Eine 2005 in Alicante (Spanien) durchgeführte Studie bewertete die Wirksamkeit von ein oder zwei intracornealen Ringen (Keraringe) in der Korrektur, Stabilisierung und/oder Verbesserung der bestkorrigierten Sehschärfe bei Keratokonus-Patienten.
Insgesamt wurden in 26 Augen mit Keratokonus (19 Patienten) Ringe implantiert. Die Platzierung der intracornealen Ringe erfolgte entsprechend den präoperativen Hornhauttopographien.
Die Hornhäute wurden in zwei Gruppen eingeteilt, abhängig davon, ob der Keratokonus den 180 Grad Meridian bei der präoperativen Topographie überschreitet (Gruppe 2) oder nicht (Gruppe 1). Folglich wurde in Gruppe 1 ein 0,45 mm dickes Ringsegment in der unteren Hornhauthälfte implantiert. In Gruppe 2 wurden zwei Segmente mit verschiedenen Dicken (0,25 und 0,45 mm) auf beiden Seiten des Konus platziert.
Bei jedem Patient erfolgten Nachkontrollen bis zu einem Jahr. Hornhäute in der ersten Gruppe erreichten einen Mittelwert der unkorrigierten Sehschärfe von 0,4, im Vergleich zu einer präoperativen Sehschärfe von 0,2. Die bestkorrigierte Sehschärfe, die präoperativ bei 0,4 lag, verbesserte sich im Anschluss der Implantation auf 0,6.
Auch in der zweiten Gruppe zeigten sich signifikante Verbesserungen. Postoperativ lag der Mittelwert der unkorrigierten Sehschärfe bei 0,3, verglichen mit der präoperativen Sehschärfe von 0,5. Die korrigierte Sehschärfe verbessert sich von 0,4 präoperativ auf 0,6 postoperativ. Obwohl die klinischen Ergebnisse belegen, dass die Implantation von einem oder zwei Ringen eine abflachende Hornhaut bewirkt, Astigmatismus verringert sowie die korrigierte Sehschärfe verbessert, weisen die Forscher darauf hin, dass längerfristige Nachuntersuchungen für eine abschließende Einschätzung notwendig sind.
Der Tunnel zur Implantation der Ringe wird neuerdings berührungsfrei mit dem Femtosekundenlaser präpariert. Das bedeutet noch mehr Sicherheit, noch mehr Effizienz. |