kontrastreiche Kleidung. Eine der wichtigsten Voraussetzungen für ermüdungsfreies Sehen ist die richtige Entfernung zwischen Auge und Bildschirm. Dabei liegt der individuelle Entfernungsabstand zwischen 50 bis 70 cm. Dieser Entfernungsbereich ist im eigenen Interesse unbedingt einzuhalten. Ein guter Kontrast steigert die Sehschärfe. Stellt man jedoch den Bildschirmhintergrund schwarz ein, dann wirkt er wie eine dunkle Tunneleinfahrt, wodurch die Blendwirkung des hellen Umfeldes sehr unangenehm erhöht wird.
Zeichengröße, Farbe sowie die Helligkeit des Untergrundes sind bei modernen Geräten bereits auf optimale Sichtbarkeit eingerichtet. Die Anordnung des Bildschirmes ist abhängig von der Arbeitsaufgabe. Die Bildschirmkante sollte nicht über die Augenhöhe hinaus reichen. Eine leichte Blickneigung von etwa 30° wird im Allgemeinen als besonders angenehm empfunden; größer jedoch darf der Neigungswinkel jedoch nicht sein.
Eine beträchtliche Arbeitserleichterung erreicht man durch einen geeigneten Beleghalter, der möglichst der Größe der meistverwendeten Vorlage entsprechen und mit einer matten Oberfläche ausgestattet sein sollte. Ausgehend von der empfohlenen Tischhöhe von 720 mm, sollte für die Beine ein Mindestspielraum von 650 mm Höhe gewährleistet sein. Auch bei der Tischoberfläche muss unbedingt darauf geachtet werden, dass keine Reflexe entstehen.
Als Sitz eignet sich am besten ein höhenverstellbarer Drehstuhl oder Drehsessel. Ein in der Höhe verstellbarer Arbeitstisch ist zu empfehlen, wenn Bildschirmarbeitsplätze regelmäßig von verschieden großen Personen besetzt werden. |