Eine Hornhautentzündung (Keratitis) entsteht von außen durch das Eindringen von Krankheitserregern in die Hornhaut oder von innen durch Augen- oder Allgemeinkrankheiten. Von außen können Krankheitserreger die gesunde Hornhaut jedoch kaum durchdringen. Daher liegt bei äußerlichen Entzündungen zunächst eine Schädigung der Hornhautoberfläche vor, beispielsweise durch
- eine oberflächliche Verletzung (z.B. durch Papierkanten oder Fingernägel)
- verrutschte oder zu lange getragene Kontaktlinsen
- eine Fehlstellung der Lider
- Herpes-Virus oder Zoster (Gürtelrose)
Es kommt zu Schmerzen, Tränenfluss und Lichtscheu. Rötung und Lidschwellung sind weitere Folgen. Das Sehvermögen ist stark eingeschränkt. Der Augenarzt verordnet Augentropfen oder Salben, Schmerztabletten und ggf. Bettruhe. Eine Keratitis heilt oft folgenlos ab. Manchmal entsteht jedoch eine Hornhautnarbe, die das Sehvermögen dauerhaft einschränkt. In diesem Fall muss ein operativer Eingriff erwogen werden.