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| Laser macht durchgreifende Hornhaut-Transplantation überflüssig |
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| Köln. Die erste lamelläre Hornhaut-Transplantation mit einem Femtosekundenlaser deutschlandweit wurde im November 2004 im ocumax® Augenlaserzentrum Köln durchgeführt.
Zwischen 4700 und 5000 durchgreifende Hornhautverpflanzungen (perforierende Keratoplastiken) werden in Deutschland pro Jahr vorgenommen. Damit ist die Hornhauttransplantation neben der Bluttransfusion die häufigste Übertragung eines Gewebes am Menschen. | |
| Bei der perforierenden Keratoplastik wird die eigene Hornhaut ausgestanzt und in voller Dicke durch ein Transplantat ersetzt. Auch wenn nur Teile der eigenen Hornhaut erkrankt sind, wie bei oberflächlichen Narben, Geschwüren oder Vorwölbungen (Keratokonus) wird heute meist perforierend operiert. Damit werden aber auch gesunde Schichten der Hornhaut entfernt.
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| Keine echte Alternative war bisher die Teilübertragung der Hornhaut, die sogenannte lamelläre Keratoplastik, da sie eine mechanische Trennung von gesundem und krankem Gewebe verlangt. Das Verfahren gilt als chirurgisch sehr komplikationsträchtig und hat wegen unebener Wundflächen nur eine sehr begrenzte Prognose. Auch lässt sich die erreichbare Sehschärfe nicht mit Sicherheit vorhersagen. Dies liegt an der Grenzfläche zwischen der übertragenen Spenderscheibe und der eigenen Hornhaut (sog. Interface), die je nach Ausbildung des Narbengewebes und der Beschaffenheit des übertragenen Gewebes in der Lichtdurchlässigkeit verschieden ist. Daher wurde die lamelläre Keratoplastik nur sehr selten – in etwa fünf Prozent der Fälle – angewendet.
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| Schnitt mit dem Femtosekundenlaser: Sichtbar ist die weißliche Trennschicht zwischen gesunder und erkrankter Hornhaut |
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Anders die lamelläre Keratoplastik mit dem Femtosekundenlaser: Der Laser kann kranke Hornhautschichten von gesunden exakt trennen, so dass nur der obere Bereich der Hornhaut mit einem Durchmesser von 6, 7 oder 8 mm über der Pupille entfernt und durch eine Spenderhornhautscheibe in gleicher Größe ersetzt wird. Der große Vorteil dieser Methode: Das Auge muss nicht eröffnet werden und nur die geschädigten Teile der Hornhaut werden entfernt. Die Schnitte sind präziser als mit dem bislang eingesetzten mechanischen Verfahren, es entsteht eine optimale Passform und die Spenderhornhaut fügt sich plan in das Empfängerbett ein. Die innerste Hautschicht, das Endothel, bleibt erhalten, so dass die Nährstoffversorgung der eigenen Hornhaut gesichert bleibt. Mögliche Komplikationen wie Abstoßungsreaktionen oder Astigmatismen werden deutlich verringert.
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| Die ärztlichen Leiter des ocumax® Augenlaserzentrums, Dr. Omid Kermani und Dr. Georg Gerten, forschen bereits seit mehreren Jahren auf dem Gebiet der fs-Lasertechnologie, die jetzt auch zum Schneiden des sogenannten Flaps bei der LASIK zum Einsatz kommt. Dr. Georg Gerten operierte die erste lamelläre Keratoplastik in Deutschland mit der neuen Technologie im November 2004. Das Ergebnis ist bereits jetzt so gut, dass der Patient Zeitung lesen kann. Ob sich bei jedem Patienten ein volles Sehvermögen erzielen lässt, muss aber noch abgewartet werden und hängt vom Einzelfall ab. Dr. Gerten geht davon aus, dass das Sehen schon nach einigen Wochen so gut ist, dass gelesen und ggf. Auto gefahren werden kann. Das endgültige Ergebnis liegt nach vollständiger Einheilung und Entfernung der Fäden nach ca. einem Jahr vor. Schnitt mit dem Femtosekundenlaser: Vorübergehendes weißliches Sichtbarwerden der Trennschicht zwischen gesunder und erkrankter Hornhaut |
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